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Galerie: Erster Test Mazda 6 Facelift

Erster Test: Mazda 6 Facelift

Frühes Facelift

04.05.2010

Erst ist noch gar nicht so lange her, dass die zweite Generation des Mazda 6 im Frühjahr 2008 zu den deutschen Händlern rollte. Doch schon dieser Tage steht die die überarbeitete Auflage in den Schauräumen. Leichte optische Retuschen, kleine Überarbeitungen am Fahrwerk und ein paar Veränderungen im Motorenprogramm sollen dem japanischen Mittelklässler auch in den nächsten Jahren den gleichen Erfolg wie bisher sichern.  

Schließlich zählt der Mazda 6 zu den Zugpferden des japanischen Herstellers, und das soll auch so bleiben. Auch wenn das Mittelklasse-Segment in den vergangenen Jahren kontinuierlich Marktanteile einbüßen musste, so sehen die Strategen bei Mazda dem überarbeiteten Mazda 6 doch eine rosige Zukunft vorher. Rund 12.000 Einheiten wollen sie in den Jahren 2010 und 2011 davon in Deutschland auf die Straße bringen.

Damit er sich auch zukünftig gegen die laut Mazda 26 Mitbewerber in diesem Segment – unter anderem Ford Mondeo und natürlich VW Passat – durchsetzen kann, haben die Designer das Blechkleid geschärft. Neuen Scheinwerfer, ein modifizierter Grill mit neu eingefasstem Mazda-Logo, überarbeitete Heckleuchten und neue Räder verleihen dem Mazda 6 ein satteres, sportlicheres Auftreten und passen ihn an das Mazda-Familiengesicht an.

Drei Karosserien

Galerie: Erster Test Mazda 6 FaceliftUnverändert bietet Mazda den 6 in Deutschland in drei Karosserievarianten an, wobei die klassische Stufenheck-Limousine mit einem Verkaufsanteil von zwei Prozent ein Nischendasein fristet. 28 Prozent der Käufer greifen zur sportlicheren Fließheck-Variante, der große Rest entscheidet sich für den praktischen Kombi, der mit 1.750 Litern Kofferraumvolumen den größten Stauraum in seinem Segment aufweist. Dank des bewährten Karakuri-Sitzsystems lässt sich die geteilte Rückbank mit einem Handgriff vom Kofferraum aus umklappen.

Damit es auch im Innenraum noch etwas wohnlicher zugeht, haben die Designer neue Dekoelemente in Klavierlackoptik und ein paar Chromrähmchen an den Drehreglern für die Klimaanlage und das Audiosystem angebracht. Die Instrumente mit größeren Ziffern sind zudem leichter ablesbar und das Multifunktionslenkrad wurde zwar um ein paar Funktionen, wie die Klimasteuerung, beraubt, ist dafür aber deutlich einfacher zu bedienen.  

Gestiegener Fahrkomfort

Galerie: Erster Test Mazda 6 FaceliftBereits mit der Einführung des neuen 2,2-Liter-Diesel im Jahr 2009 hat Mazda das anfangs viel zu straffe Fahrwerk etwas entschärft. Die nochmals überarbeitete Feder-Dämpfer-Abstimmung neutralisiert gröbere Unebenheiten jetzt noch besser und vermittelt trotzdem ein sicheres Fahrgefühl und sorgt für eine satte Straßenlage.

Hinzu kommen neue, um bis zu ein Kilogramm pro Rad leichtere Alufelgen, die die ungefederte Masse reduzieren und damit auch zum Komfortplus beitragen. Ebenfalls optimiert wurde die Lenkung, die dem Fahrer jetzt mehr Rückmeldung gibt, was insgesamt zu gestiegener Fahrdynamik bei gleichzeitig höherem Komfort führt. Lediglich kurze Stöße verträgt der Mazda 6 immer noch nicht und gibt sie unverblümt an die Passagiere weiter.   

Spontaneres Ansprechen

Neuigkeiten gibt es auch bei der Motorenpalette zu vermelden. Alle drei Ausbaustufen des 2,2-Liter-Dieselmotors – mit 129, 163 und 180 PS – wurden überarbeitet und sprechen dank kleinerer Turbolader spontaner an. Zusätzlich wurden Einspritzsystem, Abgasrückführung und Glühkerzen überarbeitet, was in der Summe in gestiegenem Drehmoment und mehr Durchzugskraft resultiert.

Galerie: Erster Test Mazda 6 FaceliftBei der Basisausführung des Selbstzünders konnten die Techniker zudem den Verbrauch noch weiter senken. Der schwächste Diesel mit einem dennoch starken Drehmoment von 340 Newtonmeter konsumiert nach dem Facelift nur noch 5,2 Liter je 100 Kilometer - zumindest wenn man nach EU-Zyklus fährt. Auch die beiden stärkeren Ausbaustufen zählen mit beiderseits 5,4 Litern Durchschnittsverbrauch zu den Sparsamen im Segment.

Einstiegsbenziner ist der aus dem aktuellen Modell unverändert übernommene 1,8-Liter-Vier-Zylinder mit 120 PS, der als einziges Aggregat an ein manuelles Fünf-Gang-Getriebe gekoppelt ist und ebenfalls als einziger momentan nur die Euro-4-Abgasnorm erfüllt. Ab September 2010 wird dann auch dieser Motor die Euro-5-Werte erreichen; alle anderen Triebwerke schaffen den Sprung mit dem Facelift. Ebenfalls unverändert gibt es auch im Facelift-Modell den Top-Benziner 2,5 MZR mit 180 PS, der auf dem Markt allerdings keine große Rolle spielt und mit einem Normverbrauch von acht Litern alles andere als genügsam ist.

Neuer Benzin-Direkteinspritzer

Galerie: Erster Test Mazda 6 FaceliftFast 40 Prozent der Benziner-Käufer – knapp über die Hälfte aller Kunden entscheidet sich für einen Ottomotor – sollen den neuen Zwei-Liter-Vier-Zylinder namens 2.0 DISI ordern. Das Triebwerk mit Benzindirekteinspritzung gibt sein Debüt im neuen Mazda 6 und ersetzt den bisherigen Zwei-Liter-Motor mit Saugrohreinspritzung. Es ist als einziges auf Wunsch mit einer Fünf-Stufen-Automatik lieferbar, die allerdings einen Verbrauchsnachteil von fast einem Liter mit sich bringt.

Gegenüber seinem Vorgänger weist das neue Aggregat mit 155 PS ein leichtes Plus von acht Pferdestärken auf und schafft es immerhin zu 193 Newtonmeter Drehmoment. Das befähigt den Mazda zu vollends ausreichenden Fahrleistungen: Glatte zehn Sekunden braucht der Japaner bis er Tempo 100 erreicht, maximal läuft er 217 km/h. Vorausgesetzt, man hält das drehfreudige Aggregat auf Touren, denn die maximale Kraft liegt erst bei 4.500 Umdrehungen an. Dank des präzisen, knackigen Sechs-Gang-Getriebes ist das allerdings kein Problem. Auf dem Datenblatt begnügt sich das neue Aggregat mit 6,9 Liter Benzin auf 100 Kilometer, den realen Verbrauch muss ein erster Test noch belegen.

Ausreichende Helferlein

Galerie: Erster Test Mazda 6 FaceliftTechnische Spielereien, wie etwa eine Verkehrsschild-Erkennung oder ein Nachtsichtgerät kann der Mazda nicht aufweisen. Was aber an Helferlein bereit steht, reicht vollkommen aus: So überwacht der Mazda 6 auf Wunsch den Toten Winkel, leuchtet dank adaptiven Scheinwerfern Kurven besser aus und hält beim Anfahren am Berg den Bremsdruck aufrecht, damit der Wagen nicht rückwärts rollt.

Galerie: Erster Test Mazda 6 FaceliftWährend die Benziner bereits bei den deutschen Händlern stehen, rollt der Diesel erst im Laufe des Mai 2010 in den Schauraum. Die Preise stehen allerdings schon alle fest: So ist der günstigste Mazda 6, der 1.8 MZR als viertürige Limousine ab 22.690 Euro zu haben, für den 129-PS-Diesel als Fließheck-Modell (die Selbstzünder gibt es nicht als Vier-Türer) müssen 25.390 Euro bezahlt werden.

Der neue 155-PS-Benziner schlägt als Stufenheck mit 25.190 Euro zu Buche, der Aufschlag für die Fließheck-Version beträgt 500 Euro und nochmal so viel kostet jeweils der Kombi mehr. Der Top-Diesel 2.2 MRZ-CD mit 180 PS kostet ab 32.390 Euro; der Spitzen-Benziner ist ab 30.490 Euro erhältlich. Insgesamt bietet Mazda den Mazda 6 in fünf Ausstattungsvarianten an; immer serienmäßig sind unter anderem eine Klimaanlage, ein CD-Radio, elektrische Fensterheber und elektrisch einstellbare Außenspiegel.

Technische Daten
 
Marke und Modell   Mazda 6 1.8 l MZR   Mazda 6 2.0 l MZR DISI
Karosserie   4-türige Limousine   5-Türiges Fließheckmodell
Abmessung und Gewicht        
Länge/Breite/Höhe (mm)   4.755 / 1.795 / 1.440   4.755 / 1.795 / 1.440
Radstand (mm)   2.725   2.725
Wendekreis (m)   11,8   11,8
Leergewicht (kg)   1.370   1.435
Kofferraum (Liter)   519   510 - 1.702
Reifengröße (ab)   205/60 R 16   205/60 R 16
Motor        
Hubraum (ccm) / Bauart   1.798 / R4   1.999 / R4
Leistung (kW / PS)   88 / 120   114 / 155
Drehmoment (Nm) / Umdrehungen   165 / 4.300   193 / 4.500
Antriebsart   Frontantrieb   Frontantrieb
Getriebeart   5-Gang-Schaltgetriebe   6-Gang-Schaltgetriebe
Verbrauch        
Krafstoffart   Benzin   Benzin
Kombiniert laut Werk (l/100km)   6,4   6,9
CO2-Emissionen (g/km) / Abgasnorm   152 / Euro 4 (ab Sept. 2010 EU 5)   159 / Euro 5
AS24-Verbrauch (l/100km)   k. A.   k. A.
Fahrleistungen        
Werksangabe 0-100km/h (s)   11,4   10
AS24-Sprint 0-100km/h (s)   k. A.   k. A.
AS24-Bremstest 100-0km/h (m)   k. A.   k. A.
Höchstgeschwindigkeit (km/h)   196   217
Preise        
ab (Euro)   22.690 Euro   25.690 Euro
Empfohlene Extras   Einparkhilfe (vorn und hinten, 455 Euro), Metallic-Lackierung (520 Euro)   Einparkhilfe (vorn und hinten, 455 Euro), Metallic-Lackierung (520 Euro)
 
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Fazit

Nötig war das Facelift nach zwei Jahren noch nicht, aber gut tut es dem Mazda 6 trotzdem. Die optischen Retuschen sind zwar klein, machen den Japaner aber sichtbar sportlicher und auch der Innenraum profitiert von den kleinen Korrekturen. Die drei Diesel sprechen allesamt dank eines kleineren Turboladers spontaner an und der neue Benziner mit Direkteinspritzung ist sparsamer als sein Vorgänger.

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