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Galerie: Erster Test Honda Civic IMA

Erster Test: Honda Civic IMA

Mehr Saft, weniger Durst

17.10.2005

Der konservativ gezeichnete Civic IMA (Integrated Motor Assist) war ein Langweiler: Außer ein paar Leuchtdioden im Instrumententräger und der günstigen Spritrechnung (5 bis 7 Liter/100 km) hat der Fahrer gar nichts davon bemerkt, dass er in einem super modernen Hybridauto sitzt. Das soll jetzt anders werden. Dem Nachfolger hat Honda einen grimmigen Adlerblick spendiert. Außerdem darf der neue Honda sogar die Bezeichnung Hybrid im Namen tragen.

Herzstück ist der modifizierte Elektro-Benzinantrieb. Der 1,3-Liter i-VTEC verfügt über eine dreifach einstellbare Nockenwelle. Die Leistung stieg von 85 PS (IMA) auf 95 PS. Für weniger Verbrauch können die Ventile je nach Last und Drehzahl etwas länger oder kürzer geöffnet werden. Beim Anfahren und Beschleunigen wird der Verbrennungsmotor vom Elektroantrieb unterstützt. Dessen Zusatzleistung von 20 PS und 103 Newtonmeter ist mit seiner Aktivierung sofort abrufbar. Klasse: Bei langsamer, konstanter Fahrt kann der Civic alle vier Zylinder abschalten. Er läuft dann quasi zum Nulltarif - nur noch über den Elektromotor.

Technisch

Galerie: Erster Test Honda Civic IMADadurch, dass der Civic bei Tempo 70 km/h nur geringe Abrollgeräusche produziert, hören wir nur das leise Rauschen des Fahrtwinds. So haben wir uns ein Zukunftsauto vorgestellt. Die Energie für seine Batterien bezieht der Elektromotor über das dynamische Bremssystem. Immer, wenn wir vom Gas gehen oder bremsen, erzeugen wir über einen Generator Strom. Wie beim Dynamo am Fahrrad. Prinzipiell versucht der Civic stets über das Hybridsystem abzubremsen. Damit das gut funktioniert, wurde die Bremswirkung des Motors noch mal um zehn Prozent gesteigert. Erst wenn´s eng wird, setzt die konventionelle, hydraulische Bremswirkung ein. Bei längeren Ampel-Stopps schaltet sich der Motor automatisch ab.

Galerie: Erster Test Honda Civic IMAWer die Batterien laden und sparen will, lässt bei Bergabfahrt am besten den Fuß sanft auf der Bremse. Ungewohnt aber effektiv. Denn mit zartem Bremsfuß zeigt die Batterieleuchte im Cockpit die höchste Ladestufe an. Zum Anfahren reicht Gasgeben und der Benziner ist wieder da. Das Sparpotenzial ist gewaltig, Honda verspricht nur 4,6 Liter Super im Schnitt. Auf unserer ersten Rundtour zeigte der Bordcomputer 5,1 Liter an. Vorraussetzung ist aber, wir fahren nicht mit Bleifuß: Dann rennt der Civic ohne Elektrohilfe und ausschließlich mit Supersprit.

Bequem

Galerie: Erster Test Honda Civic IMADie Pendler wird´s freuen: Ab sofort ist die stufenlose Automatik beim Civic Hybrid serienmäßig. Das CVT-Getriebe erlaubt die variable Änderung der Übersetzung. Damit kann der Civic Hybrid über weite Geschwindigkeitsbereiche mit der gleichen Tourenzahl bewegt werden: Immer im Bereich des maximalen Drehmoments. Somit arbeitet das Hybridsystem dauernd im am besten nutzbaren Drehzahl. Was uns gut gefallen hat: Das CVT-Getriebe schaltet ohne jegliches Rucken. Nachteil ist das unangenehme Aufheulen des Motors beim Kickdown.  

Erfrischend

Und noch eine tolle Erfindung: Die Klimaanlage arbeit ebenfalls mit einem Hybrid-Kompressor. Somit muss die Klimaanlage nicht mehr ausgeschaltet sein, damit der Motorstopp beim Anhalten funktioniert. Denn der Elektromotor reicht aus, um die eingestellte Temperatur zu halten - analog dem heimischen Kühlschrank. Vorausgesetzt natürlich, die Akkus haben genug Saft.

Galerie: Erster Test Honda Civic IMADer Innenraum hat eindeutig gewonnen. Die Beigen Velourssitze fühlen sich toll an, Aluminium und hochwertige Oberflächen versüßen den Spaß am Sparen. Das farbenfrohe Digitalcockpit ist jedoch Geschmackssache. Zumindest animiert uns die Hybridanzeige zu ungewöhnlich ökonomischer Fahrweise. Es wird fast zur Sucht, die Nickel-Metallhydrid-Batterien nur mit Fußtechnik zum Aufladen zu bewegen.

Fazit

Trotz unserer Begeisterung für den neuen Civic: Einen Pferdefuß gibt es dann doch. Wie den alten IMA wird es auch den neuen Civic Hybrid wohl nur mit Stufenheck geben. Der futuristische Fünftürer wird nicht mit Hybrid-Technik erhältlich sein. Ein Tribut an den Hauptmarkt USA. Dort liebt man zwar die Hybridtechnik, aber keine Fließheckautos. Schade eigentlich. Alternativ könnte uns Honda doch den amerikanischen Honda Accord Hybrid (wurde 2005 eingeführt) nach Deutschland holen. Der hat einen 255 PS starken V6 und verbraucht nur sieben Liter je 100 Kilometer.

Galerie: Erster Test Honda Civic IMA

 
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