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Galerie: Erster Test Fiat Panda 4x4

Erster Test: Fiat Panda 4x4

Genug SUV

25.10.2012

Nein, kaum jemand fährt mit seinem Offroader in unwegsames Gelände. Und ja, die meisten Fahrer würden deutlich eher an ihre Grenzen stoßen als der Wagen. Das ist auch beim neuen Fiat Panda 4x4 nicht anders, der den großen Offroadern in kaum etwas nachsteht und mehr als genug SUV ist.

Allradantrieb, fünf Zentimeter mehr Bodenfreiheit, ein Unterfahrschutz und ein paar Plastikplanken machen den nur 3,69 Meter langen Fiat Panda zum 4x4 und damit zu dem, was alle Vierrad-Pandas seit 1983 sind: die kleinsten Geländewagen der Welt. Auch der aktuelle macht vor großen Aufgaben nicht halt: Ob extreme Steigungen von bis zu 70 Prozent, holpriges Geläuf oder tiefe Kuhlen (Böschungswinkel vorn 21, hinten 36 Grad) - seine 15-Zoll-Räder bringen den Italiener fast überall durch. Damit ist er der optimale Begleiter für Förster, Bergbauern oder Winzer; und anders als die meistens Geländewagen ist der Panda 4x4 mit 16.390 Euro außerdem durchaus erschwinglich.

Leichtes Spiel

Galerie: Erster Test Fiat Panda 4x4Dass es bei diesem Tarif keine Sportwagen-Leistung gibt, ist eh klar. Den Antrieb übernimmt entweder der 85 PS starke Zweizylinder-Benziner oder ein etwas lethargischerer Diesel mit 75 PS (900 Euro Aufpreis); beide haben leichtes Spiel mit dem nur eine knappe Tonne (Benziner) beziehungsweise 1.115 Kilogramm (Diesel) schweren Panda - auch im Gelände, wo ihm zudem sein Wendekreis von nur 9,7 Metern zum Vorteil gereicht. Außerdem kommt der Kleine auch noch durch enge Passagen, bei denen manch ein Porsche Cayenne oder Audi Q7 aufgeben müsste. Und die indirekte Lenkung des Fiats passt auch gut zu seinem Offroad-Charakter.

Einen Fahrdynamik-Vorteil auf der Straße verschafft die elektrisch gesteuerte Lamellenkupplung, die die Kraft zwischen Rädern verteilt, dem Panda allerdings nicht; dafür ist die Leistung zu gering, als dass der Fronttriebler ernsthafte Traktionsprobleme bekommen würde. Einzig auf verschneiten Straßen fahren die 4x4ler auch im Stadtverkehr vorne weg. Den Allradantrieb erkauft man sich allerdings mit rund 0,5 Liter mehr Spritverbrauch je 100 Kilometer. Der lautstarke Benziner kommt im Normtest auf 4,9 Liter; in der Praxis ist aber leider auch das Doppelte nicht selten – obwohl er in der 4x4-Ausführung sogar auf sechs statt ansonsten fünf Gänge zurückgreifen kann. Der Selbstzünder soll sich mit 4,7 Litern zufrieden geben.

 
Fazit

Michael Gebhardt

Wer nicht aus Lifestyle-Gründen einen Offroader kauft, sondern weil er tatsächlich ins Gelände will, kann getrost zum Fiat Panda 4x4 greifen. Für nicht einmal 17.000 Euro gibt es genug SUV, das alle Aufgaben im nicht allzu schweren Gelände bravourös meistert und seinen Fahrer entweder ans Ziel oder an dessen Grenzen bringt.

Ein Wermutstropfen ist der hohe Verbrauch des kernig klingenden Zwei-Zylinder-Benziners, der gut und gerne an der Grenze zur Zweistelligkeit kratzt. Verglichen mit den Trinkgewohnheiten der meisten Geländewagen ist aber auch der schluckfreudige Panda 4x4 noch sparsam und die meisten werden wohl ohnehin zum Diesel greifen.  

Wem die 3.500 Euro Aufpreis für den 4x4 zu viel sind und wer ohnehin nur zum Kindergarten und zurück fährt, aber die Offroad-Optik des 4x4 zu schätzen weiß, kann alternativ zum neuen Panda Trekking greifen. Der kommt im gleichen Abenteuer-Kleid daher, kostet aber nur anderthalbtausend Euro Aufpreis. Statt des Vierradantriebs ist dann eine elektronische Differenzialsperre an der Vorderachse, die ein eventuell durchdrehendes Rad abbremst. Für steinige oder matschige Feldwege reicht das allemal aus.
 
 

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