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Galerie: Erster Test Mazda 5

Erster Test: Mazda 5

Die perfekte Welle

24.06.2010

Auf dem Genfer Auto Salon im März 2010 enthüllte Mazda die Neuauflage seines Kompaktvans Mazda 5. Noch weit vor der Markteinführung Ende Oktober 2010 durften wir bereits eine erste Runde mit der praktischen Familienkutsche drehen. Und uns dabei überzeugen, dass Mazda Gutes noch besser gemacht hat.

Schon mit dem noch aktuellen Mazda 5 feierte der japanische Hersteller großen Erfolg. Dazu haben nicht zuletzt das flexible Sitzkonzept und die äußerst praktischen Schiebetüren beigetragen, mit denen der Kompakt-Van sich viele Pluspunkte sicherte. Selbstverständlich also, dass die Entwickler bei der Neuauflage daran nicht viel geändert haben.

Neue Formen

Galerie: Erster Test Mazda 5Neu und auffällig ist dagegen das Design des knapp 4,60 Meter langen Japaners. Zwar orientiert sich die Front am Mazda-Familiengesicht und sieht der 5 von vorne ein bisschen wie ein aufgeblasener Mazda 3 aus, doch haben die Kreativen mit ihrem Nagare genannten Konzept eine neue Designsprache etabliert. Nagare heißt so viel wie „fließend“ und was damit gemeint ist, ist augenscheinlich. Eine ausgeprägte Welle fließt von der Frontschürze über die vorderen Radkästen und die gesamte Flanke bis hin zu den Heckleuchten. Sicher ist, dass uns diese Liniengebung zukünftig öfter bei Mazda begegnen wird.

Galerie: Erster Test Mazda 5Weniger flüssig, dafür übersichtlicher präsentiert sich das neu gestaltete Cockpit, dass nun mehr in Richtung Fahrer gerichtet ist. Größere Tasten auf der breiteren Mittelkonsole sorgen für bessere Bedienbarkeit und das gewachsene Infodisplay ist leichter ablesbar. Weiterhin informieren klassische Rundinstrumente den Fahrer, diese liegen jetzt allerdings sportlich tief in Röhren. Zahlreiche, vielleicht sogar zu viele, Chromrähmchen sollen dagegen für eine edle Note sorgen. Und eine ausreichende  Anzahl kleinerer und größerer Fächer und Ablagen gehört bei Mazda sowieso zum guten Ton.

Schiebetüren serienmäßig

In Reihe zwei und drei – nur die Basisausstattung kommt als Fünfsitzer, bei allen anderen sind die zwei zusätzlichen Plätze Serie – geht es wie gehabt praktisch flexibel zu. Die äußeren Sitze in der zweiten Reihe sind verschieb- und umklappbar. Der Mittelsitz kann zur Armlehne umgelegt werden und klappt man dessen Sitzpolster weg – es verschwindet dann im linken Sessel – kann noch eine praktische Aufbewahrungsbox installiert werden. Auch ein schmaler Durchgang zur dritten Reihe ist möglich, allerdings geschieht der Zugang dorthin einfacher, in dem man die äußeren Sessel nach vorne klappt. Dank der auf Wunsch sogar elektrisch bedienbaren Schiebetüren bietet der Mazda 5 ohnehin einen komfortablen Einstieg, der in dieser Klasse seinesgleichen sucht.

Galerie: Erster Test Mazda 5Während es sich in der zweiten Reihe komfortabel und luftig sitzt, wird es hinten naturgemäß eng. Kurze Strecken können Erwachsene aber durchaus in Reihe drei meistern, auf Langstrecke sollten nur Kinder dort platziert werden. Manko auf allen Fondplätzen: Die Kopfstützen lassen sich nicht weit genug herausziehen. Vorbildlich ist nach wie vor das Platzangebot in Breite und Höhe, zumal wenn nur zwei Passagiere hinten mitreisen. Dann ist auch reichlich Platz fürs Gepäck vorhanden: Als Fünfsitzer schluckt der Mazda 5 426 Liter, klappt man auch die zweite Reihe weg sind es 1.597 Liter. Und mit kompletter Bestuhlung bleibt immer noch ein kleiner Rest-Stauraum von 112 Litern.

Zwei Benziner zum Start

Galerie: Erster Test Mazda 5Wenn der Mazda 5 Ende Oktober 2010 auf den deutschen Markt kommt, haben die Kunden zunächst nur die Wahl zwischen zwei Benzinern. Und die dürfte relativ eindeutig ausfallen. Denn entscheiden muss man sich zwischen einem  mittlerweile in die Jahre gekommenem 1,8-Liter-Triebwerk mit 115 PS und dem neuen 2,0-Liter-DISI-Aggregat aus dem Mazda 3 und 6, dass 150 PS mobilisiert, serienmäßig mit Stopp-Start-Automatik ausgerüstet ist und - das Wichtigste - trotz Mehrleistung weniger verbraucht als der 1,8er.

Dafür, dass Mazda nicht auf das derzeit beliebte Downsizing setzt, also kein verkleinerter Hubraum und kein Turbolader, kann sich der Verbrauchswert sehen lassen. 6,9 Liter gönnt sich der eineinhalb Tonnen schwere Van und ist damit Zweitbester in seinem Segment. Nur der VW Touran mit aufgeladenem 1,4-Liter-Turbo braucht 0,1 Liter weniger.

Technische Daten
 
Marke und Modell   Mazda 5   Mazda 5
Motor   1.8 l MZR   2.0 l MZR DISI i-stop
Abmessung und Gewicht        
Länge/Breite/Höhe (mm)   4.585 / 1.750 / 1.615   4.585 / 1.750 / 1.615
Radstand (mm)   2.750   2.750
Wendekreis (m)   11,2   11,2
Leergewicht (kg)   1.470   1.485
Kofferraum (Liter)   112 - 1.597   112 - 1.597
Bereifung Testwagen   195/65 R 15   195 / 65 R 15
Motor        
Hubraum (ccm) / Bauart   1.798 / R4   1.998 / R4, Benzindirekteinspritzer
Leistung (kW / PS)   85 / 115   110 / 150
Drehmoment (Nm) / Umdrehungen   165 / 4.000   191 / 4.500
Antriebsart   Frontantrieb   Frontantrieb
Getriebeart   6-Gang-Handschalter   6-Gang-Handschalter
Verbrauch        
Krafstoffart   Benzin   Benzin
Kombiniert laut Werk (l/100km)   7,2   6,9
CO2-Emissionen (g/km) / Abgasnorm   168 / Euro 5   159 / Euro 5
AS24-Verbrauch (l/100km)   k .A.   k .A.
Fahrleistungen        
Werksangabe 0-100km/h (s)   12,8   11
AS24-Sprint 0-100km/h (s)   k .A.   k .A.
AS24-Bremstest 100-0km/h (m)   k .A.   k .A.
Höchstgeschwindigkeit (km/h)   182   194
Preise        
ab (Euro)   noch nicht bekannt   noch nicht bekannt
Empfohlene Extras   elektrische Schiebetüren, Navigationssystem   elektrische Schiebetüren, Navigationssystem
 
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Die Reduzierung des Spritverbrauchs gegenüber dem gleichstarken Vorgängermotor gründet auf mehreren Maßnahmen. Zum einen arbeitet das Aggregat mit Benzin-Direkteinspritzung, zum anderen verfügt es über die bereits erwähnte Stopp-Start-Funktion, die übrigens tadellos und flott agiert. Hinzu kommen reduzierte Reibungsverluste und eine längere Übersetzung des Sechs-Gang-Getriebes, die niedrigere Motordrehzahlen erlauben.

Leisetreter

Galerie: Erster Test Mazda 5Dank des gestiegenen Drehmoments (191 Newtonmeter) hat die längere Übersetzung keine Einbußen bei den Fahrleistungen mit sich gebracht. So beschleunigt der Zwei-Liter-Mazda-5 in genau elf Sekunden auf Tempo 100 und wird maximal 194 km/h schnell, was für die Familienkutsche völlig ausreichend ist. Außerdem ist der drehfreudige Motor deutlich leiser als das Vorgängermodell. Im Schiebebetrieb ist der Motor dank verbesserter Dämmung kaum mehr zu hören.

Ebenfalls optimiert haben die Ingenieure das Fahrwerk des Kompakt-Vans. Zwar ist auch der neue noch Mazda-typisch straff, aber bei weitem nicht mehr so stößig wie der Vorgänger. Auch die hinten sitzenden Passagiere genießen fortan mehr Komfort und werden nicht bei jeder Unebenheit Richtung Decke gehoben. Wie gehabt, ist die Lenkung direkt und lässt sich der Mazda 5 durchaus sportlich ums Eck bewegen.

Nicht teurer als bisher

Galerie: Erster Test Mazda 5Über den Dieselmotor, der erst Anfang 2011 zu erwarten ist, macht Mazda noch keine konkreten Aussagen, nur, dass er zwischen 115 und 120 PS haben dürfte. Wahrscheinlich kommt der 1,6-Liter-Selbstzünder aus dem Mazda 3 zum Einsatz. Oder gleich der neue Diesel aus der Sky-Motorenfamilie, die Mazda im Herbst 2009 angekündigt hat. Mit dieser neuen Generation von Aggregaten - auch Benziner folgen - soll dann auch ein Automatikgetriebe in die Preisliste aufgenommen werden.

Genauso verschwiegen wie in Sachen Dieselmotor ist Mazda, wenn es um die Preise geht. Die einzige, dafür aber gute Nachricht zu diesem Thema: Der Neue wird auf keinen Fall teurer sein als das aktuelle Modell. Derzeit beginnt die Preisliste bei 21.200 Euro für den 1,8er-Benziner. Das Zwei-Liter-Modell kostet momentan ab 23.900 Euro.

Fazit

Der Mazda 5 war schon immer gut, die neue Generation ist noch besser. Die Ingenieure haben bewährte Stärken bewahrt, etwa das äußerst flexible Karakuri-Sitzsystem und vor allem die elektrischen, beidseitigen Schiebetüren, die im Kompakt-Van-Segment einmalig sind. Gleichzeitig haben sie Schwächen, wie das unkomfortable Fahrwerk oder die schlechte Geräuschdämmung, ausgemerzt. Und das neue Nagare-Design sorgt dafür, dass der Mazda 5 zum Hingucker wird. Einziges Manko: Zum Marktstart wird es keinen Diesel geben und auch ein Automatikgetriebe ist noch nicht im Programm.

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