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Galerie: Erster Test Jeep Grand Cherokee SRT-8

Erster Test: Jeep Grand Cherokee SRT-8

Spurt Utility Vehicle

02.09.2006

„Und bitte, fahren sie mit dem Wagen nicht ins Gelände. Dafür ist er nicht gemacht!“, lautete die eindringliche Bitte am Ende der Pressekonferenz. Moment mal: Sind wir hier nicht bei der Präsentation eines neuen Jeep? Bei der Marke, die vor allem und bislang ausschließlich für Geländewagen steht? Nicht ganz. Der neue Grand Cherokee SRT8 ist vor allem ein SRT - ein Produkt der hauseigenen Tuningabteilung von Chrysler, Jeep und Dodge.

SRT für „Street Racing Technology“, was den Geländeeinsatz - nomen est omen - eben ausschließt. Und damit passt der martialisch gepimpte Grand Cherokee bestens in die verkehrte Welt der Super-SUVs rund um Porsche Cayenne Turbo S und Mercedes ML 63 AMG.

Galerie: Erster Test Jeep Grand Cherokee SRT-8Angetrieben wird der Grand Cherokee SRT8 von jenem 6,1-Liter-V8, der auch im Chrysler 300C SRT8 verbaut ist. Zu Buche stehen 426 PS und 569 Nm Drehmoment, erreicht werden Fahrleistungen, die denen der Konkurrenten in absolut nichts nachstehen. Bestwerte liefert der Sprint: Nur 5,0 Sekunden dauert es, bis der 2,3 Tonnen schwere Jeep das maximal erlaubte Landstraßentempo erreicht hat. Damit teilt er sich mit dem Mercedes ML 63 AMG den Titel des derzeit spurtstärksten Serien-SUV. Nur zur Info: Ein Porsche Cayenne Turbo S benötigt immerhin 5,2 Sekunden für den Standardsprint.

Spritzig und schnell

Galerie: Erster Test Jeep Grand Cherokee SRT-8Auf der Autobahn ist beim Chef-Cherokee offiziell bei 245 km/h Schluss. Tatsächlich dürften es aber einige km/h mehr sein, davon sind wir nach unserer ersten Ausfahrt jedenfalls überzeugt. Beeindruckend, wie locker dieser Brocken von einem Auto Geschwindigkeit aufnimmt und auch bei hohem Tempo noch zulegt. Dass er in jeder Lage noch spritziger wirkt als der Chrysler 300C SRT8 liegt am kürzer übersetzten Automatikgetriebe. Kritikwürdig: Eine Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Fahrprogrammen wie etwa „Sport“ und „Komfort“ bietet der veraltete 5-Gang-Wandlerautomat nicht.

Von hoher Güte sind die Handlingeigenschaften. Obwohl die riesigen geschmiedeten 20-Zoll-Räder mit vergleichsweise zarten 245er Gummis bestückt sind, liegt der wuchtige Jeep hervorragend auf der Straße. Der speziell für den SRT8 konstruierte „Quadra-Trac Active on Demand“ genannte Allradantrieb mit verstärktem Verteilergetriebe sorgt für beste Traktion in allen Lagen. Dazu kommt eine für ein SUV feinfühlige Lenkung.

Gesunde Härte

Galerie: Erster Test Jeep Grand Cherokee SRT-8Trotz aller Sportlichkeit und einer beeindruckend geringen Seitenneigung der Karosserie ist die Feder-Dämpferabstimmung nicht übertrieben hart ausgefallen. Vor allem bei höheren Geschwindigkeiten überfliegt der Riese souverän auch böse Fahrbahnunebenheiten.

Apropos böse: Freizügig zeigt der Grand Cherokee SRT8, dass er ein Hammer-SUV ist. Fiese Frontschürze, wuchtige Seitenschweller und zwei mittig platzierte, Ofenrohr-große Auspuffrohre lassen keinen Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen.

Kampfpreis

Galerie: Erster Test Jeep Grand Cherokee SRT-8Und noch einmal böse: Auch wenn die Sportsitze hervorragenden Seitenhalt bieten. Auch wenn hier und da etwas Sport-Deko in Form von Alu- und Karbonblenden für Atmosphäre sorgen. Die Qualitätsanmutung ist insgesamt mau, denn nahezu die gesamte Innenraumverkleidung besteht aus gemeinem Hartplastik. Die Teilbelederung an Türen und der Hutze über der Mittelkonsole hilft da nur wenig.

Andererseits muss irgendwo gespart werden, schließlich geht der Grand Cherokee SRT8 mit einem Kampfpreis an den Start. Kosten Konkurrenten wie der Mercedes ML 63 AMG oder der Porsche Cayenne Turbo S 100.000 Euro aufwärts, gibt es das Jeep-Topmodell bereits für 63.690 Euro. Mit Vollausstattung, denn Extras wie CD-Wechsler, DVD-Navigationssystem, Schiebedach, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und Metallic-Lack sind serienmäßig mit dabei.

Fazit

Galerie: Erster Test Jeep Grand Cherokee SRT-8Während die zivilen Versionen des Jeep Grand Cherokee dank ihres ausgefeilten Allradantriebes echte Geländewagen-Eigenschaften bieten, präsentiert sich das auf Asphalt beschränkte Topmodell SRT8 als astreines SUV: als Spurt Utility Vehicle. Der 426 PS starke 6,1-Liter-V8 beschert einfach famose Beschleunigungswerte, Fahrwerk und Lenkung sorgen für ausgezeichnete Handlingeigenschaften.

Wer kein Problem mit dem billig anmutenden Interieur hat, findet mit dem Grand Cherokee SRT8 eine preiswerte Alternative in der Liga der Über-SUVs. Rund 60.000 Euro sind freilich kein Pappenstil, doch bei der Konkurrenz löhnt man fast das Doppelte.

 
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