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Galerie: Erster Test Fiat Freemont Cross 2.0 Multijet 4x4

Erster Test: Fiat Freemont Cross 2.0 Multijet 4x4

Alles nur Show

25.07.2014

Ein Dodge als Fiat – eigentlich hätte man den Freemont als grandiosen Flopp erwarten wollen. Doch der kantige Fast-Fünf-Meter-Van verkauft sich sogar einigermaßen hierzulande, denn mit einem europäischem Touch und einer umfangreichen Ausstattung für verblüffend wenig Geld vermag er dann trotz seiner Identitätswirre den ein oder anderen Autokunden für sich gewinnen. Solche, die sich außerdem noch ein SUViges Image wünschen, können zum Herbst den Freemont zudem als abenteuerlustig angehauchten Cross bestellen.

Wer sich jetzt allerdings einen harten Offroad-Ami erträumt, wie sie etwa die Schwestermarke Jeep einige zu bieten hat, muss sogleich enttäuscht werden. Uns wurde der Freemont Cross in der Kombination mit dem 170 PS starken Diesel mit Sechsgang-Automatik und Allradantrieb zur Verfügung gestellt. Und bei einer Schotterpisten-Tour hat sich schnell gezeigt: Der Einsatz jenseits asphaltierter Straßen ist sein Ding nicht. Selbstredend ist es für einen etwas hochbeinigen Allradler wie dem Freemont Cross kein Problem, auch mal mit etwas Tempo über Rollsplit-Sträßchen zu brettern. Doch dabei bekam das Fahrwerk bei bereits leichteren Unebenheiten schon recht deutlich spürbare Verdauungsprobleme. Ein SUV, egal wie allradkompetent, sollte derartige Unbill nicht so direkt an die Insassen weitergeben.

Lahmer Allraddiesel

Galerie: Erster Test Fiat Freemont Cross 2.0 Multijet 4x4Immerhin bietet der Allradantrieb des Freemont im Alltag Traktion satt und kann dieser auch in schneller angegangenen Kurven für etwas mehr Stabilität sorgen; doch ansonsten ist der 4x4-Antrieb leider auch ein Leistungskiller und ein Verbrauchstreiber. Insofern gehört der Freemont in dieser Version trotz seiner 170 PS und 350 Newtonmeter zu den gemütlicheren Zeitgenossen. 11,1 Sekunden dauert bei dem 2,1-Tonner der Sprint, 183 km/h sind maximal möglich. Zum Vergleich: Als Handschalter treibt der starke Multijet-Diesel den Freemont in 11,0 Sekunden und auf maximal 197 km/h voran. Den gemütlichen Charakter unterstreicht auch die Automatik, die eher träge aber dafür supersanft die Gänge wechselt und eher das Gefühl von Beschaulichkeit dem Fahrer vermittelt.

Der wird am ehesten auf der Autobahn mit dem Freemoent glücklich, denn hier kommen die Vorteile der ursprünglich amerikanischen Abstimmung positiv zur Geltung: Ganz kommod schwingt der Unterbau die Wellen aus und ist trotz der 19-Zoll-Räder so feinstes Dahingleiten angesagt. Zumal so um die Autobahn-Richtgeschwindigkeit herum die Windgeräusche angenehm niedrig bleiben. Dank der bequemen Sitze und dem großzügigen Platzangebot kann man sich also wunderbar entspannen. Es geht aber auch wilder, denn obwohl der Freemont ein im Ursprung doch typisch amerikanisches Fahrwerkssetup bietet, kann man sogar mit einigermaßen viel Schwung um Kurven fahren, ohne dabei gleich jeglichen Halt zu verlieren.

Reichlich Platz und Ausstattung

Galerie: Erster Test Fiat Freemont Cross 2.0 Multijet 4x4Ansonsten bleibt es beim Freemont bei den altbekannten Vorzügen, die mit viel Platz und hoher Variabilität und vielen kleinen Staumöglichkeiten das Reisen für Familien besonders angenehm machen. Die kann auf Wunsch auch groß sein, denn normal können bis zu sieben Gäste mitreisen. Und darüber hinaus sind dann noch viele Extras an Bord, beim Cross sogar besonders viel: Zu den serienmäßigen Details gehören eine Drei-Zonen-Klima, ein Garmin-Navi mit großen 8,4-Zoll-Touchscreen, beheizbare Teilledersitze, 19-Zoll-Räder, eine Rückfahrkamera, ein Alpine-Audiosystem, eine LED-Taschenlampe, Chrom an Türgriffen und Dachreling sowie das besondere Optik-Styling mit Robustheit suggerierenden Elementen in Silber im Front- und Heckbereich und den Seitenschwellern.

Auf letzteres kann man getrost verzichten, es verleiht dem Freemont lediglich eine besondere Note, für die man mit rund 2.000 Euro Aufpreis im Vergleich zur Topausstattung Lounge akzeptieren muss. Damit dürfte der Cross zwischen 37.000 und 38.000 Euro mit Starkdiesel, Automatik und Allradantrieb kosten. Für einen vergleichbar ausgestatteten und motorisierten Sharan ruft VW eine fünfstellige Summe zusätzlich auf.

 
Fazit

Mario Hommen

Viel Platz, viele Sitze und viel Ausstattung für vergleichsweise wenig Geld: Familien bietet der Fiat Freemont ein gewiss interessantes Angebot. Sollte diese Familie auch noch dem SUV-Trend verfallen sein, könnten sie sich mit dem Freemont Cross ein weiteres Wunsch-Szenario erfüllen.

Mit dem serienmäßigen Allradantrieb und einer vergleichsweise hohen Bodenfreiheit bietet der Italo-Ami sogar ein wenig Offroad-Kompetenz, doch streng genommen gehört der Van auch als Cross auf Asphalt. Zumindest dort bietet er jetzt optisch eine besondere Note, die einen gewissen Reiz ausüben kann.
 
 

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