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Galerie: Erster Test Hyundai i10 Facelift

Erster Test: Hyundai i10 Facelift

Frischer Frauenflitzer

23.02.2011

Frauen, Familien und aktive Senioren zählen zur Zielgruppe des Hyundai i10, die dieser ab sofort leicht überarbeitet umgarnt. Der Diesel wurde aus dem Programm genommen, als einer von wenigen Herstellern bietet Hyundai seinen Kleinwagen allerdings weiterhin auch mit einer Automatik an - im Stadtverkehr nicht die schlechteste Wahl.

Ganz sanft wurde das Design des mit 3,59 Metern ausgesprochen parklückenfreundlichen, nichtsdestotrotz aber durchaus geräumigen i10 angefasst. Der neue Hexagonal-Kühlergrill rückt ihn optisch näher an seine größeren Brüder, Scheinwerfer und Rückleuchten erfuhren marginale Retuschen. Das ab sofort gesetzlich vorgeschriebene Tagfahrlicht bei allen neuen Modellen hat der i10 übrigens nicht; ein Facelift zählt nicht als neues Auto. Innen gibt es nun blau beleuchtete Instrumente und der Drehzahlmesser ist Serie.

Kein Diesel mehr

Galerie: Erster Test Hyundai i10 FaceliftAusgemistet haben die Südkoreaner im Zuge der Modellpflege das Motorenprogramm: Bislang gab es einen Diesel, der mangels Nachfrage gestrichen wurde; im vergangenen Jahr fanden sich unter 16.703 zugelassenen i10 gerade mal 25 Diesel. Und eigentlich könnte Hyundai auch den größeren der beiden verbliebenen Benziner streichen; im Angebot sind ein 1.1 und ein 1.2, wobei sich für den Basis-Motor bis zu 80 Prozent der Kunden entscheiden sollen.

Zu Recht, wie unsere erste Ausfahrt mit dem leicht überarbeiteten Vier-Zylinder offenbarte. Mit 69 PS leistet das 1,1 Liter große Triebwerk marginale zwei PS mehr als vorher; 99 Newtonmeter Drehmoment stehen bei 4.500 Umdrehungen zur Verfügung. Das verspricht beileibe keinen grandiosen Durchzug, doch macht das Triebwerk diesen Mangel durch ausgesprochene Drehfreude wieder wett und tritt der i10 an der Ampel, auch dank des kurz übersetzen ersten Gang des manuellen Fünf-Gang-Getriebes, flott an.

Kein Unterschied in der Stadt

Galerie: Erster Test Hyundai i10 FaceliftDer Standardsprint ist zwar erst nach 15 Sekunden absolviert, doch werden die wenigsten i10 die Stadtgrenzen jemals verlassen. Und tun sie es doch, reichen die 156 km/h Höchstgeschwindigkeit auch für gelegentliche Überlandstrecken aus. Der größere 1,2-Liter-Benziner leistet mit 86 PS zwar einiges mehr und schafft den Sprint auf Tempo 100 in nur 12,2 Sekunden; spürbar flotter ist er im Stadtverkehr allerdings nicht.

Dafür kostet er ausstattungsbereinigt immerhin 600 Euro mehr und ist in der Basis-Version gar nicht erhältlich, was dem 1.1  am Ende einen Preisvorteil von 2.000 Euro sichert. Durchaus ein Grund, zum Kleineren zu greifen, denn gehobene Ausstattung zählt bei dem oft als Zweit- oder gar Drittwagen genutzten i10 häufig nicht als Kaufgrund.

Vielmehr dürften sich manche Kunden wegen einer Option für den Hyundai entscheiden, die im Kleinwagensegment eher unüblich ist.

Mit Automatik

Galerie: Erster Test Hyundai i10 FaceliftDie Koreaner bieten nämlich weiterhin eine Vier-Stufen-Wandlerautomatik für beide Motorovarianten an, deren Komfort gerade in der Stadt ein überzeugendes Argument sein kann. Zwar raubt der 1.090 Euro teure, technisch antiquierte Automat den Triebwerken den letzten Hauch von Temperament und verlängert er die Sprintzeit um zwei Sekunden, während gleichzeitig die Höchstgeschwindigkeit um fast zehn km/h sinkt. Doch ist dies ein Tod, den man durchaus sterben kann, wenn man seine täglichen Besorgungen ohnehin nur zwischen Supermarkt, Kindergarten und Kreisverwaltungsreferat erledigt und dafür den Komfort genießen mag, nicht selbst schalten zu müssen; oder ohnehin mit dem hektischen Verkehr in der Stadt überfordert ist.

Der größere Wehrmutstropfen dürfte eher der erhöhte Verbrauch sein, den die Automatik mit sich bringt. Ist der Hyundai i10 nach der Frischekur mit 4,7 (1.1) und 4,6 (1.2) Litern Durchschnittsverbrauch zwar bis zu 0,4 Liter sparsamer als vorher, aber immer noch kein Knauserer, so steigt der Konsum durch den Verzicht aufs Selberschalten nochmal um gut einen Liter an.

ESP nur gegen Aufpreis

Galerie: Erster Test Hyundai i10 FaceliftSchade ist, dass der wendige, straff gefederte Hyundai i10 zwar mit ESP ausgestattet werden kann, dies allerdings nicht serienmäßig ist. 890 Euro verlangen die Koreaner dafür extra; doch sollte der elektronische Helfer unbedingt an Bord sein, selbst wenn der Wagen ausschließlich in der Stadt unterwegs ist. Immerhin begründet Hyundai den Verzicht auf die Serienausstattung offenherzig mit der Kostenfrage und laviert nicht lange herum.

Neben dem ESP und der Automatik finden sich in der Preisliste nur noch eine Klimaanlage (890 Euro) und diverse Metallic-Lacke (330 Euro) als Optionen. Ein Radio gibt es nur in der besseren Style-Linie, die 10.290 Euro teure Basis hat aber eine Vorbereitung an Bord. Vorbehalten sind dem Top-Modell dagegen elektrische Fensterheber sowie elektrisch einstellbare Außenspiegel, Nebelleuchten und der höhenverstellbare Fahrersitz. Verzichtbare Extras, wenn sich dadurch beim Motor 2.000 Euro sparen lassen.

Fazit

Viel hat Hyundai nicht verändert, doch waren große Überarbeitungen auch nicht nötig. Der i10 ist ein solider, ordentlich verarbeiteter Kleinwagen, der seine Aufgaben – vor allem für Mobilität in der Stadt zu sorgen – tadellos erfüllt. Und mit der Automatik hat Hyundai eine Option im Angebot, die den i10 von den Mitbewerbern abhebt und ihn nicht zuletzt auch deswegen für den ein oder anderen Kunden durchaus zur ersten Wahl macht.

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