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Galerie: Erster Test Mazda MX-5 Modelljahr 2019

Erster Test: Mazda MX-5 Modelljahr 2019

Update für den Roadster-Klassiker

31.08.2018

Eigentlich ist der Mazda MX-5 noch gut in Schuss und sieht noch genau so frisch aus, wie bei seiner Einführung vor drei Jahren. Für ein Facelift ist es also viel zu früh, aber da die Ingenieure im Zuge der WLTP-Umstellung sowieso Hand an den Roadster anlegen mussten, haben sie ihn gleich ein bisschen aufgefrischt. Neben etwas mehr Leistung, gibt’s ein paar neue Assistenten. Einen Benzinpartikelfilter sucht man dagegen vergebens, Euro 6d-TEMP erfüllt der MX-5 auch ohne die zusätzliche Abgasreinigung.

Ein bisschen mehr Leistung heißt konkret: 24 PS. Aber nur für die mindestens 27.790 Euro teure Zwei-Liter-Maschine, die es jetzt auf 184 Pferdestärken bringt; der kleinere 1.5er darf sich nur über einen Aufschlag von einem mageren Zähler auf 132 PS freuen. Treu geblieben sind die Japaner dem Saugverfahren, was das Roadster-Urgestein zu einer Rarität macht. Nicht nur, das es ohnehin in dieser Preisklasse so gut wie keinen Mitbewerber gibt; auch sein baugleicher Bruder, der Fiat 124 Spider, fährt ausschließlich mit aufgeladenen Motoren vor.

Automatik nur mit Hardtop

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 Modelljahr 2019Mit der Überarbeitung des großen Motors ist nicht nur die Leistung gestiegen, sondern auch die Höchstdrehzahl; die maximale Power liegt jetzt erst bei 7.000 Touren an, und der Begrenzer schreitet erst bei siebenhalb ein. Gleichzeitig wurde der Verlauf des marginal auf 205 Newtonmeter gestiegenen Drehmoments angepasst, oben rum stellt der Otto jetzt deutlich mehr Kraft zur Verfügung. Verwaltet wird sie immer händisch mit einem knackigen, manchmal aber etwas störrischen Sechsgang-Getriebe.

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 Modelljahr 2019Eine sechsstufige Automatik ist zwar im Angebot, aber nur für das ab 28.690 Euro zu habende Hardtop-Modell MX-5 RF – für das sich immerhin fast genauso viele Kunden entscheiden, wie für den Roadster mit von Hand nach hinten zu werfendem Stoffdach. Der nach WLTP ermittelte Verbrauch liegt bei allen Modellen unter sieben Litern, nach unserer Testrunde bescheinigte der Bordcomputer dem Stark-Modell ordentliche 7,2 Liter.

Gleichmäßig und direkt

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 Modelljahr 2019Das man für jede Menge Fahrspaß nicht viel mehr braucht, als einen ohne Fahrer unter 1.000 Kilogramm schweren Roadster, zeigt unsere Runde über die Transfagarasan-Passstraße in Rumänien. Hier, wo sich Kurve an Kurve reiht, kann der Sauger aus den Vollen schöpfen, und mit seinem Retro-Charme verführen. Statt eines Turboladers, der nach jeder Kehre mit aller Wucht zuschlägt und den Passagieren ordentlich ins Kreuz tritt, gibt es ehrliche, direkte Kraftentfaltung und einen nahezu unverfälschten Motorklang.

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 Modelljahr 2019Sauber zieht der Mazda aus der Kurve raus, beschleunigt gleichmäßig und lässt mit etwas Geschick sogar das Heck tänzeln. Um damit wirklich ums Eck zu driften, bräuchte es allerdings noch ein bisschen mehr Kraft an den Hinterrädern, die der straff abgestimmte Roadster mit der präzisen Lenkung auf jeden Fall vertragen würde. Für den Spaßfaktor reichen die jetzt 184 PS aber allemal aus.

Kleine Macken

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 Modelljahr 2019Beim Cruisen und Kurven durch herrliches Bergpanorama, vergisst man schnell die kleinen Macken des MX-5, die sich einem dann auf der Schnellstraße zurück in den Alltag wieder in Erinnerung rufen. Zum Beispiel, dass der nur 3,92 Meter lange Roadster schon verdammt eng geschnitten ist; dass der Beifahrer kaum Platz für seine Füße hat; dass ihm der ausladende Handbremshebel unschön in den rechten Oberschenkel drückt; dass der Bedienknubbel für das 7-Zoll-Infotainmentsystem so weit hinten sitzt, dass man sich schon ganz schön verrenken muss; dass die Mittelkonsole ziemlich hart ist; dass es so gut wie keine Ablagen gibt, nicht mal ein Handschuhfach.

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 Modelljahr 2019Sieht man großzügig über die Schwachstellen hinweg, steht aber sogar einer kleineren Urlaubsreise mit dem MX-5 nichts im Weg. Zum einen, weil es mit dem Update endlich ein längsverstellbares Lenkrad gibt, das dem Fahrer etwas mehr Komfort beschert. Zum anderen, weil der Kofferraum, der auf dem Papier nur 130 Liter schluckt, sich tatsächlich überraschend großzügig präsentiert. Zumindest wer mit knautschbaren Reisetaschen unterwegs ist, sollte einiges unterbringen.

Assistenten gegen Aufpreis

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 Modelljahr 2019Damit auch auf der großen Fahrt nichts passiert, hat Mazda jetzt ein paar zusätzliche Assistenten installiert, die den Fahrer unterstützen. Der Notbremsassistent arbeitet sowohl beim Vorwärts- als auch beim Rückwärtsfahren, der Müdigkeitswarner hat ein Auge auf die Fitness des Lenkers und die kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung überwacht die Straßenschilder.

Galerie: Erster Test Mazda MX-5 Modelljahr 2019Schade nur, dass das neue i-Activesense-Helferleinpaket nur gegen 650 Euro Aufpreis zu haben ist und nur in der teuersten Ausstattungslinie Sportsline, die für den 1.5er bei mindestens 28.290 Euro anfängt. Dann sind zwar auch die Matrix-Funktion für das immer serienmäßige LED-Licht, ein Sperrdifferenzial, das Navigationssystem und ein Spurwechselassistent, der piept wenn sich jemand im Toten Winkel befindet, dabei. Vom seit der Markteinführung unverändert günstigen Einstiegspreis von nur 22.990 Euro ist man damit allerdings ein gutes Stück entfernt. Das so beworbene Basismodell dagegen lässt sich gar nicht aufrüsten und fährt ziemlich puristisch vor.

 
Fazit

Michael Gebhardt

Mazda hat mit dem MX-5 nicht nur das Roadster-Segment vor 30 Jahren wiederbelebt, die Japaner sind auch mit die letzten, die ihren knackigen Zweisitzer immer noch erfolgreich unters Volk bringen. Konkurrenz gibt es kaum mehr, und die Zukunft der teureren Premium-Roadster von Audi, Mercedes und BMW ist ungewiss. Das Erfolgsrezept des MX-5: Unverfälschter Roadster-Fahrspaß dank saugstarker Motoren, eine fein ausbalancierten Abstimmung und ein puristisches Handbetrieb-Verdeck, das einen schneller in der Sonnen sitzen lässt, als jedes elektrisch öffnende Cabriodach.  
 
 

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