Cabrio-Special 2011
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Galerie: Erster Test Ford Focus CC

Erster Test: Ford Focus CC

Vorfreudenspender

16.10.2006

Das Kürzel „CC“ erschließt sich auch Auto-Laien. Muss wohl was mit Cabrio und Coupé zu tun haben. Richtig, auch die Reihenfolge trifft in der Regel zu. Beim neuen Ford Focus ist das allerdings andersrum: Da kommt das Coupé vor dem Cabriolet. Da ist es beinahe wieder passend, dass der Klappdach-Ford erst jetzt im Herbst präsentiert wird und die ersten Fahrzeuge im winterlichen November zu den Händlern kommen. Frei nach dem Motto: Erstmal ein paar Monate als Coupé nutzen, um dann das nächste Frühjahr umso offener zu genießen.

Wir folgen der Logik der Ford-Leute und betrachten den Focus zuerst im Coupé-Modus, also bei geschlossenem Dach. Groß ist er geworden, der kompakte Kölner, viereinhalb Meter lang, um genau zu sein. Die Linie ist insgesamt stimmig, wobei der Kofferraum fast etwas zu dominant geraten ist. Was aber auch Vorteile hat: 534 Liter Gepäckvolumen bedeuten den Klassenbestwert.

Galerie: Erster Test Ford Focus CCDas Platzangebot ist dagegen nicht so mächtig ausgefallen, wie es die Ausmaße suggerieren. Fahrer und Beifahrer haben zwar gewohnt viel Platz, doch im Fond des ausgewiesenen Viersitzers geht es eng zu, sowohl was die Knie-, als auch die Kopffreiheit betrifft. Schön gelöst: Das Gestänge für das Klappdach ist mit Kunststoff verkleidet. Auch sonst ist das Ambiente ansprechend: Das Cockpit ist klar gezeichnet und übersichtlich, die Oberflächen sehen ordentlich aus und brauchen den Vergleich mit 90 Prozent der Konkurrenten nicht scheuen.

Steif, aber kaum Prise

„On the road“ fallen die gute Geräuschisolierung des Daches und die hohe Verwindungssteifigkeit der Karosserie auf. Lediglich an den Nahtstellen zwischen vordern und hinteren Seitenscheiben säuselt der Wind etwas lauter als bei der Limousine. Ins Zittern gerät der Aufbau nie. Selbst offen ist die Karosserie kaum weniger steif.

Galerie: Erster Test Ford Focus CCApropos offen: 29 Sekunden dauert es, bis das serienmäßig vollautomatische Dach komplett verschwunden ist. Damit der Knopf nicht verfrüht losgelassen wird, zeigt ein „Fortschrittsbalken“ im Instrumententräger die verbleibende Zeit an. Am Ende ertönt ein freundliches Pling - nun darf der Wind an Haupt und Nase. Stürmisch wird es allerdings nie im offenen Focus, dafür ragt die Windschutzscheibe einfach zu weit über den Kopf. Typisch „modernes“ Cabrio eben - der Schutz der Frisur hat hohe Priorität.

Für größtmöglichen Schutz der Insassen sorgt das aus der Limousine bekannte Sicherheitspaket, das um den aktiven Überrollschutz RPD erweitert wurde. Im Falle eines Überschlages schnellen aus der hinteren Schottwand zwei Überrollbügel empor.

Ein bisschen ST für den CC

Galerie: Erster Test Ford Focus CCFür hohen Fahrspaß sorgt das bekannt gute Focus-Fahrwerk. Im CC wurde es komplett neu abgestimmt und mit einigen Teilen des sportlichen Focus ST verfeinert. Obwohl keinesfalls zu hart ausgefallen, ermuntert die gelungene Feder/Dämpfer-Abstimmung zu sportlicher Fahrweise. Dazu kommt, dass die Lenkung präzise arbeitet.

Zum Marktstart stehen drei bekannte Vierzylinder-Motorisierungen zur Wahl, der Common-Rail-Diesel mit 136 PS, der 1,6-Liter-Benziner mit 100 PS und der 2,0-Liter-Ottomotor mit 145 PS. Letzterer stand uns für erste Testfahrten zur Verfügung. Drehfreudig und leise geht das Aggregat zu Werke, beschleunigt das Coupé-Cabriolet in rund zehn Sekunden auf 100 km/h und erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von fast 210 Sachen. Wer sportlich fahren will, muss allerdings des Öfteren zum Schaltknauf greifen. Das höhere Gewicht raubt Durchzugskraft - der Benziner bringt mit etwas Sonderausstattung immerhin fast 1,6 Tonnen auf die Waage.

Die Preisliste beginnt bei 22.975 Euro für den Basisbenziner, der Diesel kostet ab 27.250 Euro. Dazwischen liegt der liegt der von uns gefahrene 2,0-Liter-Benziner, den es ab 24.925 Euro gibt - Klimaanlage, Nebelscheinwerfer und beheizbare Sportsitze inklusive. Damit zählt der der Focus CC zu den günstigeren Alternativen unter den kompakten Klappdachcabrios. Ein vergleichbar motorisierter Opel Astra TwinTop beginnt bei 25.400 Euro, der Peugeot 307 CC bei 25.650 Euro, der Renault Mégane CC bei 24.550 Euro und der VW Eos bei 27.950 Euro.

Fazit

Sieht ansprechend aus, fährt sich dynamisch und bietet mit dem größten Kofferraum im Segment auch einen hohen Alltagsnutzen: das Ford Focus Coupé-Cabriolet ist ein rundum gelungenes Klappdachcabrio. Nur eines ist der offene Kölner nicht: der angekündigte vollwertige Viersitzer. Erwachsenen kann man die knappe Beinfreiheit im Fond nicht zumuten. Nichts zu meckern gibt es beim Preis. Trotz guter Ausstattung ist der Open-Air-Ford für rund 23.000 Euro zu haben.

 
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