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Galerie: Erster Test Kia Pro Ceed

Erster Test: Kia Pro Ceed

Ich glaub, der ceed

04.04.2013

Kia gibt auch bei der populären Kompaktklasse mächtig Gas. Nach dem Fünftürer und dem Kombi der Ceed-Baureihe stellen die Koreaner nun den sportlichen Dreitürer namens Pro Ceed vor. Das Design stammt dabei von Ex-Audi-Designer Peter Schreyer und kann sich sehen lassen.

Über Kias Aufstieg wurde schon an anderer Stelle viel gesagt, doch eigentlich reicht ein Blick auf die Straße. Besonders in der Kompaktklasse sind die Koreaner in der Gunst der Autofahrer ganz weit oben. Immer häufiger rollt die von Peter Schreyer gestylte Kia-Front in den Rückspiegel. Und damit das in Zukunft noch etwas öfter geschieht, kommt nun auch ein sportlicher Dreitürer zu den Händlern.

Wer schön sein will, muss leiden

Galerie: Erster Test Kia Pro CeedKlar, dass das Design einige Zugeständnisse erfordert, denn beim Kia Pro Ceed fällt das Dach schräger nach hinten ab und die C-Säule steht besonders beim Einparken mächtig im Weg. Dazu kommt, dass Kia kleine aber ärgerliche Fehler beim Umbau zum Dreitürer gemacht hat. So fehlt dem Pro Ceed eine eigentlich selbstverständliche Memory-Funktion der vorderen Sitze, die nach dem Vorklappen jedes Mal neu eingestellt werden müssen.

Ebenfalls wenig überzeugend ist die billig anmutende Gurtpeitsche an der B-Säule, die zwar den Gurt leichter greifbar macht, aber irgendwie klapprig anmutet.

Qualität auf hohem Niveau

Galerie: Erster Test Kia Pro CeedDoch glücklicherweise ist dieses der einzige Lapsus in Sachen Qualität. Alles andere an dem Kia ist solide gebaut und macht auch bei näherem Betrachten einen guten Eindruck. Die Schalter klicken wie in der Oberklasse und die Kunststoffoberflächen wirken hochwertig. Sicherlich einer der Gründe, weshalb Kia bei der Eroberung neuer Kunden derzeit große Erfolge feiert.

Hinzu kommt, dass auch der Pro Ceed bereits in der einfachsten Ausstattungsversion bereits umfangreich mit Annehmlichkeiten bestückt ist. Alufelgen, klimatisiertes Handschuhfach und ein Multifunktionslenkrad sind hier enthalten. Wer mehr Extras sucht, findet sie entweder in den beiden höherwertigen Ausstattungstrimms oder aber in sechs Paketen, die allerdings in vollem Umfang nur für das sowieso schon gut ausgestattete Topmodell erhältlich sind. Eine wenig nachvollziehbare Entscheidung des Marketings.

Entweder oder: Zwei Motoren im Angebot

Galerie: Erster Test Kia Pro CeedSportlichkeit braucht etwas Power. Diese einfache Weisheit setzt Kia mit den beiden Vierzylindermotoren im Pro Ceed um. Entweder man ordert den 1,6-Liter-Benzin-Direkteinspritzer mit 135 PS oder aber den gleich großen Selbstzünder mit 128 PS. Beide Modelle sind dynamisch im Antritt und machen auch auf der Autobahn so schnell nicht schlapp. Knappe 200 km/h sind immer drin.

Was aber noch viel wichtiger ist, ist das perfekte Zusammenspiel von Motorleistung, gelungener Getriebeabstimmung des serienmäßigen Sechsganggetriebes und dem knackigen Fahrwerk. So macht das Kurvenräubern Spaß und wer nachwürzen will, dem steht ab der mittleren Ausstattungsversion die variable Servolenkung zur Verfügung. Ein Knopfdruck genügt und am Lenkrad kommt echtes Vettel-Flair auf.

Leider auch beim Fahrwerk, denn da haben Kia-Techniker etwas zu knackig an den Feder- und Dämpferraten geschraubt. Gelegentlich bockt daher die Hinterachse und es kommt bei Querfugen schon mal zum Versetzen. Nicht schlimm, aber etwas unschön.

Zu dem Preis – Immer

Galerie: Erster Test Kia Pro CeedMaximal 22.690 kostet der Kia Pro Ceed als Dieselmodell in der Topversion Spirit. Wer weniger ausgeben will, bekommt für 18.490 Euro den Benziner in der Basisversion. Dazu gibt es bis Juni diesen Jahres die konkurrenzlose Kia Garantie von sieben Jahren inklusive Navikarten UpDate. Wetten, das dieses Argument bei den Kunden ceed?

 
Fazit
 

Sven Jürisch

Sportlichkeit ist Trumpf bei der dritten Ceed-Karosserie-Version von Kia. Schickes Design geht einher mit einer überdurchschnittlichen Qualität und ausgewogenen Fahr- und Antriebseigenschaften. Nur wenige Kleinigkeiten stören und die sind so marginal , dass in den Chefetagen der etablierten Hersteller die Warnleuchten nur so blinken müssen.

Denn eines ist klar: Sobald die Koreaner auch noch das letzte Manko in Sachen Image überwunden haben, zieht das Abfeiern alter automobiler Werte nicht mehr als Kaufargument bei den angepeilten jugendlichen Käuferschichten. Denn die stehen künftig mehr auf Leistung und Preis, statt auf Prestige und Tradition.
 
 
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