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Galerie: Erster Test Honda Civic Hybrid

Erster Test: Honda Civic Hybrid

Inkognito-Sparmobil

02.06.2006

Irgendwie seltsam. Herkömmliche Motorentechnik verpackt Honda im durch und durch futuristisch designten Schrägheck-Civic. Der zukunftsträchtige Hybridantrieb wird dagegen in einer vergleichsweise biederen Stufenheck-Variante versteckt. Der Grund dafür ist allerdings nachvollziehbar: Der Civic Hybrid wird weltweit verkauft, und die Kunden in den Hauptabsatzländern, allen voran die US-Käufer, stehen eben auf den präsenten Kofferraum. Ab sofort ist er auch in Deutschland erhältlich.

Den Hybrid-Aspekt beiseite gelassen, ist der Honda ein ganz normales Auto der Kompaktklasse. Er bietet ausreichend Platz für bis zu fünf Passagiere, wobei man vorne ausgesprochen gut auf kommod gepolsterten Sesseln sitzt. Der Kofferraum fast 350 Liter, soviel wie etwa ein VW Golf.

So lange die Zündung aus ist, kommt das Innenraumdesign ebenso unspektakulär daher wie die äußere Hülle. Grau in grau wirkt das übersichtlich gestaltete Armaturenbrett fast ein wenig trist. Aber nicht billig. Die Kunststoffoberflächen sind griffsympathisch und hochwertig gemasert.

Science Fiction light

Galerie: Erster Test Honda Civic HybridMit dem Dreh am Schlüssel kommt dann doch etwas Kino-Atmosphäre auf. Im zentralen Instrumententräger hinter dem formschönen Lenkrad flammt ein blaulichthinterlegter, großer Drehzahlmesser auf. Die digitale Geschwindigkeitsanzeige erscheint darüber in einem separaten Bildschirm.

Nun noch das Lenkrad in Position bringen (in Höhe und Tiefe verstellbar) und den Wählhebel auf D - schon kann es losgehen. Unter gleich bleibendem Brummen beschleunigt der Civic, das stufenlose CVT-Getriebe hält die Drehzahl - je nach Leistungsabfrage - weitgehend unverändert niedrig oder eben hoch. Die von herkömmlichen Schaltgetrieben gewohnte Auf-und-ab-Bewegung der Drehzahlnadel gibt es nicht.

…mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und…

Galerie: Erster Test Honda Civic HybridDer Vortrieb ist völlig ausreichend. Unter Last wird der 1,3-Liter-Vierzylinder vom Elektromotor unterstützt, wodurch insgesamt 115 PS zur Verfügung stehen. Bei voller Beschleunigung und damit anhaltend hoher Drehzahl klingt das Aggregat allerdings latent angestrengt. Den Hybrid-Käufer dürfte dies kaum tangieren, denn der will Spritsparen und wird damit keinen gesteigerten Wert auf Vollgasorgien legen.

Ohnehin passen moderate Geschwindigkeiten besser zum komfortabel gefederten Civic Hybrid. Auch die leichtgängige, aber durchaus zielgenaue Servolenkung lädt zu gemütlicher Fahrweise ein.

Sparen im Luxus

Sein größtes Sparpotential entwickelt der Civic Hybrid in der Stadt, da im Stand der Verbrennungsmotor automatisch abgeschaltet wird. Fließt der Verkehr weiter, wird der Vierzylinder beinahe unmerklich reaktiviert. Das und die E-Power-Unterstützung beim Beschleunigen sorgen für Glücksmomente an der Tankstelle. Den Durchschnittsverbrauch beziffert Honda mit 4,6 Liter Super je 100 Kilometer. In der Stadt soll der Civic Hybrid mit 5,2 Liter auskommen. Und selbst bei unseren flotten Landstraßenfahrten, wo der Hybrid-Effekt mit zunehmenden Geschwindigkeiten schwindet, blieb der Durchschnittsverbrauch bei unter sieben Litern.

Galerie: Erster Test Honda Civic Hybrid22.900 Euro verlangt Honda für den Civic Hybrid, womit der Stufenheck-Kompakte das derzeit günstigste Hybrid-Auto in Deutschland ist. Die Sicherheitsausstattung ist komplett, umfasst unter anderem ein Fahrstabilitätsprogramm (VSA), Airbags rundum, einen Bremsassistenten, aktive Kopfstützen vorne und Nebelscheinwerfer. Auch bei den serienmäßigen Komfortextras bleibt kein Wunsch offen: Klimaautomatik, Radio mit CD-Wechsel (6-fach; MP3-fähig), elektrische Fensterheber rundum, Bordcomputer, Tempomat, Leichtmetallfelgen - alles ist an Bord. Entsprechend kurz ist die Aufpreisliste, bestehend aus einer Lederausstattung (€ 1.350) und Metallic-Lack (€ 430). Ein Navigationsgerät ist allerdings nicht erhältlich.

Fazit

Der Honda Civic Hybrid tritt so unauffällig auf, dass man dahinter schon wieder eine Botschaft vermutet: „Hybrid? Na klar, ist doch ganz normal!“ Stimmt ja auch. Der Civic mit den kooperierenden Kraftquellen ist ein grundsolides Auto mit viel Platz und wenig Spielereien. Sonderlich flink ist er nicht, dafür ein Sparkünstler. Alles in allem erfüllt er also genau das, was man von ihm erwartet. Stellt sich nur die Frage, ob sich das deutsche Publikum für die biedere Stufenheck-Karosserie erwärmen kann.

 
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