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Galerie: Erster Test Hyundai i30

Erster Test: Hyundai i30

Der gemütliche Golf

28.04.2017

Am Volkswagen Golf wollen sich viele Hersteller mit ihren Fahrzeugen messen. Das gelingt dem einen mehr, dem anderen weniger. Einer der Neuesten im Rennen um Platz 1: der Hyundai i30. Die nunmehr dritte Generation ist deutlich näher an den Klassenprimus herangerückt – allerdings auch bei den Preisen. Es werden circa 1.300 Euro mehr für die Einstiegsversion fällig als bisher!

Mehr Auto für mehr Geld, lautet die Devise. In der Länge (4,34 Meter) ist der Hyundai i30 um vier Zentimeter gewachsen, und hat eineinhalb Zentimeter in der Breite (1,80 Meter) zugelegt. Das klingt nach nicht viel, verschafft aber deutlich mehr Platz im Innenraum und im Gepäckabteil (395 – 1.301 Liter). Doch der hinzugewonnene Platz alleine rechtfertigt noch nicht den neuen Einstiegspreis.

Neue Standards

Galerie: Erster Test Hyundai i30Dazu kommen eine nochmal bessere Verarbeitung und eine deutlich umfangreichere Ausstattung – vor allem im Sicherheitsbereich: Neben Fernlicht-, Spurhalte- und Aufmerksamkeits-Assistent ist auch die City-Notbremsfunktion (bis 75 km/h) immer an Bord. Der neue Technikstandard ist schlussendlich auch dafür verantwortlich, dass der neue Hyundai i30 ab 17.450 Euro beim Händler steht. Dass es dabei in der Regel nicht bleibt, versteht sich von selbst. Die meisten Kunden ordern ihren Golf-Gegner in den höheren Ausstattungsvarianten Trend oder Style.

Galerie: Erster Test Hyundai i30Die dritthöchste Ausstattungslinie Trend kommt mit Annehmlichkeiten wie beheiztem Lenkrad, Sitzheizung und elektrischen Fensterhebern und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen vorgefahren. Wer noch mehr Wert auf Auftreten und Komfort legt, kommt mit der Style-Version auf seine Kosten: Dann gibt es neben einer Rückfahrkamera, LED-Rückleuchten, Klimaanlage, Navi-Infotainmentsystem mit 5-Zoll-Bildschirm und induktiver Ladeschale fürs Smartphone auch ein bisschen Chrom-Chi-Chi für den Kühlergrill. Helfer zum Erkennen von Verkehrsteilnehmern im toten Winkel, Querverkehrwarner oder Verkehrszeichenerkennung gibt es ebenfalls – optional, oder mit der höchsten Ausstattungsvariante Premium.

Gemütlich unterwegs

Galerie: Erster Test Hyundai i30Neuster Antriebs-Star im Hyundai i30 ist ein 140 PS starker Benziner. Der 1,4-Liter-Motor ist der zur Zeit stärkste im Portfolio, zwei 2,0-Liter-Antriebe mit 250 PS und 275 PS werden aber noch folgen. Sogar eine flotte Performance-Variante mit 300 PS ist in Aussicht. Doch zurück zum anfangs erwähnten Brot-und-Butter-Triebwerk: 242 Newtonmeter Drehmoment liegen schon bei 1.500 Umdrehungen an und sorgen für ordentliches Vorankommen; die 100-km/h-Marke fällt nach 8,9 Sekunden. Ordert man die 140-PS-Leistungsstufe mit Siebengang-DSG, geht es ein wenig gemütlicher voran und Landstraßentempo wird nach 9,2 Sekunden erreicht.

Galerie: Erster Test Hyundai i30Laut Datenblatt soll sich der Otto mit 5,4 Liter Sprit zufrieden geben, während unserer Ausfahrt lag der Durchschnittsverbrauch bei akzeptablen 6,9 Liter. Wer sich mit weniger Leistung zufriedengeben kann, für den hält Hyundai noch einen 100 PS und 120 PS starken Benziner bereit; Selbstzünder-Fans können aus zwei 1,6-Liter-Motoren mit 110 PS respektive 136 PS wählen.

  • Technische Daten – Hyundai i30

Länge: 4,34 Meter, Breite: 1,80 Meter (Breite mit Außenspiegeln: k.A.), Höhe: 1,46 Meter, Radstand: 2,65 Meter, Kofferraumvolumen: 395-1.301 Liter

Benziner:

1,4-Liter-Benziner, Sechsgang-Schalter, 73 kW/100 PS, maximales Drehmoment: 134 Nm bei 4.000 U/min, 0-100 km/h: 12,7 s, Vmax: 183 km/h, Durchschnittsverbrauch: 5,4 Liter, CO2-Ausstoß: 126 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: C, Preis: ab 17.450 Euro

1,0-Liter-Turbobenziner, Sechsgang-Schalter, 88 kW/120 PS, maximales Drehmoment: 171 Nm bei 1.500-4.000 U/min, 0-100 km/h:11,1 s, Vmax: 190 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,9 Liter, CO2-Ausstoß: 112 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: B, Preis: ab 19.700 Euro

1,4-Liter-Turbobenziner, Sechsgang-Schalter (Siebengang-DSG), 103 kW/140 PS, maximales Drehmoment: 242 Nm bei 1.500 U/min,0-100 km/h: 8,9 (9,2) s, Vmax: 210 (205) km/h, Durchschnittsverbrauch: 5,4 (5,5) Liter, CO2-Ausstoß: 124 (125) g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: B, Preis: ab 22.350 (24.450) Euro

Diesel:

1,6-Liter-Diesel, Sechsgang-Schalter, 70 kW/95 PS, maximales Drehmoment: 280 Nm bei 1.500-2.000 U/min, 0-100 km/h: 12,2 s, Vmax: 186 km/h, Durchschnittsverbrauch: 3,6 Liter, CO2-Ausstoß: 95g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: A+., Preis: ab 21.300 Euro

1,6-Liter-Diesel, Sechsgang-Schalter (Siebengang-DSG), 81 kW/110 PS, maximales Drehmoment: 280 Nm bei 1.500-2.500 U/min, 0-100 km/h: 11,0 s, Vmax: 190 km/h, Durchschnittsverbrauch: 3,7 (4,0) Liter, CO2-Ausstoß: 96 (105)g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: A+ (A), Preis: ab 22.000 Euro

1,6-Liter-Diesel, Sechsgang-Schalter (Siebengang-DSG), 100 kW/136 PS, maximales Drehmoment: 280 (300) Nm bei 1.500-2.500 (1.750-2.500 U/min, 0-100 km/h: 10,2 s, Vmax: 200 km/h, Durchschnittsverbrauch: 3,9 (4,1) Liter, CO2-Ausstoß: 102 (109)g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: A+ (A), Preis: ab 24.750 (26.650) Euro

Galerie: Erster Test Hyundai i30Zu den (derzeit) eher moderaten Motoren passt auch die gesamte Abstimmung des Kompakten: Entspannt gleitet der Koreaner dahin, die Federung schluckt Bodenunebenheiten problemlos weg. Lenkbefehle werden anstandslos befolgt, besonders sportlich-knackig reagiert das Volant allerdings nicht – muss es aber auch nicht. Schließlich führt der goldene Weg an die Spitze im Kompaktsegment eher über die Massentauglichkeit als zu Spitze Ausprägung in eine Richtung.  

 
Fazit

Jan Menno Schmidt

Wer mit einem ordentlich verarbeiteten Auto mit reichlich Platz bequem von A nach B fahren möchte, sich aber nicht mit dem Wolfsburger-Alternativ-Modell anfreunden kann, sollte auf den Fall den Hyundai i30 in Betracht ziehen. Fahrwerk, Lenkung, Motoren, Innenausstattung, Platzangebot, Sicherheitsfeatures und, und und – in allen Bereichen kann sich der Koreaner durchaus mit dem deutschen Fabrikat messen. Wer auf Komfort Wert legt, muss sich bei Hyundai allerdings mindestens für die 120 PS-Variante (21.450 Euro) entscheiden – den 100 PS starken Einstiegsbenziner gibt es nur in den eher schlichten Ausführungen Pure und Select.
 
 

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