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Galerie: Erster Test Ford Kuga II

Erster Test: Ford Kuga II

Basic für die Welt

01.02.2013

Der Ford Kuga mischte die SUV-Mittelklasse mit seinem mutigen Design auf. Die zweite Generation soll dagegen nicht nur in Deutschland funktionieren, weshalb sie optisch zurückhaltender gestaltet wurde und den Kuga in die Welt tragen soll.
Der zweite Kuga zielt auf den Verstand, nicht auf den Bauch.

Länger, flacher und schmaler ist der neue Kuga, der Radstand ist derselbe wie vorher. Von der 8 Zentimeter längeren Karosserie profitieren die Fond-Insassen und der Kofferraum (+30 bis +70 Liter, ebener Ladeboden, Einhandbedienung der Rückenlehne), die Kopffreiheit geht in Ordnung und das Gewicht bleibt gleich. Bis zu 26 % weniger Kraftstoff verbraucht er, was vor allem auf die dem Benziner mit Schaltgetriebe vorbehaltene Start-Stopp Automatik zurückzuführen ist. Beim Diesel und den Varianten mit Doppelkupplungsgetriebe muss man auf diesen Stand der Technik verzichten. Das ist schade, denn 80 % der Kunden werden sich - laut Kalkül von Ford - für den Diesel entscheiden, obwohl der Trend zum Benziner geht.

SUV für die Welt

Galerie: Erster Test Ford Kuga IIKonzipiert wurde der neue Kuga, wie zuvor der neue Focus und der kommende Mondeo, als Weltauto im Rahmen der sogenannten „One-Ford“-Strategie. Eine Politik, von der Ford Köln im Unterschied zu früheren Weltauto-Experimenten zu profitieren scheint. Immerhin stammen Design, Motoren und Fahrwerkstechnik des Kuga aus europäischen Entwicklungszentren, gebaut wird er im spanischen Valencia. Der Kuga ist die Speerspitze einer SUV-Offensive, die innerhalb eines Jahres durch den kleineren EcoSport aus südamerikanischer Entwicklung und den großen Edge (zweite Generation) aus dem nordamerikanischen Ford-Portfolio Verstärkung erfahren wird. Kernmodell ist jedoch der Kuga, den das Unternehmen als Klassenprimus platzieren will. Im harten Konkurrenzumfeld ein mehr als ehrgeiziges Ziel, was die Verkaufszahlen angeht.

Sicherheit rundum

Vor allem mit seinen umfassenden Sicherheitsfeatures (Airbags rundum, optionale Assistenten für die Fahrspur und Auffahrwarnung, adaptiver Tempomat, Totwinkelassistent, Verkehrsschild-Erkennung, Anhänger-Stabilisator etc.) und dem 5-Sterne Ranking im Euro-NCAP-Test soll der neue Ford Kuga eine Eroberungsrate von 70 % erreichen, also viele Tiguan-Interessenten überzeugen. Das soll zunächst mit den zwei Ausstattungsvarianten Trend und Titanium gelingen, später wird eine noch gehobenere, dritte nachgeliefert.

Galerie: Erster Test Ford Kuga IIIm Innenraum dominiert die vom Focus bekannte Mittelkonsole, die leider unübersichtlich geraten ist und ein nur kleines Navigationsdisplay bietet. Die Sitze dagegen sind ordentlich, allein die Sitzposition im Zusammenhang mit der einstellbaren Lenksäule wird für großgewachsene und langbeinige Fahrer nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Tadellos neutral

Galerie: Erster Test Ford Kuga IIDer Ford Kuga überrascht in der von uns gefahrenen Variante mit 163-PS-Diesel und Schaltgetriebe durch seine Unaufgeregtheit. Wer es beherzt angehen lässt, wird womöglich enttäuscht sein, doch ist der 1,7 Tonnen schwere Allradler weitestgehend - und das ist überraschend – neutral unterwegs. Das ESP gefällt durch Abwesenheit eines entsprechend genannten Knopfes und ihr sanftes Eingreifen. Das Ansprechverhalten des Motors harmoniert mit dem Federungskomfort, und trotz elektrischer Ausführung ist die Lenkung sensibel und die Seitenneigung gering. Mit diesen Fahrwerkspotenzialen wäre eine wesentlich sportlichere Auslegung des Kuga leicht machbar, doch ist das Ziel von Ford offenbar ein anderes: Zusammen mit dem Design spricht das Fahrverhalten die Vernunft im Kunden an.

 
Fazit
 

Thomas Weiss

Der neue Ford Kuga glänzt in keiner Kategorie und macht auch nichts falsch. Im heiß umkämpften Segment der Mittelklasse-SUVs kann das ein Schlüssel zum Erfolg sein und eine zu spitze Positionierung könnte nur in einem Teil der 100 Märkte weltweit funktionieren, so das Kalkül der Fordianer. Verkehrt ist das nicht, denn die meisten SUV-Kunden kaufen ihr Auto nicht mehr wegen der Dynamik oder der nie genutzten Offroadqualitäten, sondern wegen der Sitzposition und der gegenüber einem Van schmuckeren Karosserie. Für die Zielgruppe der Familienväter zählen daher Preis, Sicherheit und problemloses Handling. Und das liefert der Kuga.

In den USA zählt der Kompakt-SUV als Ford Escape bereits zu den Segmentführern und auch in Europa hat dieser Ford gute Chancen, den meisten Wettbewerbern davon zu fahren – vor allem, wenn der Preis entscheidet.

Am 9. März 2013 ist Marktstart. Für die Basisvariante mit dem 150 PS Eco-Boost Benziner und Vorderradantrieb wird es ein Einführungsangebot geben, so dass der Einstieg in die Kuga-Welt zunächst bei 21.000 Euro liegen wird. Die weitere Preisliste trägt allerdings schon das Verfallsdatum 31. März, danach kann der Preis anziehen. Gleichzeitig wurde uns auf Nachfrage versichert, dass sich der Händler wohl auch bei den übrigen Motorisierungen und Ausstattungen flexibel zeigen kann, die Preisliste dient also zunächst der Orientierung für die Kaufverhandlung.
 
 

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