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Galerie: Erster Test Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WD

Erster Test: Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WD

Der Schmeichler

06.09.2012

Seine Innovations-Zyklen sind kurz: Nach der in Deutschland 1997 gestarteten ersten CR-V-Generation ließ Honda in nur wenigen Jahren die sich stark wandelnden Generationen zwei und drei folgen. Jetzt steht die vierte Auflage in den Startlöchern, die wiederum in vielen Details verfeinert als technisch hochgerüsteter und alltagstauglicher Komfort-Lastesel den Fahrgästen in vielfacher Weise schmeicheln kann.

Allein schon optisch macht die im November 2012 startende Neuauflage einiges her. Der mehr nach Kombi als Geländewagen anmutende Japaner ist eine schnittige und eigenständige Erscheinung. Wirkte der Vorgänger aus manchem Blickwinkel noch etwas pummelig, steht der neue CR-V gespannter und selbstbewusster da.

Prominent ist die betont breit wirkende Front, bei der ein großdimensionierter Kühlergrill von technisch hochwertig wirkenden Scheinwerfern mit serienmäßigen LED-Tagfahrleuchten flankiert wird. Bei den Hauptscheinwerfern kommen serienmäßig Halogen-Projektions- oder optional Xenon-Scheinwerfer zum Einsatz.

Wohnlich und geräumig

Galerie: Erster Test Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WDEbenfalls technische Finesse vermittelt der nicht minder ansehnliche Innenraum. Materialwahl und Verarbeitung schmeicheln optisch wie haptisch, und findet sich der Fahrer sofort wunderbar zurecht. Obwohl mit vielen Funktionen und Technik-Helfern gesegnet, präsentiert sich der Arbeitsplatz der von uns getesteten Top-Ausstattung cbersichtlich und angenehm aufgeräumt.

Besonders hervortun kann sich der im englischen Swindon produzierte, nunmehr 4,57 Meter lange Honda-SUV außerdem durch sein großzügiges Platzangebot: Vorne wie hinten haben selbst größere Insassen trotz des die Kopffreiheit einschränkenden Panoramadachs noch Luft nach oben. Im Fond sitzen die Passagiere zudem mit großzügiger Beinfreiheit, zumal hier trotz Allradantrieb kein störender Kardantunnel den Fußraum einengt.

Das klappt super

Galerie: Erster Test Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WDUnd dieser Umstand verhilft der 4x4-Allzweckwaffe zu einer eindrucksvollen Stauraumausbeute: Allein der Kofferraum kann standardmäßig fast 600 Liter aufnehmen und gestaltet sich das Einladen dank einer niedrigen Ladekante zudem noch recht mühelos, zumal die Heckklappe optional über einen elektrischen Öffnungs- und Schließmechanismus verfügt. Wer sich allerdings am offenen Kofferraum bewegt, sollte auf sein Haupt achten, denn über 1,75 Meter große Personen laufen hier Gefahr, sich den Kopf zu stoßen.

Noch imposanter ist die Erweiterung des Gepäckabteils, denn hier hat sich Honda wieder einmal eine besonders clevere Umklapp-Choreographie erdacht. Direkt an der Rückbanklehne oder alternativ über eine Textilschlaufe oder besonders praktisch über Hebel in der Kofferrauminnenseite kann man den Stauraum mit einem Handgriff maximieren. Der besondere Trick: Die Sitzfläche klappt automatisch nach vorne, die Kopfstützen runter und legt sich parallel die Rückbanklehne erstaunlich flach nach vorne. Wenn auch nicht topfeben, ist die maximale Raumausbeute mit 1.669 Liter dennoch referenzverdächtig. Zu unserem Verblüffen ließen sich im CR-V problemlos drei Mountainbikes einladen und konnten gleichzeitig drei Passagiere mitreisen.

Angenehmer Gleiter

Galerie: Erster Test Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WDDem Reisen auch auf längeren Strecken bietet sich der Honda CR-V als ein besonders kompetenter Partner an. Für Behaglichkeit sorgen neben dem guten Platzangebot noch ein angenehm geschmeidig federndes Fahrwerk, ein geringes Geräuschniveau und ein kultivierter Dieselmotor, der zudem mit homogener Leistungsentfaltung und zeitgemäßer Effizienz punktet.

Kombinierbar ist das 150 PS und 350 Newtonmeter leistende Aggregat mit einer wunderbar flutschenden Sechs-Gang-Handschaltung oder alternativ mit einer etwas veraltet anmutenden Fünf-Gang-Wandlerautomatik. Trotz der lediglich fünf Übersetzungsstufen harmoniert das selbst schaltende Getriebe in dennoch überzeugender Weise mit dem bulligen Diesel. Bei der Endgeschwindigkeit liegen beide Versionen mit maximal 190 km/h gleich auf, während beim Standardsprint auf den 9,7 Sekunden des Handschalters die Automatik-Version fast eine Sekunde verliert. Exakt einen Liter höher ist zudem der Verbrauch, während beim manuellen Getriebe bemerkenswert bescheidene 5,6 Liter angesagt sind. Praktisch lag der Spritkonsum laut Bordcomputer um lediglich 0,7 Liter darüber.

Neuer Allrad

Galerie: Erster Test Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WDNeben einer Start-Stopp-Automatik und aerodynamischer Optimierungen sollen laut Honda vor allem innermotorische Minimierungen von Reibungsverlusten für den im Vergleich zum Vorgänger deutlich gesenkten Spritkonsum verantwortlich sein. Ebenfalls der Effizienz zuträglich ist das in Kombination mit dem Dieselmotor stets serienmäßige, völlig neue Allradsystem. Hierbei handelt es sich um einen deutlich leichteren, schneller reagierenden und vorausdenkenden Verteilungsmechanismus, der mit der Kraft 100 Prozent variabel zwischen den Achsen jongliert. Während beim Vorgänger-Modell erst nach dem Entstehen von Schlupf die Kraftverteilung zwischen den Achsen angepasst wird, kann das neue System bereits in einigen Situationen, zum Beispiel beim Anfahren, vorausschauend das Momentenspiel zwischen den Achsen so organisieren, das gar nicht erst Schlupf entsteht.

Entsprechend kann man mit dem zwischen 1.653 und 1.806 Kilogramm schweren CR-V doch erstaunlich behände, ohne nennenswerte Antriebseinflüsse auf die Lenkung und ohne scharrende Räder leichtfüßig auf mäandernden Landstraßen dem gehobenen Kurvenspaß frönen. Da kommt durchaus Freude auf, denn die Karosserie bleibt trotz einer bemerkenswert komfortablen Abtimmung angenehm aufrecht, folgt das Fahrzeug den Lenkbefehlen annähernd so, wie sich der Fahrer dies vorausschauend erdenkt.

Technische Daten
 
Marke und Modell   Honda CR-V 2.2 i-DTEC
Version / Ausstattung   4WD
Motor    
Hubraum (ccm) / Bauart   2.199 / R4-Diesel
Leistung (kW / PS)   110 / 150
Drehmoment (Nm) / Umdrehungen   350 / 2.000
Antriebsart   permanenter Allradantrieb
Getriebeart   manuelles Sechs-Gang-Getriebe
Abmessung und Gewicht    
Länge/Breite/Höhe (mm)   4.570 / 2.096 / 1.685
Radstand (mm)   2.630
Wendekreis (m)   11,8
Leergewicht (kg)   1.653 - 1.753
Kofferraum (Liter)   589 - 1.669
Bereifung Testwagen   225/65 R 17
Verbrauch    
Krafstoffart   Diesel
Kombiniert laut Werk (l/100km)   5,6
CO2-Emissionen (g/km) / Abgasnorm   149 / Euro 5
AS24-Verbrauch (l/100km)   k.A.
Fahrleistungen    
Werksangabe 0-100km/h (s)   9,7
AS24-Sprint 0-100km/h (s)   k.A.
AS24-Bremstest 100-0km/h (m)   k.A.
Höchstgeschwindigkeit (km/h)   190
Preise    
ab (Euro)   k.A.
Empfohlene Extras   k.A.
 
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Trutzburg

Galerie: Erster Test Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WDWer’s übertreibt, wird von dem Honda-eigenen Schleuderschutz VSA mit sanften Bremskorrekturen auf Kurs gehalten, was ein zwar wichtiger aber nur kleiner Baustein des umfassenden Sicherheitskonzeptes ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann den CR-V dank ABS mit Emergency-Stopp, Anhängerstabilisierungsprogramm, Spurhalteassistent, Kollisionswarnsystem oder Schleudertraumaschutz zu einer automobiler Trutzburg, die auch passiv mit reichlich Airbags, Gurtstraffern und crashoptimierter Karosserie wohl ein Fünf-Sterne-Ergebnis beim EuroNCAP einfahren dürfte.

Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe von Annehmlichkeiten, mit denen sich der CR-V gegen Aufpreis zudem noch zu einer durchaus stattlichen Luxus-Limousine ausstatten lässt. Höhepunkte sind hier ein Abstandstempomat, Super-Navi, Ledersitze, Standheizung, Klimaautomatik oder die sich elektrisch öffnende und schließende Heckklappe.

Wie teuer dieser Spaß sein kann, wird Honda erst Ende September 2012 auf dem Pariser Autosalon verraten. Bisher lag der Einstieg in die CR-V-Welt bei 27.000 Euro. Erfreulich: Dank einer neuen Basisversion, die in Kombination mit dem 155 PS starken Zwei-Liter-Benziner als reiner Fronttriebler angeboten wird, dürfte der künftige Einstiegspreis sinken. Als Diesel mit Automatik in der Top-Ausstattung Executive wird sich das obere Limit vermutlich sich nahe der 40.000-Euro-Marke bewegen. Wirklich bewerten lässt sich die vierte CR-V-Generation allerdings erst mit der Bekanntgabe der offiziellen Preisstruktur.

 
Fazit

Mario Hommen

Erstaunlich kurz getaktet und mit deutlichen Innovationssschüben hat Honda in 15 Jahren vier CR-V-Generationen in den deutschen Markt gebracht. Der jüngste Streich konnte uns bei einer ersten Ausfahrt in vielfacher Weise überzeugen. So handelt es sich bei dem leicht hochbeinigen Familienkombi außen wie innen um eine angenehme Erscheinung. Ganz objektiv vermag der CR-V zudem mit einem cleveren Packaging punkten, welches neben einer guten Raumausbeute noch einen besonders cleveren Umklappmechanismus für die Rückbank bietet.

Darüber hinaus zeichnet sich der neue CR-V durch ein angenehm komfortables Fahrwerk, eine umfangreiche Sicherheitsausstattung, einen effizienten und geschmeidigen Dieselantrieb sowie durch ein allgemein geringes Geräuschniveau aus. Sollte sich Honda dann noch für eine konkurrenzfähige Preisansage entscheiden, könnte die vierte Generation die CR-V-Erfolgsgeschichte nahtlos fortführen.
 
 

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