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Galerie: Erster Test Lamborghini Superleggera

Erster Test: Lamborghini Superleggera

Austrainiert

30.03.2007

Gallardo Superleggera - sprich „Superledschära“ - heißt das neueste Derivat der italienischen Sportwagenschmiede Lamborghini und bietet dem Käufer weniger Auto für mehr Geld. Richtig gehört: Der Superleggera wiegt zwei Zentner weniger als das "normale" Gallardo Coupé - ist dafür aber teurer. Und extrem sportlich.

Natürlich hätte man den Gallardo noch um weitere Pfunde erleichtern können, erklärt der Verantwortliche, Maurizio Reggiani. Zum Beispiel, in dem man elektrische Fensterheber, Klimaanlage und weiter Komfortextras aus dem Wagen verbannt. Doch genau das wollte man bei Lamborghini vermeiden, schließlich soll auch der nur 1.330 Kilogramm schwere Superleggera ein voll alltagstaugliches Auto sein.

Leichtbauweise

Galerie: Erster Test Lamborghini SuperleggeraErreicht hat man die 100 Kilogramm Gewichtsabnahme durch den Einsatz von äußerst leichtem, kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) für Heckstoßfänger, Rückspiegel, Türinnenverkleidungen und Mittelkonsole. Aus Polycarbonat gefertigte Scheiben (außer der Frontscheibe) verringern die Last zusätzlich, ebenso eine besonders leichte Abgasanlage.

Während der Gallardo in Sachen Gewicht abgenommen hat, haben die Motoringenieure dem fünf Liter großen Zehnzylinder zehn weitere PS entlocken können. Bei 8.000 Touren liegen nun 530 PS an, das entspricht einem Leistungsgewicht von 2,5 kg/PS. Seine 510 Newtonmeter schickt das Aggregat bei 4.250 Umdrehungen an alle vier Räder. Wie der Standard-Gallardo ist auch der Superleggera serienmäßig mit Allradantrieb ausgestattet.

Kaum zu erkennen

Galerie: Erster Test Lamborghini SuperleggeraOptisch ist der Super-Leichte nur schwer zu erkennen, ein kleiner Schriftzug am Seitenschweller, weiße Blinker am Kotflügel und auf Wunsch ein feststehender Heckspoiler zeichnen den neuen Lambo aus. Das üppig mit Alcantara ausgestattete Cockpit wurde mit neuen Instrumenten bestückt.

Doch ist der Superleggera nun wirklich noch sportlicher als der ohnehin äußerst athletische Serien-Gallardo? Im Alltag fällt der Unterschied kaum auf. Unspürbare 0,2 Sekunden schneller soll der Neue den Sprint auf Tempo 100 meistern, also nur noch 3,8 Sekunden brauchen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt unverändert 315 km/h.

Extrem-Sportler

Galerie: Erster Test Lamborghini SuperleggeraUm etwaige Unterschied zu erfahren, sind wir mit dem Lambo auf die Rennstrecke gegangen. Erst unter Extrembedingungen fällt auf: Der Superleggera lässt sich einen Tick besser handeln, vor allem die genauere Lenkung fällt positiv auf. Serienmäßig ist der Superleggera mit dem sequentiellen Getriebe eGear ausgerüstet, eine manuelle Box ist auf Wunsch erhältlich. Rennsportähnlich lassen sich Gänge per Schaltpaddel am Volant wechseln.

Unüblich für einen Supersportler haben die Entwickler den Gallardo Superleggera eher untersteuernd ausgelegt. Ein Tribut an die Alltagstauglichkeit und die Sicherheit. In zu schnell angegangenen Kurven schiebt der Italiener leicht über die Vorderräder nach außen, lässt sich aber problemlos wieder auf Kurs bringen.

Unbequemer Halt

Galerie: Erster Test Lamborghini SuperleggeraAb Werk verfügt der leichte Lambo über alcantarabezogene Schalensitze - und wird damit für Fahrer über 1,85 Meter Größe reichlich unbequem. Vor allem die stark eingeschränkte Kopffreiheit macht einem zu schaffen. Der feste Halt dagegen ist vorbildlich, Fahrer und Beifahrer werden von Hosenträgergurten bestens fixiert.

Optional bietet Lamborghini Carbon-Bremsen an (12.000 Euro Aufpreis). Etwas schwerer zu dosieren bieten diese nach einiger Übung besten Halt. Nach nur 33,2 Metern soll der Superleggera aus 100 km/h zum Stillstand kommen. Vorteil auf der Rennstrecke: der Gallardo lässt sich im wirklich allerletzten Moment vor einer Kurve einbremsen.

Fazit

Galerie: Erster Test Lamborghini SuperleggeraKlingt alles schön und gut, doch jede Medaille hat ihre Kehrseite. Beim Superleggera ist das der Preis. 157.650 Euro will Lamborghini mindestens dafür haben, über 25.000 Euro mehr als für den normalen Gallardo. Zudem ist die Jahresproduktion für 2007 bereits ausverkauft.

Ob der zwanzigprozentige Aufpreis lohnt, ist wohl keine Frage von bessern Fahrleistungen, sondern eher des „Haben-Wollens“. Im Alltag zeigt der Superleggera keinen Unterschied und auf die Rennstrecke werden sich wohl die wenigsten Lambo-Fahrer begeben. Um sich auf dem Parkplatz des Golfclubs abzuheben, ist der austrainierte Gallardo aber zweifelsfrei bestens geeignet.

 
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