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Galerie: Erster Test Fiat 500 L 1.6 Multijet, 1.4 T-Jet

Erster Test: Fiat 500 L 1.6 Multijet, 1.4 T-Jet

Wohl und Wehe

17.02.2014

Unter den Fix-Sternen am Auto-Firmament finden sich kaum noch italienische, und von denen, die den Namen Fiat tragen, entwickeln nur wenige so viel Strahlkraft wie die Mitglieder der 500er-Familie.

Weil das Wohl und Wehe der Marke stark von dieser einen Baureihe abhängt, investiert das Unternehmen regelmäßig in deren Pflege und Weiterentwicklung und setzt jedwede Veränderung als Groß-Ereignis in Szene.

Galerie: Erster Test Fiat 500 L 1.6 Multijet, 1.4 T-JetDie jüngste - die Aufstockung des Motorenangebots in 500L, 500L Trekking und 500L Living, den langen Vertretern der Baureihe - ist ein eher kleiner, aber längst überfälliger Eingriff. Konkret geht es darum, dass das Leistungsspektrum im 500L-Selbstzünder- und -Ottomotoren-Angebot künftig nicht schon bei 105 PS endet, sondern erst bei etwas mehr Dynamik garantierenden 120 PS. Sie gibt es wahlweise in Gestalt eines 1,6-Liter-Turbodiesels mit dem Beinamen Multijet oder eines ebenfalls direkteinspritzenden, T-Jet genannten 1,4-Liter-Benziners, dessen Muskel-Masse ebenfalls per Lader-Technik stimuliert wird.

Maximal 189 km/h sind aus dem Diesel herauszuholen, sechs km/h weniger stehen beim T-Jet zu Buche. Dafür eilt er der Höchstmarke schneller entgegen: Steckt er im 500L, ist die mit 4,15 Metern kürzeste Variante der 500L-Familie in 10,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen und damit dem Stallgefährten mit Multijet-Antrieb um 0,5 Sekunden voraus.

120 Pferdestärken- ab 19 750 Euro

Galerie: Erster Test Fiat 500 L 1.6 Multijet, 1.4 T-JetDer Diesel, der bei 1.750 Touren sein Zugkraft-Maximum von 320 Newtonmeter mobilisiert, ist vor allem für Vielfahrer interessant. Im 500L verbraucht er laut Fiat durchschnittlich 4,6 Liter je 100 Kilometer und emittiert dabei pro Kilometer 120 Gramm Kohlendioxid - Werte, die sich im Prospekt gut machen, auch wenn sie im Verkehrsalltag kaum nachzuvollziehen sind.

Die preiswerteste 500L-Version mit dem neuen Diesel kostet 20.950 Euro, für den auf 4,27 Meter verlängerten Trekking und den optional als Siebensitzer erhältlichen, auf 4,35 Meter gestreckten Living will Fiat mindestens 22 650 beziehungsweise 22 850 Euro erlösen. Für die vergleichbaren 1.4 T-Jet-Versionen zahlt die Kundschaft jeweils 1.200 Euro weniger, also im günstigsten Fall 19.750 Euro. Dieser Vierzylinder mobilisiert maximal 215 Newtonmeter; abzurufen ist das Drehmoment-Maximum bei 2.500 Kurbelwellenumdrehungen pro Minute. In den Testläufen nach EU-Norm kommt der die Euro-6-Abgasnorm erfüllende Motor mit 6,9 Liter über 100-Kilometer-Distanz, was einem CO2-Ausstoß von 159 Gramm pro Kilometer entspricht.  

1.4 T-Jet läuft auch mit Flüssiggas

Der 1.4 T-Jet wird jedoch - und das ist seine große Stärke - nicht nur als Benziner Karriere machen: Er ist so ausgelegt, dass er Flüssiggas verbrennen kann. Die vorerst nur angekündigte LPG-Variante soll mit genau so viel Leistung aufwarten wie der Benziner, gleichfalls 189 km/h erreichen und mit 10,6 Sekunden auch in puncto Beschleunigung nicht schwächeln. Ihren größten Trumpf wird sie jedoch an der Tankstelle ausspielen: LPG ist deutlich kostengünstiger als Superbenzin und setzt zudem im Betrieb weniger Kohlendioxid frei: 144 Gramm pro Kilometer werden es laut Fiat sein.

Beats Edition=520 Watt, exklusiv verpackt

Galerie: Erster Test Fiat 500 L 1.6 Multijet, 1.4 T-JetGipfeln wird die aktuelle Modellpflege in der 500L Beats Edition, der Fiat nichts Geringeres bescheinigt, als dass ihr „Soundsystem den Musikgenuss an Bord revolutioniert“. Die 520-Watt-Audioanlage begleitet die 120 PS-Motoren und wird exklusiv verpackt: Die Zweifarb-Lackierung in Grau/Schwarz wird sowohl glänzend als auch matt offeriert. Dazu gibt es Zierlinien in Rot auf den Außenspiegeln, Türgriffe und Einsätze in den seitlichen Schutzleisten in Mattchrom und Sitzbezüge mit rotem 500-Schriftzug.

Der Deutschland-Start wird im Juni 2014 erfolgen. Noch ist nicht bekannt, wie viel diese Variante hierzulande kosten soll, doch Italien gibt die Größenordnung vor: Dort soll jeder 500L der Beats Edition-Serie mindestens 22.810 Euro in die Kassen der Händler spülen.

 
Fazit
 

Die Optik der 500L-Familie ist nicht zu bemäkeln, das Raumnutzungskonzept gelungen, und die neuen Motoren sind eine gute Ergänzung des Angebots. Etwa 45 Prozent der 500L-, 500L Trekking- und 500L Living-Kunden werden sich nach Fiat-Schätzungen für sie entscheiden.

Wie viel sie zum Wohl der Marke beitragen, hängt allerdings davon ab, wie viel Weh die Interessenten bei der „Anprobe“ empfinden: Die Vordersitze sind eine Schwachstelle, die nach wie vor der Beseitigung harrt. Dem Vernehmen nach soll es dennoch Leute geben, denen es gelingt, sich auf den aktuell eingebauten Polstern bequem einzurichten. Sie können sich glücklich schätzen! (gfm)
 
 
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