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Galerie: Erster Test Maserati GranTurismo S Automatic

Erster Test: Maserati GranTurismo S Automatic

Er würde ihn lieben

08.05.2009

Die Sonne verabschiedet sich langsam hinter den sanften Hügeln der Emilia-Romagna und taucht die malerische Gegend in rotes Licht. Es ist ein lauer Sommerabend, hier, in der Nähe von Modena, als wir uns auf dem Balkon eines alten, zur Villa umgebauten Bauernhofes zum Aperitif einfinden.

Eine zierliche, schlicht gekleidete Frau um die Vierzig wohnt hier seit dem Tod ihres Mannes alleine mit der kleinen Tochter. Das dreistöckige Wohnhaus im klassisch toskanischen Stil ist einfach eingerichtet. Es gibt ein paar antike Möbel, gemischt mit modernen Accessoires. Auf dem barocken Fernsehtischchen steht eine Spielekonsole und an den Wänden hängen Bilder. Viele Bilder. Neo-Impressionistische Werke, die der Hausherr selbst gemalt hat.

Der einstige Besitzer der selbstgeschaffenen Idylle war weltberühmt - und ist es auch nach seinem Tode noch. Vielleicht war er sogar der beste seines Metiers. Doch es waren nicht die Bilder, die ihm zu Ruhm und Reichtum verhalfen. Nein, der prominente Bewohner der Modenser Villa war einer der bedeutendsten Tenöre der Welt: Luciano Pavarotti.

Bella macchina

Galerie: Erster Test Maserati GranTurismo S AutomaticPavarotti hatte viele Leidenschaften: die Oper, die Frauen, die Pasta und den Vino. Und natürlich schöne Autos. Nicht irgendwelche, nein, es musste schon eine bestimmte Marke sein. Eine italienische, versteht sich von selbst: Wo auch immer der Star-Tenor auftrat, ließ er sich in einem Maserati chauffieren.

Und hätte er ihn erleben dürfen, er würde auch ihn lieben, den eigentlichen Anlass unseres Besuches im Hause Pavarotti: den neuen Maserati GranTurismo S Automatic. Denn: Wie schon der gläserne Aufzug im Wohnzimmer der Villa zeigt, war Luciano kein Freund großer Anstrengungen. Selber schalten kam daher sicher nicht in Frage für den Maestro.

Komfort und Sport

Galerie: Erster Test Maserati GranTurismo S AutomaticDie sechsstufige Wandlerautomatik war bislang allerdings dem GranTurismo vorbehalten, der sportliche „S“ wurde ausschließlich mit einem sequentiellen Getriebe ausgeliefert. Mit dem S Automatic hat Maserati nun endlich auch die Kombination aus Power - der 4,7 Liter große Achtzylinder liefert 440 PS - und Komfort im Programm.

Den sportlichen Ambitionen tut der Verzicht auf die händischen Gangwechsel keinen Abbruch, zumal der Fahrer jederzeit per Lenkradwippen die Gänge rauf und runter leiern kann wie Pavarotti die Tonleitern. Zugegeben, der Automat braucht beim Beschleunigen eine Sekündchen, bis er den Tritt aufs Gaspedal umsetzt. Aber glauben Sie, der füllige Sängerknabe kam mühelos in die Gänge?

Zugabe

Galerie: Erster Test Maserati GranTurismo S AutomaticWährend sich der Opernstar eher durch Ovationen zu Zugaben hinreißen ließ, genügt dem GranTurismo S allein der Druck auf die Sport-Taste. Sofort versteifen sich die Federn und reduzieren so die Seitenneigung der Karosserie bei flotter Kurvenfahrt. Das Ansprechverhalten des fast fünf Liter großen Saugers wird bissiger, direkter hängt er am Gas und die Automatik dreht die Gänge weiter aus.

Ein Genuss, der nicht nur zu spüren ist: Ab 3.000 Umdrehungen sorgt eine sich öffnende Klappe im Abgasstrang für noch kraftvolleren, noch fulminanteren Klang und damit für Gänsehaut. Grad so, als würde Pavarotti den Heldentenor Radames in Aida geben. Nur dass sich das Konzert aus den vier Endrohren auf den komfortablen, mit feinsten Tierhäuten bezogenen Sesseln des Maserati vielleicht noch besser genießen lässt als Arien auf hartem Opernhaus-Gestühl.

Galerie: Erster Test Maserati GranTurismo S AutomaticNoch ein Schluck

Fast 300 km/h soll der Maserati schaffen und nur fünf Sekunden aus dem Stand bis Tempo 100 brauchen. Dass er dabei mindestens 15 Liter konsumieren soll und sich in Wirklichkeit wahrscheinlich zwanzig Liter gönnt, soll ihm verziehen sein. Der Maestro gab sich doch auch nicht mit einer Flasche Chianti zufrieden.

Und dass Sie über 120.000 Euro zahlen müssen, damit der 2+2-Sitzige GranTurismo S Automatic vor ihre Einfahrt rollt, ist doch auch eher nebensächlich. Luciano wäre für diesen Preis sicher nicht zu Ihnen nach Hause gekommen. Und wenn doch? Dann auf jeden Fall in einem Maserati.

Galerie: Erster Test Maserati GranTurismo S Automatic

 
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