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Galerie: Erster Test Kia Carens

Erster Test: Kia Carens

Carens-Zeit

25.09.2006

Die Schonzeit ist vorbei. Nach dem Boom der vergangenen Jahre lautet das erklärte Ziel von Kia, die Verkaufszahlen aus dem Vorjahr zu halten. Erneut will man in Deutschland 50.000 Einheiten an den Kunden bringen. Die Halbjahreszahlen stimmen zuversichtlich und schon bald dürften zwei wichtige Modelle noch einmal einen kräftigen Schub bewirken: der künftige Golf-Konkurrent „Cee’d“ und der nun vorgestellte Kompaktvan Carens.

Marktstart der zweiten Carens-Generation ist am 27. Oktober. Mit dem biederen Vorgänger hat er nur noch den Namen gemein. Der Neue ist nicht nur in allen Dimensionen gewachsen (Länge fünf, Breite sieben, Höhe vier Zentimeter), er macht auch optisch deutlich mehr her. Markant sind das freundliche Gesicht mit den großen Klarglasscheinwerfern und der Heckabschluss mit der knackigen Kante unter der Scheibe.

Am deutlichsten sichtbar ist der Fortschritt im Interieur. In Sachen Qualitätsanmutung hat der neue Carens einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Auch wenn noch keine unterschäumten Kunststoffe zum Einsatz kommen, die Narbung der dicken Folie sieht ordentlich aus und fühlt sich ebenso an. Vor seinen japanischen Konkurrenten wie dem Toyota Corolla Verso oder dem Mazda 5 braucht sich der kompakte Koreaner jedenfalls nicht zu verstecken.

Groß geworden

Galerie: Erster Test Kia CarensDas Armaturenbrett ist klar gezeichnet, die Instrumente sind gut ablesbar und sämtliche Bedienelemente selbsterklärend. Dazu gibt es jede Menge praktische Ablagen, Staufächer und Cup-Holder. Manko: Das griffige Lenkrad ist zwar in der Höhe, nicht aber in der Tiefe verstellbar. Was Sitzkomfort und Raumangebot betrifft, ist der Carens eine Wucht. Die Bein- und Kopffreiheit im Fond ist fürstlich, selbst 1,90 Meter große Riegel sitzen hier ausgesprochen bequem.

Auf Wunsch ist eine dritte Sitzreihe erhältlich, die vollständig im Kofferraumboden versenkt werden kann, aufgebaut allerdings nur kleinen Zeitgenossen gerecht wird. Um den Einstieg zu erleichtern, kommt beim Siebensitzer eine längs verschiebbare zweite Sitzreihe zum Einsatz.

Bus oder Transporter

Galerie: Erster Test Kia CarensWer regelmäßig größeres Transportgut zu befördern hat, ist mit dem Fünfsitzer besser bedient. Der Umklappmechanismus der Rückbank ist hier einfacher: Mit einem Handgriff gleiten Sitzfläche und Lehne nach vorne unten und schaffen einen topfebenen Kofferraumboden bis zu den Lehnen der Vordersitze.

So oder so: Das Kofferraum- und Ladevolumen ist stets mehr als ausreichend. 515 Liter fasst das Gepäckabteil im Fünfsitzer-Modus, als Zweisitzer nimmt der Carens maximal 1.650 Liter bis unters Dach. Und der Wagen darf auch vollgepackt werden, je nach Ausstattungsvariante verträgt der Koreaner bis zu 598 Kilogramm Zuladung.

Zwei Motoren

Galerie: Erster Test Kia CarensMotorenseitig stehen ein Benzin- und ein Dieselmotor zur Wahl. Der Otto-Motor, ein 2,0-Liter-Vierzylinder, leistet 145 PS und beschleunigt den Carens in elf Sekunden auf Landstraßentempo. Auf der Autobahn ist bei 190 km/h Schluss. Serienmäßig mit einem manuellen Fünfganggetriebe ausgestattet, ist auf Wunsch auch ein veralteter Vier-Stufen-Automat erhältlich.

Den gibt es auch für den Selbstzünder, wobei das leichtgängige, manuelle Sechsganggetriebe die bessere Wahl ist. Der aus dem Vorgänger übernommene, aber überarbeitete Common-Rail-Vierzylinder leistet 140 PS und bringt es auf ein maximales Drehmoment von 305 Nm. Kräftig und ausgesprochen kultiviert zugleich, passt das Aggregat bestens zum hervorragend geräuschgedämmten Carens. Die Fahrleistungen entsprechen denen des Benziners, nur beim Durchzug und Verbrauch (6,1 Liter gegenüber 8,1 Liter/100km) steht der Diesel naturgemäß deutlich besser da. Löblich: ein Partikelfilter wird serienmäßig mitgeliefert.

Kommod und wirklich günstig

Galerie: Erster Test Kia CarensWas die Fahreigenschaften betrifft, ist der Carens ein typischer moderner Kompaktvan. Das Fahrwerk bietet viel Komfort, bleibt aber auch bei sportlich angehauchter Gangart cool. Auf Querfugen oder Gullideckel reagiert es mitunter etwas bockig, dafür meistert der Van flott angegangene Kurven problemlos. Und im Fall der Fälle schützt das serienmäßige ESP vor zu viel Übermut.

Die exakten Preise hält Kia noch unter Verschluss. Nach unseren Informationen dürfte der Benziner bei 18.200 Euro, der Diesel bei 20.500 Euro starten. Vier Ausstattungslinien sind erhältlich: LX Basis (nur Benziner), LX, EX und EX Top, wobei bereits der „Basis“ mit sechs Airbags, aktiven Kopfstützen vorne, Klimaanlage, MP3-fähigem CD-Radio inklusive 6-fach-CD-Wechsler, elektrischen Fensterhebern rundum und Leichmetallrädern bestens bestückt ist.

 
Fazit
 

Bernhard Santer

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Entwicklung bei den koreanischen Autos vorangeht. Der neue Kia Carens hat im Grunde eine komplette Generation übersprungen, vor allem was das Auftreten und den Innenraum betrifft. Dazu kommen jede Menge Platz, viele durchdachte, praktische Details und ein empfehlenswerter Dieselmotor. Die Serienausstattung ist herausragend, der Preis unverschämt gut - ausstattungsbereinigt liegt der Kompaktvan auf dem Niveau des Vorgängers.
 
 
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