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Galerie: Erster Test Jaguar XJ Facelift

Erster Test: Jaguar XJ Facelift

Katzenwäsche

15.05.2007

Der neue XJ sorgte bei seiner Premiere 2003 für viel Gesprächsstoff. Die Schulterlinie ist höher als früher, das Heck verläuft breiter und die Front duckt sich weniger in den Wind. Die Ingenieure haben den Kundenwünschen nach mehr Platz - sowohl für Passagiere als auch Gepäck - nachgegeben. Jetzt bekommt das Flaggschiff ein dezentes Facelift.

Eins vorweg, viel haben die Designer nicht verändert. Und doch zeigen die Kleinigkeiten große Wirkung. Vor allem die neue Frontschürze fällt sofort ins Auge und sieht auf den ersten Blick nicht wirklich nach Jaguar aus.

Weg vom Filigranen

Galerie: Erster Test Jaguar XJ FaceliftWo bisher filigrane, feine Linien das Schnäuzchen der britischen Raubkatze dominierten, sitzt jetzt ein wuchtiger Stoßfänger mit üppigen Lufteinlässen. Irgendwie erinnert dieser ein wenig an unglückliche Tuning-Versuche der achtziger Jahre. Doch nur auf den ersten Blick, schnell gewöhnt man sich an das neue Gesicht.

Die neue Front hat Vorteile, der Jaguar zeigt deutlich mehr Präsenz auf der Straße. Die Zeit des eleganten Understatements ist vorbei, selbstbewusst steht der Jaguar zu dem, was er ist: Eine Luxus-Limousine. Die neuen, großen 19-Zoll-Aluräder unterstreichen diesen Eindruck bestens.

Wenig Neues

Galerie: Erster Test Jaguar XJ FaceliftSonst fällt außer einer jetzt durchgängigen Chromleiste an den Seiten nur eine Mini-Spoilerlippe am Heckdeckel auf. Ob diese zum Image einer Limousine passt sei dahingestellt, störend ist sie jedenfalls nicht.

Noch weniger Neuheiten gibt es im Interieur. Optisch ist das Cockpit vollkommen unverändert. Die Mittelkonsole trägt einen großen Touchscreen und viele Tasten. Die klassischen Rundinstrumente wurden ebenso beibehalten wie die jaguar-typische L-Schaltkulisse. Neu sind zwei Schalter: Sie bedienen die jetzt auch kühlbaren Ledersessel. Eine neue Sitzkonstruktion bietet den Fondpassagieren mehr Beinfreiheit.

Bekannte Motoren

Galerie: Erster Test Jaguar XJ FaceliftAuch unter der Haube bleibt alles beim Alten. Erfreulich, dass der sparsame 2,7-Liter-Diesel jetzt endlich auch mit langem Radstand (5,21 statt 5,09 Meter) lieferbar ist. Dieser war bisher den Ottomotoren vorbehalten. Deren Palette reicht wie gehabt vom 238-PS-Sechszylinder bis hin zum 395 PS starken 4.2 V8 mit Kompressoraufladung im XJR.

Bei unserer Ausfahrt erwies sich das Topmodell als kultivierter Gleiter. Man mag kaum glauben, dass fast 400 PS unter der Aluminiumhaube schlummern. Erst ein beherzter Tritt aufs Gaspedal beweist, welche Kraft in dem Achtzylinder steckt. Wer will, kann den XJR in 5,3 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen.

Britische Zurückhaltung

Standesgemäßer ist aber eindeutig das gelassene dahin Gleiten. Nur so lässt sich auch die Herstellerangabe zum Spritverbrauch erreichen: 12,3 Liter soll sich der XJR im Durchschnitt gönnen, unter Volllast sind es gerne ein paar Liter mehr. Die serienmäßige Sechsgang-Automatik arbeitet gefühlvoll. Sie wechselt die Gänge sanft, ein bisschen schneller würde aber nicht schaden. Vor allem beim Kick-Down lässt sich der Automat Zeit zum Runterschalten.

Galerie: Erster Test Jaguar XJ FaceliftDie butterweiche Federung vergangener Modelle ist schon seit Einführung der aktuellen Generation passé. Spätestens aber der XJR beweist, dass ein Jaguar auch straff sein kann. Dass das 2,2 Tonnen schwere Schiff kein Sportwagen wird, verwundert nicht. Doch der Jag lässt sich auch bei schneller Gangart präzise und sicher um die Kurven manövrieren.

In Deutschland erhältlich ist der geliftete XJ ab Juli. Die Preise beginnen bei 69.600 Euro für den Diesel und Enden bei 96.600 Euro für den XJR.  Der Einstieg in die Welt der Achtzylinder beginnt bei 77.500 Euro. Der lange Radstand schlägt jeweils mit einem Aufpreis von 2.300 Euro zu Buche.

Galerie: Erster Test Jaguar XJ FaceliftSeit kurzem bietet Jaguar in Deutschland nur noch die Linien Executive (kurzer Radstand) beziehungsweise Sovereign (langer Radstand) an. Lederausstattung, edles Holz und Komfortextras wie Klimaautomatik, Bluetooth-Freisprechanlage, Parksensoren und weiteres sind stets Teil der üppigen Serienausstattung.

Fazit

Liebe auf den zweiten Blick: An das Facelift muss man sich erst gewöhnen. Der Jaguar zeigt mehr Präsenz und Selbstbewusstsein, verabschiedet sich aber endgültig von den feinen, filigranen Linien. Sonst hat sich nicht viel getan, die bekannten inneren Werte blieben unberührt. Vorbildlich ist die umfangreiche Serienausstattung.

 
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