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Galerie: Erster Test Jaguar F-Pace

Erster Test: Jaguar F-Pace

Die hochbeinige Raubkatze

23.05.2016

Ein SUV im Angebot gehört bei den Autobauern mittlerweile zum guten Ton. Jaguar allerdings hat das Feld lange der Schwestermarke Land Rover überlassen und sich für ein eigenes Modell reichlich Zeit genommen. Doch gut Ding will bekanntlich Weile haben – und das Warten hat sich gelohnt. Der neue F-Pace ist nicht nur sportlich-agil, er ist auch ein wahrer Hingucker, der viele neue Kunden für sich begeistern soll. Wie die hochbeinige Raubkatze fährt, haben wir für Sie bei einer ersten Ausfahrt getestet.

Das umfangreiche SUV-Angebot deutscher Automobilhersteller macht es den Importeuren hierzulande nicht leicht. Doch mit dem Jaguar F-Pace kommt ein neuer Mitspieler aufs Feld, der genau auf die einheimische Premiumkonkurrenz zielt. Die britische Raubkatze soll BMW, Mercedes, Audi und Porsche in die Suppe spucken und zahlreiche neue Kunden für die Marke Jaguar begeistern – und die Erfolgsaussichten sind gut. Bereits vor Markteinführung konnten die Briten 10.000 Vorbestellungen verzeichnen.

Braves Kätzchen

Galerie: Erster Test Jaguar F-PaceWer sich für einen F-Pace entscheidet, muss mindestens 42.390 Euro in die Hand nehmen. Dann kommt die 4,73 Meter lange und 1,7 Tonnen schwere Raubkatze mit einem 180-PS-Diesel als Handschalter vorgefahren. 430 Newtonmeter Drehmoment liegen zwischen 1.750-2.500 Umdrehungen an und bringen den F-Pace in 8,9 Sekunden auf Landstraßentempo. Wie auch im XF und XE, ist der kleine Diesel nicht allzu sportlich und hat seine Stärken vor allem auf der Langstrecke. Dann belohnt er seinen Fahrer auch mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 4,9 Liter.

Auch wenn der Motor hin und wieder im bergigen Geläuf etwas angestrengt klingt, verdient sich der F-Pace mit seinem fein abgestimmten Fahrwerk durchaus das Sportabzeichen. Sehr direkt liegt er auf der Straße, und stürzt sich agil in jede Kurve.  Dass er sich im Boden förmlich festkrallt, ist dem beim kleinen Diesel optionalen Allradantrieb zu verdanken, für die Leichtigkeit sorgt der Aluminium-Leichtbau. Zwar ist der Jaguar eher straff ausgelegt, doch brauchen auch Käufer mit Bandscheibenschaden ihn nicht fürchten – die Fahrt wird keinesfalls zur ungemütlichen Holperpartie.

Damit aus dem braven Kätzchen eine gefährliche Raubkatze wird, müssen die Kunden auf einen stärkeren Motor zurückgreifen. Für die Dynamiker stehen zwei stets allradangetriebene Sechszylinder-Benziner mit 340 und 380 PS zur Verfügung. Und wer es doch lieber beim Selbstzünder belassen möchte, dem wird der 300 PS starke Dreiliter-Diesel gut gefallen – ebenfalls standardmäßig mit Vierradtechnik. Bei diesen Modellen steigt allerdings nicht nur der Einstiegspreis auf bis zu 75.260 Euro, sondern natürlich auch der Verbrauch. In Anbetracht des Haupt-Einsatzgebiets eines SUVs – in der Stadt und auf dem Weg zum Golfplatz – reicht die laufruhige und ausreichend starke 180-PS-Variante aber vollkommen aus.

Auf die inneren Werte kommt es an

Galerie: Erster Test Jaguar F-PaceNur durch ein schickes Außenkleid und Agilität kann man den Gegnern natürlich nicht den Rang ablaufen, auch im Innenraum will der Kunde umgarnt werden. Wer in den Jaguar F-Pace einsteigt, wird von bequemen Fauteuils zum Verweilen eingeladen. Der Abstand zum Himmel und Beifahrer ist luftig und auch auf den hinteren Plätzen kann man kommod reisen. Umso erfreulicher, dass trotz des großen Raumangebots für die Passagiere noch viel Gepäck in den Kofferraum passt. Bei voller Besatzung schluckt das Gepäckabteil ganze 650 Liter – bei umgelegter Rückbank sogar bis zu 1.740 Liter.

Fast alles im Cockpit wirkt übersichtlich und aufgeräumt, bis auf die vielen kleinen Knöpfchen am Lenkrad. Dafür ist das Bedienkonzept des Navi-Infotainment-Systems sehr einfach gehalten und der Fahrer muss nicht lange in irgendwelchen Untermenüs suchen, bis er die richtige Funktion gefunden hat. Abgerundet wird der präzise verarbeitete  Arbeitsplatz des Fahrers von einem volldigitalen Kombiinstrument – und auf Wunsch gibt es natürlich auch bei Jaguar Head-up-Anzeigen.

  • Technische Daten

Länge: 4,73 Meter, Breite: 1,94 Meter, Höhe: 1,65 Meter, Radstand: 2,87 Meter, Kofferraumvolumen: 650 bis 1.740 Liter

Motoren:

2.0d: 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel, Frontantrieb, 132 kW/180 PS bei 4.000 U/min, maximales Drehmoment: 430 Nm bei 1.750-2.500 U/min, 0-100 km/h: 8,9 s, Vmax: 209 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,9 Liter, CO2-Ausstoß: 129 g/km, Abgasnorm: Euro 6

Preis: ab 42.390 Euro

3.0d AWD: 3,0-Liter-V6-Diesel, Allradantrieb, 221 kW/300 PS bei 4.000 U/min, maximales Drehmoment: 700 Nm bei 2.000 U/min, 0-100 km/h: 6,2 s, Vmax: 241 km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,0 Liter, CO2-Ausstoß: 159 g/km, Abgasnorm: Euro 6

Preis: ab 57.690 Euro

3.5t AWD: 3,0-Liter-V6-Benziner, Allradantrieb, 250 kW/340 PS bei 6.500 U/min, maximales Drehmoment: 450 Nm bei 4.500 U/min, 0-100 km/h: 5,8 s, Vmax: 250 km/h, Durchschnittsverbrauch: 8,9 Liter, CO2-Ausstoß: 209 g/km, Abgasnorm: Euro 6

Preis: ab 59.010 Euro

S AWD: 3,0-Liter-V6-Benziner, Allradantrieb, 280 kW/380 PS bei 6.500 U/min, maximales Drehmoment: 450 Nm bei 4.500 U/min, 0-100 km/h: 5,5 s, Vmax: 250 km/h, Durchschnittsverbrauch: 8,9 Liter, CO2-Ausstoß: 209 g/km, Abgasnorm: Euro 6

Preis: ab 75.260 Euro

 
Fazit

Jan Menno Schmidt

Der neue Jaguar F-Pace ist ein würdiger Gegner, um Porsche, BMW, Mercedes und Audi die Stirn zu bieten. Vor allem das großzügige Platzangebot und der niedrige Verbrauch sprechen für die britische Raubkatze. Wer mit dem Gedanken spielt, ein neues SUV zu kaufen und bislang nur die üblichen Verdächtigen im Hinterkopf hat, sollte dem F-Pace auf jeden Fall eine Chance geben – deutlich günstiger fährt man mit dem Jaguar allerdings nicht, denn auch bei den Briten lädt die umfangreiche Ausstattungsliste dazu ein, den auf den ersten Blick relativ günstigen Preis in die Höhe zu treiben.
 
 

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