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Galerie: Erster Test Mazda MX-5 Facelift

Erster Test: Mazda MX-5 Facelift

Spaßmacher

16.02.2009

20 Jahre ist es her, dass Mazda mit dem MX-5 die Roadster-Renaissance begründete. Mittlerweile läuft der Zweisitzer in dritter Generation vom Band und muss sich mit zahlreichen Konkurrenten messen. Um auch für die nächsten Jahre gut aufgestellt zu sein, haben die Japaner den MX-5 leicht aufgefrischt.

Klassiker wie der Mazda MX-5 wollen behutsam überarbeitet werden. Eine neue Frontschürze, neu gezeichnete Scheinwerfer und der zum Markengesicht gehörende Fünfpunkt-Kühlergrill sollen den Roadster modernisieren, ohne ihn zu verfälschen.  In der Seitenansicht fallen neue Schweller auf, das Heck wirkt dank des neuen Stoßfängers kraftvoller. Alles in allem geht der als Softop oder mit Blech-Faltdach erhältliche MX-5 optisch gestärkt aus der Halbzeit-Kur.

Windschnittiger

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 FaceliftPraktisch: Die Änderungen an der Außenhaut sind nicht nur sichtbar, sondern beeinflussen auch die Aerodynamik positiv. Vor allem der weiter hervorstehende untere Rand des Kühlergrills, breitere Luftabweiser an den Vorderrädern sowie neu gestaltete Außenspiegel  wirken sich vorteilhaft auf die Windschnittigkeit aus.

Anders als beim Exterieur gibt‘s aus dem Innenraum kaum Neues zu berichten. Eng wie eh und je geht es auch nach dem Facelift im MX-5 zu. Fahrer über 1,90 Meter Körpergröße sollten vielleicht Abstand von dem schnittigen Roadster nehmen, ihre Knie kämen zu oft mit dem nicht gerade kleinen Lenkrad in Berührung. Was nicht nur beim Lenken stört, sondern auch die Bedienung der Pedalerie behindert.

Wenig Neues

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 FaceliftWer aber platzmäßig gut auf die weich gepolsterten Sitze passt, darf sich fortan über silberfarbene statt schwarze Dekor-Elemente freuen. Die beiden Rundinstrumente sind etwas weiter auseinander gerückt, der Kilometerzähler leuchtet jetzt rot und die beiden Ablagen am Mitteltunnel tragen eine rutschfeste Oberfläche. Nach wie vor könnte die Materialauswahl im Interieur besser sein, die Kunststoffe wirken teilweise billig.

Solche Schwächen macht der Roadster aber durch ein Überangebot an Fahrspaß wieder wett. Wie gehabt stehen zwei Motoren zur Auswahl, an denen sich leistungsmäßig nichts geändert hat. Die Basisversion mit 126 PS starkem 1,8-Liter-Vierzylinder ist weiterhin nur mit dem bewährten Fünfgang-Getriebe zu haben und konsumiert dank optimierter Achsübersetzung jetzt vier Prozent weniger.   

Recht durstig

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 FaceliftKlingt gut, doch es sind immer noch sieben Liter Benzin auf 100 Kilometer - und das ist nur die Werksangabe. Der reale Verbrauch dürfte eher höher liegen, was für ein 120-PS-Triebwerk nicht wenig ist.

Der stärkere Zweiliter-Benziner mit leicht angehobener Drehzahlgrenze (bis 7.000 Umdrehungen) ist wahlweise mit Fünf- oder Sechsgang-Getriebe erhältlich und soll sich rund siebeneinhalb Liter gönnen. Erstmals ist für dieses Aggregat in Europa eine Sechsstufen-Automatik bestellbar, die zwar kaum mehr verbraucht, aber dafür dem Vierzylinder jegliches Temperament raubt.

Auf Touren

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 FaceliftDas 160-PS-Aggregat giert nach Drehzahlen und erst ab 3.500 Touren zieht er kräftig an - dann ist auch der Sound passabel. Mit der knackigen Handschaltung ist es kein Problem, das Triebwerk bei Laune zu halten , kurze Schaltwege animieren zum Gangwechsel in der präzise geführten Box. Der Automat dagegen bewegt den Motor stets in Drehzahlbereichen, die zwar verbrauchsoptimiert sein mögen, nicht aber spaßfördernd. Da hilft es nur per Lenkradpaddel selber zu schalten, doch damit wäre die Automatik fast schon wieder überflüssig.

Nur geringfügig haben die Ingenieure das Fahrwerk überarbeitet, schließlich waren große Modifikationen auch nicht nötig. Insgesamt wirkt der Mazda komfortabler, federt grobe Unebenheiten besser weg. An seinen sportlichen Talenten ändert das nichts: Die perfekt austarierte Gewichtsverteilung (50 zu 50) garantiert zusammen mit dem niedrigen Schwerpunkt ein wunderbar agiles Fahrverhalten und der Heckantrieb sorgt für den Rest.

Tänzelndes Heck

Wer das ESP deaktiviert, kann mit dem nur eine Tonne schweren MX-5 problemlos mit einem gezielten Gasstoß um die Ecke driften, ohne dass der Roadster dabei unkontrollierbar wird. Und selbst mit eingeschaltem Schleuderschutz  lässt sich das Heck noch zum Tänzeln bringen.  Wer dies auf kurvenreichen Landstraßen zu nutzen weiß, steigt garantiert mit einem Lächeln wieder aus.

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 FaceliftWeniger zu lachen haben die, bei denen der MX-5 nicht nur Zweitwagen ist, sondern die damit auch mal längere Strecken zurücklegen müssen oder gar Transportaufgaben bewältigen wollen. Vergessen Sie‘s! Die 150 Liter Kofferraumvolumen - sowohl bei der Soft- wie auch Hardtop-Variante - reichen gerade mal für ein kleines Wochenendköfferchen. Und das Gestühl ist auch nicht wirklich langstreckentauglich, zumal man sich im engen Interieur  auch nicht mal ausstrecken kann.

Und: Der Mazda ist zwar in seinem Segment einer der günstigsten, für ein reines Wochenend-Zweitauto sind mindestens 22.000 Euro aber doch ganz schön viel. Die stärkere Zweiliter-Version startet bei 24.000 Euro und für das faltbare Hardtop werden nochmal 2.400 Euo fällig. Ausgestattet mit Xenon-Licht, Soundsystem, Klimaanlage  und Tempomat stehen schnell mal 27.000 Euro auf der Rechnung. Und dabei sind mit dem Facelift die Preise schon um rund zehn Prozent gesunken...

Fazit

Nutzwertorientiert ist anders! Aber muss ein Roadster praktisch sein? Nein, er muss Spaß machen, und das kann der MX-5. Geboren zum Kurvenräubern lässt sich der Mazda herrlich um noch so enge Biegungen scheuchen, während Fahrer und Beifahrer sich ihre Häupter unter freiem Himmel Sonnen können. Vorausgesetzt, sie sind nicht zu groß gewachsen, denn Platz ist nicht viel in Mazdas Spaß-Mobil.

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 Facelift

 
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