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Galerie: Erster Test Honda CR-V

Erster Test: Honda CR-V

Crash-Vermeider

21.11.2006

Früher ist ein Auto gefahren, mehr nicht. Doch heute führen die Fahrzeuge ein Eigenleben. Sie denken mit und unterstützen den Fahrer, wo sie können. Mit dem präventiven Fahrerassistenzsystem CMBS hat Honda als erster im Segment der Kompakt-SUV ein System im Angebot, das einen drohenden Crash erkennt und zu vermeiden versucht.

In Sachen Sicherheit fährt Honda ganz vorne mit. ESP (hier VSA genannt), ein Anhänger-Stabilisierungsprogramm und rundum Airbags sind Serie. Auf Wunsch gibt es einen Abstands-Tempomat sowie das präventive Fahrerassistenz-System CMBS.

Nicht zu übersehen

Galerie: Erster Test Honda CR-VDas Collision-Mitigation-Break-System erkennt die Zeit bis zum Aufprall auf ein langsameres, vorneweg fahrendes Fahrzeug. Bleiben nur noch drei Sekunden bis zum Crash wird der Fahrer durch einen Piepton gewarnt. Bei zwei Sekunden wird zusätzlich der Fahrergurt angezogen und das Fahrzeug bremst automatisch leicht ab.

Ignoriert der Fahrer die beiden Maßnahmen und es bleibt nur noch eine Sekunde bis zum Crash, werden Fahrer- und Beifahrergurt gestraft, um die Insassen zu schützen. Das System tritt stärker in die Bremsen um die Aufprallenergie so weit wie möglich zu reduzieren. Unser Test hat gezeigt: Es ist kaum möglich, die ersten beiden Warnungen zu übersehen. Vor allem der Gefahr durch Sekundenschlaf soll, so Honda, damit entgegengewirkt werden.

Erste Reihe bevorzugt

Galerie: Erster Test Honda CR-VÜberraschend ist, dass der neue CR-V elf Zentimeter kürzer ist als sein Vorgänger. Während die ersten beiden Generationen das Ersatzrad jedoch an der Hecktür trugen, ist es beim Neuen im Kofferraumboden integriert. Als Zugeständnis an den europäischen Markt hat das neue Modell auch eine konventionelle Heckklappe und keine Tür diese war beim Beladen immer im Weg.

Trotz Reserverad bietet der Kofferraum praktische 524 Liter; klappt man die verschiebbare Rückbank komplett um, fasst das Gepäckabteil 955 Liter. Der Sitzkomfort in der zweiten Reihe ist ausreichend, aber nicht überragend. Die coupéhafte Fensterfläche behindert die Sicht nach draußen. Vor allem für größere Passagiere sind die Sitze zu tief und bieten zu wenig Schenkelauflage.

Galerie: Erster Test Honda CR-VLetztgenanntes Problem besteht auch in der ersten Reihe. Abgesehen davon bietet das Mobiliar keinen Grund zur Beanstandung. Ausreichend Seitenhalt und angenehm straffe Polster sorgen für Langstreckenkomfort. Einen großen Teil zum Wohlfühl-Ambiente trägt die sehr gute Verarbeitung der angemessenen Materialien bei.

Straßen-SUV

Honda hat den CR-V bewusst auf die Straße verfrachtet, ins Gelände sollte man sich nicht unbedingt wagen. Zwar verfügt der neue serienmäßig über den DPS-Allrad (steht für Dual-Pump-System), das mit einer hydraulischen Lamellenkupplung arbeitet und nur im Bedarfsfall die Kraft an die Hinterräder schickt. Doch die gesamte Auslegung sagt: Ich gehöre auf der Straße.

Galerie: Erster Test Honda CR-VOnroad überzeugt der CR-V mit guten Handlingeigenschaften. Das straffe Fahrwerk gleicht in Kurven den hohen Aufbau aus, gibt aber naturgemäß Unebenheiten unverblümt an die Passagiere weiter. Die Lenkung arbeitet angenehm direkt und genau und vermittelt dem Fahrer guten Kontakt zur Straße.

Einfache Entscheidung

Um den Käufern die Wahl zu vereinfachen, beschränkt sich Honda, wohlweislich größter Motorenhersteller der Welt, auf zwei Antriebsvarianten. Der 2,2-Liter-Diesel stammt aus dem Vorgänger und wurde unverändert übernommen.

Galerie: Erster Test Honda CR-VDas Aggregat verfügt mit 140 PS und 340 Newtonmeter Drehmoment bei 2.000 Touren über ausreichend Kraft, um den 1,6 Tonnen schweren CR-V zu bewegen. Die Gasannahme könnte, wie auch beim Benziner, etwas direkter sein. Dafür kommt der Selbstzünder fast ohne Turboloch in die Gänge und verbraucht im Durchschnitt nur 6,5 Liter auf 100 Kilometer. Serienmäßig kommt der Diesel mit einem leichtgängigen und gut geführten Sechsgang-Getriebe. Ein Partikelfilter ist Standard.

Sparsamer Otto

Auf der Benziner-Seite steht ein neu entwickelter 2.0 i-VTEC zur Verfügung. Das serienmäßige manuelle Getriebe kann gegen Aufpreis durch eine Fünf-Stufenautomatik ersetzt werden. Mit 150 PS und 192 Newtonmeter ist der CR-V auch mit dem Ottomotor gut gerüstet. In Sachen Durchzug kann er dem Selbstzünder naturgemäß nicht das Wasser reichen. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 8,1 Litern Normalbenzin ist er aber angenehm sparsam.

Erhältlich ist der CR-V in drei Ausstattungslinien. Der Benziner in der Basisversion ist ab 26.950 Euro zu haben, für den Diesel werden mindestens 29.400 Euro fällig. Die Top-Version Executive mit unter anderem elektrischer Sitzverstellung, Klimaautomatik und Panoramaglasdach steht ab 32.450 Euro (Benziner) beziehungsweise 34.900 Euro (Diesel) in der Preisliste.

Fazit

Wer keinen allzu hohen Anspruch an Geländetauglichkeit hat, ist mit dem CR-V gut bedient. Die Vorzüge eines SUV im Straßenverkehr - zum Beispiel die höhere Sitzposition für leichtes Ein- und Aussteigen und gute Rundumsicht - bringt er mit. Die Motoren reichen für den Standardbetrieb allemal aus und sind erfreulich sparsam.

 
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