Drucken Weiterempfehlen   Twitter
 
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
Galerie: Erster Test Mazda 3 Facelift

Erster Test: Mazda 3 Facelift

Kleinst-Arbeit

26.10.2011

Man muss schon genau hinsehen, um den alten vom neuen Mazda 3 unterscheiden zu können. Sehr dezente Kosmetik und Verbesserungen im Kleinen sollen den 2006 vorgestellten japanischen Golf-Konkurrenten fit für seine zweite Lebenshälfte machen. Und mit einer neuen Motor-Getriebe-Variante will Mazda eine ganz spezielle Klientel ansprechen.

Galerie: Erster Test Mazda 3 FaceliftDer große Fünf-Punkt-Kühlergrill wurde an den Ecken etwas abgerundet, der hintere Stoßfänger ist neu und lässt den Mazda etwas breiter wirken; das war's. Ebenso übersichtlich sind die Neuerungen im Innenraum, wo nach wie vor ein Mix von fast einem Dutzend verschiedener Kunststoff-Oberflächen zu finden ist. Die Verarbeitung der einzelnen Elemente ist fein, nur wo sie aneinander treffen, gibt's hier und da unpräzise Übergänge.

Die in tiefen Röhren liegenden, runden Instrumente sind jetzt weiß statt rot illuminiert und leuchten immer. Manko: Wer keinen Dämmerungssensor hat, muss dran denken, rechtzeitig die Scheinwerfer anzumachen; das wird gern vergessen, weil man innen ja alles sieht.

Neue Edition

Galerie: Erster Test Mazda 3 FaceliftAllerdings ist die Lichtautomatik im Technik-Paket mit Regensensor, Nebelleuchten, Einparkhilfe, Sitzheizung, Klimaautomatik und beheizbarer Frontscheibe in der neuen Ausstattungslinie Edition serienmäßig an Bord, und für diese nahezu komplett bestückte Variante werden sich, laut Mazda, 70 bis 80 Prozent aller Käufer entscheiden. Diese bekommen dann auch noch den Spurwechselassistenten und 17-Zoll-Aluräder mit.

An Motoren steht für die Editions-Linie fast die komplette, unveränderte Triebwerks-Palette zur Auswahl, also zwei Benziner (105 und 150 PS) sowie drei Diesel (115, 150 und 185 PS). Die neue Getriebevariante, eine vier Stufen-Automatik für den 1,6-Liter-Basisbenziner, gibt es allerdings nur in der schlechter ausgestatteten Center-Line; das erwähnte, umfangreiche Technikpaket kostet dann rund 1.700 Euro Aufpreis.

In der Basis nur ein Motor

Galerie: Erster Test Mazda 3 FaceliftFast gar keine Optionen hat, wer die Basis-Version Prime-Line bestellt. Sie kommt immer mit dem 1.6er-Benziner, übrigens der einzige der an ein Fünf- statt Sechs-Gang-Getriebe gekoppelt ist, und alleiniges Extra ist eine Klimaanlage. Für die Sports-Line stehen wiederum nur die beiden starken Motoren zur Verfügung. Jenseits dieser Ausstattungen gibt es wie gehabt den 260-Turbo-PS starken Mazda 3 MPS.

Dank aerodynamischen Optimierungen - der neue Stoßfänger, steifere Luftleitbleche an den Vorderrädern und eine größere Unterbodenabdeckung - konnte der Verbrauch bei allen Motoren etwas gesenkt werden. Eine Stopp-Start-Automatik gibt es allerdings nur für den großen Benziner mit Schaltgetriebe, sie soll den Konsum gegenüber der Fünf-Gang-Automatikvariante von 7,6 auf 6,8 Liter senken. Bei seinem kleineren Bruder wirkt sich der neue Automat genau umgekehrt aus, der Verbrauch steigt von 6,6 auf 7,6 Liter.

Wenig Temperament

Galerie: Erster Test Mazda 3 FaceliftZudem ist der 105-PS-Benziner schon als Handschalter keine Ausgeburt der Fahrfreude, und es fällt nicht schwer sich vorzustellen, dass das automatische Getriebe noch einen Teil des aus nur 145 Newtonmeter Drehmoments resultierenden Temperaments schluckt. Ist man allerdings nicht auf Fahrspaß, sondern auf solides Vorankommen aus, empfiehlt sich das laufruhige Aggregat durchaus, ganz gleich ob mit Automatik oder dem knackigen, manuellen Getriebe.

Auch der kleine Diesel befriedigt nicht unbedingt den Wunsch nach Beschleunigungsorgien, doch läuft auch er angenehm leise und ist er mit einem Verbrauch von 4,3 Liter die sparsamste Möglichkeit, Mazda 3 zu fahren - zu Preisen ab 19.890 Euro. Der Einstiegspreis liegt bei 16.990 Euro, in der Center-Line kostet der Basisbenziner 18.790 Euro und die Editions-Serie beginnt bei 19.990 Euro. Für das neue Automatik-Getriebe müssen übrigens stolze 2.100 Euro hingelegt werden.

Im Detail verbessert

Kaum Arbeit hatte Mazda übrigens in Sachen Fahrwerk, doch auch hier haben die Ingenieure im Entwicklungszentrum in Oberursel noch einmal nachgelegt. Verstärkungen im Unterboden sorgen für eine noch höhere Karosseriesteifigkeit und wirken sich positiv auf die Fahrstabilität aus und die neue Dämpferabstimmung erhöht den Komfort auf schlechten Wegen, reduziert Vibrationen und sorgt zusammen mit der optimierten Lenkung für noch mehr Präzision beim Ziehen des Kurvenstrichs.

 
Fazit

Michael Gebhardt

Viel gab es nicht zu optimieren, doch im Detail hat Mazda seinen Dreier weiter verbessert. Nachholbedarf gibt es höchstens noch im Innenraum, doch finden sich im Kompaktsegment auch weitaus schlechtere Beispiele. Und Stopp-Start für alle Motoren steht auch noch auf der Wunschliste. Ansonsten aber gilt: gut gemacht!
 
 

Gebrauchtwagen-Kaufberater

Sie suchen einen Gebrauchten? Unsere Kaufberater sagen Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Traumwagen achten müssen.

Suche nach Angeboten

Marke
Model
Fahrzeugrückruf
Hier verpassen Sie keinen Rückruf vom Hersteller mehr. Wir informieren Sie sofort per E-Mail.
Zum Rückrufservice

Frage der Woche

ServiceWelten

Sicherheit online

Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrug und unseriösen Angeboten.
Surfen Sie sicher mit unseren Tipps.