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Galerie: Erster Test Lexus GS 450h

Erster Test: Lexus GS 450h

Der neue Lexus Rekord

09.06.2006

Blöd, dass Opel den Namen schon verbraucht hat: Rekord. Zum neuen Topmodell der Lexus GS-Baureihe - dem japanischen Konkurrenten von Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse - würde er vortrefflich passen: Kommt zu einem Zeitpunkt auf den Markt, an dem die Toyota-Luxusmarke in Deutschland Rekordverkäufe feiert. Hat den weltweit stärksten Serien-Hybridantrieb unter der Haube. Stellt aber auch einen neuen Negativrekord in dieser Klasse auf: Der Kofferraum ist mickrig.

Die Lexus-Verantwortlichen freilich sonnen sich in den positiven Rekordmeldungen. Der vergangene Mai war der hierzulande verkaufsträchtigste Monat der Firmengeschichte (544 Autos). Bestzahlen auch für den Zeitraum Januar bis Mai: 2.300 Autos. Das anvisierte Jahresziel von 5.100 Einheiten werde sicher erreicht, frohlockt der sichtlich zufriedene PR-Chef Dr. Dietrich Hartmann.

Der Erfolg geht einher mit einem Stichwort, das das Zeug dazu hat, zum Synonym für Lexus zu werden: Hybrid. Vom SUV namens RX etwa werden inzwischen zwei Drittel mit dem kombinierten Benzin-Elektromotor geordert. Im Segment der Business-Limousinen soll es ihm nun der neue GS 450h gleichtun.

Hybrid der dritten Generation

Galerie: Erster Test Lexus GS 450hDabei ist es nicht so, dass sich Lexus auf dem Erreichten ausruht. Unvermindert wird viel Geld in die Hand genommen und die Technologie weiterentwickelt. Im RX beispielsweise ist ein quer eingebauter Sechszylinder-Benziner mit einer kompakt, aber hoch bauenden Hybrideinheit verschmolzen.

Im GS nun ist ein nagelneuer 3,5-Liter-V6 mit kombinierter Direkt- und Saugrohreinspritzung längs verbaut. Die Hybrideinheit liegt dahinter und reicht bis unter den Mitteltunnel, musste also lang und niedrig konzipiert werden. Auch in puncto Leistung ist der GS-Hybrid einen Schritt weiter: 345 PS Gesamtleistung stellen die bis vor kurzem überaus beeindruckenden 272 PS des RX 400h in den Schatten.

Sportwagen-Werte

Galerie: Erster Test Lexus GS 450hEntsprechend sind die Fahrleistungen des GS 450h. Für den Sprint von Null auf Tempo 100 benötigt die zwei Tonnen schwere und 4,83 Meter lange Limousine keine sechs Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt nun standesgemäße 250 km/h. Und der Durchschnittsverbrauch wird mit lediglich 7,9 Liter pro 100 Kilometer angegeben.

Auch subjektiv besteht nie ein Zweifel an der unbändigen Power des GS 450h. Spurt, Zwischensprint, selbst die Annäherung an die Spitzengeschwindigkeit vergeht im Nu. Gibt man nicht ständig Vollgas, ist der große Lexus zudem eine Oase der Ruhe.

Subjektive Komforteinbußen

Beim heftigen Beschleunigen verliert der GS 450h allerdings seine Souveränität. Schuld daran ist das für ein Planetengetriebe typische Drehzahlspiel. Denn anders als bei herkömmlichen Getrieben fehlt das gewohnte Ansteigen und Abfallen der Touren.

Galerie: Erster Test Lexus GS 450hVollgas bedeutet sofortige und anhaltend hohe Drehzahl. Das klingt dann einfach angestrengt. Und treibt auch den Verbrauch in die Höhe. Wer das Potential des 450 h öfters ausschöpft, den bestraft der hochmoderne Antrieb mit Verbrauchswerten um die 14 Liter.

Im Innenraum verströmt der Lexus jenen Luxus, den man von einer Business-Limousine um die 60.000 Euro erwartet. Hochwertige Kunststoffe, feines Leder und schöne Details wie etwa die in poliertem Aluminium gehaltenen Tachoskalen zeugen von Geschmack. Dazu kommen bequeme, zigfach verstellbare Sitze und jede serienmäßige Ausstattungsfeatures, die bei den deutschen Konkurrenten den Geldbeutel nachhaltig strapazieren.  

Fazit

Galerie: Erster Test Lexus GS 450hDer Lexus GS 450h zeigt eindrucksvoll, was ein moderner Hybridantrieb im Stande ist zu leisten. Je nach Bedarf bietet die geräumige und hochkomfortable Limousine Fahrleistungen wie ein Sportwagen. Oder Verbrauchswerte auf Kompaktklasse-Niveau.

Andererseits können auch die Pioniere des kombinierten Antriebs eines der größten systemimmanenten Probleme nicht lösen. Der Antrieb verbraucht Platz, was in diesem Falle auf Kosten des Kofferraums und damit der Familientauglichkeit geht. Weil die Hybrid-Batterie hinter der Rückbank untergebracht ist, reduziert sich das Kofferraumvolumen des Fünfsitzers auf aberwitzige 280 Liter. Jeder Golf bietet da mehr.

 
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