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Galerie: Erster Test Ford Tourneo Connect

Erster Test: Ford Tourneo Connect

Für Kind und Kegel

28.05.2009

Seit 2003 bietet Ford mit der Connect-Baureihe einen Kleintransporter an, der sich vor allem als Stadtlieferwagen einen Namen gemacht hat. Anders als der nutzlastorientierte Transit Connect präsentiert sich der Tourneo Connect als familienorientierter Freizeittransporter für bis zu acht Personen oder jede Menge Gepäck. Eine umfangreiche Modellpflege soll den Ford jetzt noch attraktiver machen.   

Schon seit Jahren setzt Ford bei den Pkw auf das so genannte Kinetic Design, das mit viel optischer Dynamik die Autos emotionaler machen soll. Mit dem Facelift des Tourneo Connect hält diese Formensprache auch bei den Nutzfahrzeugen Einzug - wenngleich ein Kastenwagen nie wirklich dynamisch aussehen wird.

Neu gestaltet wurden der vordere Stoßfänger, sowie die Scheinwerfer und Rückleuchten. Der mittlerweile markentypische, trapezförmige Kühlergrill macht jetzt auch die Connect-Front markanter und ansprechender und neue, filigranere Außenspiegel verleihen dem Familientransporter einen Pkw-ähnlicheren Anstrich.

Zwei Längen

Galerie: Erster Test Ford Tourneo ConnectAngebotenen wird der Tourneo Connect mit kurzem Radstand (2,7 Meter) als 4,32 Meter langer Fünfsitzer oder - für bis zu acht Passagiere - mit zwanzig Zentimeter weiter auseinanderstehenden Rädern und einer Gesamtlänge von 4,57 Metern. Letztere kommt außerdem immer mit fünfzehn Zentimeter höherem Dach und vertikal geteilter Doppelflügelhecktür, während in der Kurz-Version eine konventionell Heckklappe zum Einsatz kommt. Klappt man alle Sitze um, schluckt der Kurze 3,4 Kubikmeter Gepäck, der Lange gar 4.300 Liter.

Bei beiden Varianten ist eine Schiebetüre auf der Beifahrerseite serienmäßig, ab der Ausstattungslinie Trend auch die auf der linken Seite - in der Basis ist die zweite gegen Aufpreis erhältlich. Ebenfalls ab Werk ist in der zweiten Reihe eine asymmetrische geteilte Rückbank montiert, die ohne die Kopfstützen entfernen zu müssen umgeklappt werden kann. Die zusätzliche Dreier-Sitzbank für den langen Connect ist nur gegen Aufpreis an Bord.

Schicker Innenraum

Galerie: Erster Test Ford Tourneo ConnectFür mehr Wohlfühlambiente sorgt das aufgewertete Interieur: Der neue Armaturenträger stammt aus dem S-Max, das Lenkrad kommt vom Fiesta. Zwar erreichen Materialien und Verarbeitungsqualität nicht ganz Pkw-Niveau, wirken aber einer Familien-Kutsche entsprechend solide und robust. Zahlreiche Ablagen in Türen, Mittelkonsole und unterm Dach (optional) bieten Stauraum nicht nur für Kleinkram.

Seinen Nutzfahrzeug-Ursprung offenbart der Tourneo vor allem beim Thema Geräuschkomfort. Ab Tempo 80 wird‘s im Innenraum laut und auf der Autobahn verstehen die Fondpassagiere kaum mehr, was vorne gesprochen wird.  Daran ist zum einen die magere Dämmung schuld, zum anderen hält sich aber auch der Motor akustisch nicht zurück.

Zwei Leistungsstufen

Unter der Haube des Fronttrieblers werkelt ein 1,8-Liter-Common-Rail-Diesel - wahlweise mit 90 oder 110 PS und 220 beziehungsweise 250 Newtonmeter Drehmoment - jeweils in Kombination mit einem angenehm zu schaltenden Fünf-Gang-Getriebe. Wer häufiger mit mehreren Passagieren unterwegs ist, sollte auf jeden Fall zur stärkeren Version greifen. Zwar muss auch hier erst ein kleines Turboloch überwunden werden, doch legt sich der Vierzylinder als einziger dank variabler Turbinengeometrie schon unter 2.000 Touren kraftvoll ins Zeug und hat keinerlei Probleme den Eineinhalb-Tonner zu bewegen.

Das Beste: Das wuchtigere Drehmoment erlaubt eine niedertourige Gangart, was sich positiv auf den Verbrauch auswirkt. Laut EU-Norm braucht der 110-PS-Motor mit 6,0 gegenüber 6,4 Litern fast einen halben Liter weniger Diesel auf 100 Kilometer als sein schwächerer Bruder. Manko: Ein Partikelfilter ist ab Werk nicht verfügbar, kann aber für 740 Euro nachgerüstet werden.

Galerie: Erster Test Ford Tourneo ConnectRobuster Unterbau

Während der Connect vorne über Einzelradaufhängung mit McPherson-Federbeinen verfügt, verbaut Ford hinten eine robustere Starrachse mit Einzel- (kurzer Radstand) oder Mehrfachblattfedern (langer Radstand). Erfreulicherweise ist den Ingenieuren eine Abstimmung gelungen, die dem Fahrer den Eindruck vermittelt, er säße in einem Pkw und welche die Passagiere nicht zu sehr am Straßenzustand teilhaben lässt. Selbst die Kurzversion liegt schon unbeladen gut und sicher auf der Straße.

Wer auch mit dem Tourneo Connect Wert auf eine sportlichere Gangart legt, sollte das aufpreispflichtige ESP ordern (Serie für Limited-Ausstattung). Dann ist übrigens auch ein Überschlagsschutz sowie ein Berganfahr-Assistent mit an Bord. Letzterer hält den Bremsdruck an Steigungen nach dem Loslassen des Pedals noch zweieinhalb Sekunden aufrecht damit der Fahrer komfortabel anfahren kann.

Basis oder Trend

Galerie: Erster Test Ford Tourneo ConnectMit CD-Radio, elektrischen Fensterhebern vorn, höhen- und längenverstellbarer Lenksäule und Zentralverriegelung ist die ab 18.100 Euro teure Basisvariante sicher noch keine Luxus-Limousine. Schon ab der Trend-Linie (19.500 Euro) sind aber elektrisch einstellbare Außenspiegel, Klimaanlage, Nebelleuchten sowie die zweite Schiebetür mit an Bord.

Für den stärkeren Motor werden ebenso wie für den langen Radstand jeweils 1.200 Euro mehr fällig. Nur in der Kurzversion ist dagegen die Top-Ausstattung Limited (21.100 Euro) erhältlich, bei der das umfangreiche Ablagesystem, ein Bordcomputer, automatisch abblendender Innenspiegel, Lederlenkrad, Parksensoren hinten, Regensensor und ein 12-Volt-Anschluss im Fond zusätzlich zur Serienausstattung gehören.

Fazit

Wer mehr Wert auf „praktisch“ denn auf „komfortabel“ legt, ist mit dem Tourneo Connect bestens bedient. Er bietet viel Laderaum, viel Platz für Passagiere und einen ausreichend starken und sparsamen Motor zum günstigen Preis. Vergleichbare Familien-Vans auf Pkw-Basis liegen preislich einige Tausend Euro über dem zum Personentransporter umgebauten Nutzfahrzeug - und sind oft nicht so robust.

 
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