Drucken Weiterempfehlen   Twitter
 
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
Galerie: Erster Test Hyundai i20 Facelift

Erster Test: Hyundai i20 Facelift

Frühjahrsputz bei Hyundai

06.06.2018

Der i20 spielt in Hyundais Fahrzeugprogramm eine wichtige Rolle: Jedes fünfte hierzulande verkaufte Auto der Koreaner ist einer der Kleinwagen! Wie die Nummer im Namen schon andeutet, nimmt er den Platz zwischen dem Kleinstwagen i10 und dem Kompakten i30 ein und muss sich auf dem Markt gegen VW Polo, Seat Ibiza, Ford Fiesta und Co. durchsetzen. Nachdem viele seiner Mittbewerber in letzter Zeit ihr Alternativprodukt verjüngt haben, zieht nun auch Hyundai mit einem Facelift nach.

Zu Erkennen ist der überarbeitete i20 vor allem von hinten, das Nummernschild ist nun an der Heckklappe angebracht – beim Vorgänger war es unten am Stoßfänger; zudem wurden auch die LED-Rückleuchten feingeschliffen. An der Front trägt der Kleinwagen nun den modelltypischen Kaskaden-Grill, das Dach lässt sich auf Wunsch in einer anderen Farbe ordern. Alles in allem gilt aber: Die Designer sind eher sparsam mit den Veränderungen am vier Meter langen i20 ums Eck gekommen.

Kein Diesel, kein Dreitürer

Galerie: Erster Test Hyundai i20 FaceliftWie die meisten seiner Nebenbuhler gab es den Hyundai i20 bislang mit drei und fünf Türen, doch den hochtrabend Coupé genannten Dreitürer stellen die Koreaner mangels Nachfrage ein. Die abenteuerlustige Ausgabe mit Plasteplanken – Hyundai nennt sie, wie auch Ford beim Fiesta „Active“ – bleibt weiterhin im Programm. Ebenfalls gestrichen wird der Diesel: Ob die Koreaner es nicht schaffen, den Selbstzünder Euro 6d-Temp-konform zu bauen, sei dahingestellt. Das ist aber auch nicht das Ziel, welches sich die Südkoreaner auf die Fahne geschrieben haben: Bis 2021 will Hyundai lieber 15 neue alternative Antriebe anbieten. Im i20 ist davon freilich noch nichts zu haben; die vier angebotenen Benziner erfüllen aber schon jetzt die ab September vorgeschrieben, neuen Abgas-Vorschriften.

Galerie: Erster Test Hyundai i20 FaceliftEinstiegs-Motor bleibt der 1,2-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit 75 PS. Nach 13,6 Sekunden erreicht er Landstraßentempo, fährt 160 km/h an der Spitze und begnügt sich nach WLTP-Messverfahren mit 5,8 Liter Benzin. Mindestens 12.800 Euro werden für ihn fällig, damit liegt er auf dem Preis-Niveau des Ford Fiesta mit 70 PS. Wer ein wenig mehr Leistung möchte, kann diesen Motor auch als 84-PS-Version ordern. Die benötigt zum knacken der 100 km/h Marke knapp eine Sekunde weniger als sein schwächerer Bruder und legt an der Spitze noch mal 10 km/h zu – der Verbrauch hingegen bleibt gleich. Preise für die neun extra PS nennt Hyundai bislang aber noch nicht.

Erstmals mit Doppelkupplung

Stärker, schneller und genügsamer sind die beiden turbogeladenen Einliter-Dreizylinder-Ottos mit 100 PS respektive 120 PS und Partikelfilter, die sich laut Hersteller mit gut fünf Litern auf 100 Kilometer im Alltag bewegen lassen. Auch hier gibt es noch keine Preise, doch dürfte der 100-PS-i20 wohl rund 17.000 Euro kosten. Bis auf das Spitzen-Modell kommen alle Motoren ab Werk mit einem Fünf-Gang-Handschalter, die 120-PS-Version hat eine Übersetzung mehr. Allerdings muss man sich beim händischen Gangwechsel auf recht lange Schaltwege einstellen.

Galerie: Erster Test Hyundai i20 FaceliftHier schafft Hyundai jetzt Abhilfe: Für die Ein-Liter-Modelle gibt es ein Siebengang-Doppelkupplungs-Getriebe, das die deutlich komfortablere Wahl ist. Apropos Komfort: Obwohl das Fahrwerk des Kompakten überraschend straff ausgelegt ist, ist er nicht unbequem. Zu der sportlichen Abstimmung passt auch die griffige, direkte Lenkung, die ohne Umschweife jeden Richtungsbefehl umsetzt.

Bessere Sicherheits-Ausstattung

Galerie: Erster Test Hyundai i20 FaceliftNachgebessert hat Hyundai beim Thema Sicherheit: Neben City-Notbremsfunktion, Müdigkeitswarner und Fernlichtassistent ist auch ein aktiver Spurhalteassistent in die Preisliste gewandert, der den i20 in der Mitte der Fahrbahn hält und gegebenenfalls durch Lenkeingriffe das Fahrzeug wieder auf Kurs bringt. Doch werd diese Helferlein möchte, muss ordentlich in die Tasche greifen. Serienmäßig sind sie nämlich nur in der teuersten Ausstattungslinie Style enthalten, in den darunter angesiedelten Versionen bekommt man sie nur gegen Aufpreis – oder gar nicht.

In der höheren Preisklasse ist außerdem ein 7-Zoll-Navi-Infotainment-System Serie, das auch Apple CarPlay und Android Auto unterstützt. Sonst gibt es den Hyundai i20 mit 3,8 oder fünf Zoll großem Monochrom-Display. Wer die neueste Technik und maximalen Komfort will, muss also mit rund 20.000 Euro rechnen – das ist nicht wenig, aber immer noch günstiger als die Tarife die VW oder Ford aufrufen.

 
Fazit

Jan Menno Schmidt

Mit dem i20 hat Hyundai eine attraktive Alternative zu VW Polo und Co. im Angebot, die auch preislich interessant ist. Zwar ist der Koreaner vollbepackt auch kein Schnäppchen, die Tarife der Mitbewerber unterbietet er aber immer noch. Technisch hat er mit dem Facelift gut aufgeholt, vor allem die verbesserte Sicherheitsausstattung und das umfangreichere Infotainment-Angebot verdienen Pluspunkte. Dass Dreitürer und Diesel aus dem Programm geflogen sind, ist verschmerzbar; die spritzigen Einliter-Dreizylinder mit Doppelkupplung sind ohnehin die bessere Wahl.
 
 

Gebrauchtwagen-Kaufberater

Sie suchen einen Gebrauchten? Unsere Kaufberater sagen Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Traumwagen achten müssen.

Suche nach Angeboten

Marke
Model
Fahrzeugrückruf
Hier verpassen Sie keinen Rückruf vom Hersteller mehr. Wir informieren Sie sofort per E-Mail.
Zum Rückrufservice

Frage der Woche

ServiceWelten

Sicherheit online

Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrug und unseriösen Angeboten.
Surfen Sie sicher mit unseren Tipps.