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Galerie: Erster Test Mazda MX-5

Erster Test: Mazda MX-5

Kult-Roadster neu aufgelegt

27.08.2015

Jinba Ittai - mit diesem Begriff beschreiben die Japaner das perfekte Zusammenspiel zwischen Ross und Reiter. Was im Pferdesport eine wichtige Rolle spielt, ist im Automobilbereich nicht weniger von Bedeutung. Und auch bei der vierten Generation des Mazda MX-5 haben die Entwickler in Fernost es wieder geschafft, Fahrspaß aus Roadster- und Go-Kart-Feeling in Einklang zu bringen. Schon auf den ersten Kilometern konnten wir das Grinsen in unseren Gesichtern nicht mehr verstecken, denn der kleine Charming-Boy weiß mit seinen Fähigkeiten zu begeistern. Die offizielle Markteinführung ist in Deutschland am 11. September 2015 - der Vorverkauf läuft schon seit April.

Galerie: Erster Test Mazda MX-5Als man 1989 den ersten MX-5 vorstellte, war man im Hause Mazda nicht wirklich davon überzeugt, ob dieses Projekt genügend Liebhaber für sich begeistern könnte. Rückblickend kann man sagen: Aus dem einst unsicheren Projekt wurde mit einer Abnehmerzahl von fast einer Millionen Käufern der Mazda MX-5 zum meistverkauften Roadster weltweit. Und: Aufs Abstellgleis stellen die Deutschen ihn bisher nicht, von den in Deutschland verkauften 116.000 Einheiten sind bis dato noch 81.000 Fahrzeuge zugelassen.

Dem Boden so nah

Galerie: Erster Test Mazda MX-5Das einst rundlich wirkende Ursprungsmodell des Mazda-Erfolgskonzepts wurde geschärft. Mit wohlgezogenen klaren Linien, flacher Motorhaube, verkürzten Überhängen und heruntergezogener Nase kommt wieder ein Roadster im typischen Mazda-Design auf die Straßen. In der Länge ist er im Vergleich zu seinem Vorgänger um zehn Zentimeter geschrumpft. Und auch der kurze Radstand von 2,31 Metern würde eigentlich darauf schließen lassen, dass es mit der Beinfreiheit nicht wirklich kommod hergeht, zumal auch der Motor etwas nach hinten gerückt wurde, wodurch man eine optimale Gewichtsverteilung von 50/50 realisiert wurde. Die Sitzposition wurde daher dem Boden um 20 Millimeter näher gebracht, sodass man bequem im Asiaten-Roadster platziert ist. Lediglich die etwas schmal geschnittenen Sitze dürften bei beleibteren Personen ein kleines Manko sein. Abspecken vor der nächsten Oben-Ohne-Saison ist also angesagt.

Fahrspaß mit Sparspaß

Galerie: Erster Test Mazda MX-5Für den Antrieb des MX-5 stehen zwei Saugmotoren zur Verfügung. Der 1,5-Liter-Vierzylinder-Ottomotor mit 131 PS, dessen maximales Drehmoment von 150 Newtonmeter bei 4.800 Umdrehungen die Minute greift und der den Spurt von 0 auf 100 km/h in 8,3 Sekunden bewältigt, ist der Kleine im Bunde. Neben ihm gibt es die Zwei-Liter-Maschine mit 160 PS, und einem maximalen Drehmoment von 200 Newtonmeter bei 4.600 Umdrehungen, mit der die Hunderter-Marke in 7,3 Sekunden genommen ist. Wie es sich für einen Sportwagen gehört, verzichtet Mazda auf Turboaufladung. Trotzdem steht aber im unteren Drehzahlbereich reichlich Kraft zur Verfügung, sodass man auch mit wenig Schaltaufwand gemütlich dahingleiten könnte. Aber wer will schon in einem Sportwagen, mit neu entwickeltem Sechsgang-Schaltgetriebe, dessen Schaltwege kurz und präzise sind, gemütlich den Berg hinauf, wenn er nach der nächsten Kurve beherzt einen Gang zurückschalten kann, um den Asiaten zum Bergfex mutieren zu lassen. Das wohlabgestimmte agile Fahrwerk macht den MX-5 zu einem Kurvenjäger, wie wir es von der Go-Kart-Bahn her kennen.

Und das Beste, den Fahrspaß gibt es zu einem relativ günstigen Preis. Der Einstiegspreis von 22.990 Euro in der günstigsten Ausstattungs-Version lässt unser Herz sichtbar höher schlagen. Und auch beim Spritverbrauch ist man sparsam unterwegs. Der durchschnittliche, kombinierte Verbrauch von 6,6 Litern ist für einen Sportwagen sehr annehmbar - und in der Praxis auch fast genau umsetzbar. Bei unserer ersten Testfahrt hatten wir mit beherztem Tritt aufs Gaspedal eine Abweichung von einem halben Liter.

Bedienkomfort

Galerie: Erster Test Mazda MX-5Das Stoffdach über den Köpfen ist schnell hinter die Sitze geworfen. Fahrer und Beifahrer können gleichermaßen die Verriegelung über dem Rückspiegel bedienen. Einhändig lässt sich das leichte Dach daher öffnen und wieder schließen. In der dritten der vier Ausstattungsvarianten ist das Verdeck für eine bessere Geräuschdämmung zweilagig; ganz schalldicht ist es aber auch in dieser Version nicht. Sonst wirkt der MX-5 innenraumseitig sehr aufgeräumt.

Die Luftauslässe kommen uns nicht ganz unbekannt vor, da sie dem Audi-Konkurrenten TT sehr ähneln. Wie bereits aus anderen Mazda-Modellen bekannt, ist das Navigations-Entertainment-System allerdings ein wenig umständlich in der Handhabung. Auf der Sicherheitsseite halten in der vierten Generation Assistenzsysteme wie ein rückwärtiger Querverkehrwarner, Spurhalte- und Tot-Winkel-Assistent Einzug.

 
Fazit

Jan Menno Schmidt

Der neue Mazda MX-5 ist ein Auto, das gefahren werden will und das Spaß macht. Über die kleinen Abstriche, die man zwar machen muss, wie zum Beispiel die schmalen Sitze, das etwas umständliche Navigationssystem oder der um 20 Liter auf 130 Liter geschrumpfte Kofferaum, der immerhin noch Platz für zwei Handgepäckkoffer bereithält, kann man aber dank des günstigen Einstiegspreises großzügig hinwegsehen
 
 

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