Cabrio-Special 2011
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Galerie: Erster Test Jaguar XK Cabrio

Erster Test: Jaguar XK Cabrio

Softie mit Schmackes

03.02.2006

Jaguar verbindet man mit Eleganz und Sportlichkeit. Und laut Designchef Ian Cullum zaubert ein Jaguar ein Lächeln in das Gesicht eines jeden Betrachters. Neidlose Anerkennung soll das ausdrücken, davon sind die "Jaguarians" überzeugt. Mit dem neuen XK wollen die Briten nun einen rundum modernen Klassiker vorstellen, der als eleganter Sportwagen überzeugen soll. Und der Fahrer hat spätestens beim Dreh mit dem Zündschlüssel ein Lächeln im Gesicht...

Die Karosserie des neuen Jaguar Coupés bricht nicht mit dem Vorgänger und steht dennoch eigenständiger und stämmiger auf der Straße als der erste XK. Flacher ist er, breiter, mit muskulösem Heck und einer gestreckten Seitenlinie.

Einzig die Scheinwerfer und Rücklichter geben im Kollegenkreis beständig Anlass zu Diskussionen: zu verspielt, zu groß seien sie geraten. Doch sind sie schon seit der Studie RD-6 (IAA 2003) bekannt und werden sich damit auch in anderen Jaguars wieder finden.

Viel mehr

Galerie: Erster Test Jaguar XK CabrioNeben der Erscheinung sind es vor allem zwei Dinge, die den neuen XK von seinem Vorgänger unterscheiden sollen: Eine sportlich komfortable Automatik und eine ebensolche Fahrwerksabstimmung. Daneben finden die Passagiere innen mehr Platz vor, die Oberflächen sind edler, der Kofferraum ist reisetauglich, die Verwindungssteifigkeit wurde verbessert und die hoch auflösende Touch-Screen Navigation ist in Flash programmiert.

Genug der Theorie, denn ein offener Sportwagen erschließt sich einem erst, wenn man ihm unter stahlblauem Himmel die Sporen geben kann. Und genau das haben wir unter der gleißenden Sonne Kapstadts, bei trockenen 37 Grad, getan.

Feiner Klang

Galerie: Erster Test Jaguar XK CabrioKeine Geschmacksfrage - im Gegensatz zu den Leuchten - ist der Motorsound. Der überarbeitete 4,2-Liter-Achtzylinder bekam einen ehrlichen V8-Sound spendiert, keine britische Zurückhaltung stört den akustischen Auftritt des Sportwagens, der der XK sein möchte. Der Motorklang ist voll und saftig, doch für einen Jaguar ist diese forsche Akustik neu. Deshalb drängelt sich der Auspuff auch nie störend in den Vordergrund, sondern untermalt das Fahrerlebnis eher, als dass er es bestimmt.

Prächtige Daten

Die Fahrleistungen lesen sich auf dem Papier prächtig: 6,3 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 und die abgeregelten 250 km/h Topspeed sprechen eine deutliche Sprache - laut Entwicklern sind locker über 270 km/h machbar. Doch die dazu notwendigen 298 PS wollen auch souverän auf die Straße gebracht werden.

Galerie: Erster Test Jaguar XK CabrioDazu verhilft ihm das Fahrwerk mit elektronisch geregelten Dämpfern. Trotz der montierten 19-Zoll Reifen (245/40 vorne, hinten 275/35) rollt der offene Jag komfortabel ab und lässt sich nur durch böse Schlaglöcher aus der Ruhe bringen. Dann lassen sich auch leichte Karosseriebewegungen nicht verheimlichen, die Zitterkiste von einst gehört jedoch der Vergangenheit an. Bei flotter Gangart über die Landstraßen vermittelt das Fahrwerk dennoch einen überraschend direkten Kontakt zur Straße, die Elektronik regelt jeden Dämpfer einzeln je nach Fahrbahnbeschaffenheit und Fahrstil. Das Ergebnis ist eine überaus schnelle und komfortable Kurvenhatz.

Antriebssache

Der Saugmotor gefällt dabei durch spontanes Ansprechverhalten und gutem Durchzug schon bei wenigen Touren. Gerade bei 1.500 Umdrehungen gefällt das leise Brabbeln aus den Endrohren. Dreht der Fahrer bis zur Maximalleistung (6.000 Touren) und darüber hinaus, verwandelt sich das Brabbeln in ein dem Markennamen angemessenes Fauchen. Sehr zügig und gleichmäßig beschleunigt der V8 bis weit über 200 km/h.

Galerie: Erster Test Jaguar XK CabrioPerfekt ergänzt wird der Motor durch die gut abgestimmte Automatik, die von ZF zugeliefert wird. Neben einem normalen Schaltmodus gibt es einen für die sportliche Gangart mit aggressiveren Schaltkennlinien. Zusätzlich kann in beiden Modi jederzeit per Schaltpaddels am Lenkrad der Gang auch manuell gewählt werden. Die Zeitverzögerung ist dabei derart gering, dass sich der XK wie ein Handschalter fahren lässt. Entsprechend leichtfüßig ist das gesamte Fahrverhalten des neuen XK. Dazu trägt auch die leichtgängige Lenkung bei, die jederzeit einen direkten Draht zur Fahrbahn herstellt ohne nervös zu sein.

Dreiklang

Der Dreiklang aus Fahrwerk, Motor und Getriebe ist es, der den XK den Spagat zwischen Sportwagen und Cruiser überzeugend meistern lässt. Damit reiht sich das XK Cabrio zwischen dem SL 500 einerseits und dem 650i Cabrio andererseits ein. Auch preislich rangiert es mit 89.500 Euro zwischen der deutschen Konkurrenz.

Das XK Cabrio kommt zeitgleich mit dem Coupé (Test folgt im Newsletter am 10. Februar) am 31. März zum Händler.

 
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