Cabrio-Special 2011
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Galerie: Erster Test Jaguar XKR Cabrio

Erster Test: Jaguar XKR Cabrio

Donnerschlittchen

16.10.2006

Blass steht die Herbstsonne hinter dem morgendlichen Dunst. Der Tag verspricht schön zu werden. Zumal ich das Vergnügen habe, das XKR Cabriolet zu fahren. Ein Druck auf den Startknopf und mit einem Grollen springt der V8-Motor an. Noch ein Knopfdruck - diesmal allerdings 18 Sekunden lang - und das schlanke Stoffdach ist verschwunden. Nun nur noch Heizung und Sitzheizung an, schon kann es losgehen.

Kehlig grummelnd schleicht der Jaguar vom Parkplatz - um dann fauchend einen gewaltigen Satz nach vorne zu machen. Beeindruckend, wie die 416 PS und 560 Newtonmeter die nur 1,8 Tonnen schwere Alu-Karosse nach vorne wuchten. Nach 5,3 Sekunden zeigt die Tachonadel Tempo 100, wenig später pendelt sie sich bei 250 km/h ein (elektronisch begrenzt). Der 4,2-Liter-V8 entspricht dem des zivilen XK. Mit einem entscheidenden Unterschied: im R-Motor wird er von einem potenten Kompressor zwangsbeatmet.

Jaguar legt nach

Gegenüber dem Vorgänger entscheidend verbessert wurde die Geräuschentwicklung des Laders. Das mitunter lästige Heulen ist vergessen, nun summt die Turbine dezent im Hintergrund. Und lässt so das wunderbare Achtzylinderbollern voll zur Geltung kommen. Die vierflutige Sportabgasanlage vollendet das Klangerlebnis: Unter Last donnert der XKR, im Schiebebetrieb und in den Schaltpausen brabbelt er zornig.

Gepflegter Sportwagen

Galerie: Erster Test Jaguar XKR CabrioApropos Schalten: Die Gangwechsel übernimmt eine sehr schnell arbeitende und gefühlvoll mit dem Gasfuß zu dosierende Sechsgangautomatik. Im Sportbetrieb empfiehlt es sich aber trotzdem, die Schaltwippen einzusetzen und somit selbst die Schaltzeitpunkte festzulegen.

Bei aller Sportlichkeit ist das XKR Cabriolet kein ungehobelter Brutalo. Das Fahrwerk stellt einen ausgesprochen gelungenen Kompromiss aus Sportlichkeit und Komfort dar. Zusammen mit der verwindungssteifen Karosserie und der exakten Lenkung durcheilt der XKR souverän auch holprige Kurvenstrecken. Bodenwellen und Schläge werden dabei trotzdem sauber herausgefiltert.

Zurückhaltender Auftritt

Galerie: Erster Test Jaguar XKR CabrioErfreulich gering bleiben die Luftverwirbelungen im Innenraum - selbst bei höheren Geschwindigkeiten. Da verwundert es umso mehr, dass bei geschlossenem Dach ab etwa Tempo 180 deutliche Windgeräusche an den Seitenfenstern auftreten.  

Hochleistungsbremse als Option

Optisch bleibt das Topmodell dezent. Die leicht veränderten Schürzen und die Kompressor-Atmungsschlitze in der Motorhaube tun der eleganten Erscheinung keinen Abbruch. Wer im edlen Innenraum das feine Leder nicht mit den Aluminium-Blenden kombinieren will, kann traditionelles Wurzelnussholz bestellen.

Fazit

Ein klangstarker wie kräftiger Motor, dazu ein ausgesprochen agiles Fahrverhalten mit nahezu unverändert hohem Reisekomfort: Das XKR Cabriolet ist ohne Zweifel ein würdiges Topmodell. Hans Joachim Zieten, Leiter Technischer Service bei Jaguar, presst es in eine simple Formel: „XK + 30 % = XKR“. Das trifft es ziemlich genau. Beim Preis ist der Aufschlag etwas moderater ausgefallen: 102.990 Euro kostet das XKR Cabriolet, 13.000 Euro mehr als die V8-Variante ohne Kompressor. Aber was sind schon Zahlen…

 
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