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Galerie: Erster Test Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell

Erster Test: Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell

Schicker Praktiker

20.09.2007

Schick und praktisch will das C-Klasse T-Modell sein. Bei unserer ersten Ausfahrt konnte der Mercedes beweisen, dass beides stimmt. Gepaart mit sparsamen Motoren und ausgewogenem Fahrverhalten schickt sich der Stuttgarter Kombi an den Erfolg der Limousine fort zu setzen.

Wer auf dem straff gepolsterten Fahrersitz des neuen C-Klasse T-Modell Platz nimmt, merkt nichts davon, dass er in einem Kombi sitzt. Das Interieur ist bekannt, punktet wie in der Limousine mit Übersichtlichkeit, einfacher Bedienlogik und gut verarbeiteten Materialien. Wie bei der Stufenheckversion tragen die Classic- und Elegance-Modelle den Stern auf der Haube, die Avantgarde-Edition dagegen im Kühlergrill.

Auch was die Motoren anbelangt, gibt es keine Überraschungen. T-Modell-Käufer haben die Wahl zwischen acht aus der Limousine bekannten Aggregaten. Am erschwinglichsten ist der C 180 Kompressor für 31.713,50 Euro. Mit einem angegebenen Verbrauch von 7,7 Litern hält sich der 156 PS starke Vierzylinder angenehm zurück, gegenüber dem 13 PS schwächeren Aggregat im Vorgänger sank der Verbrauch sogar um rund zehn Prozent.

Kraftvolle Benziner

Galerie: Erster Test Mercedes-Benz C-Klasse T-ModellAls zweiter Vierzylinder steht der 183 PS starke C200 Kompressor im Regal, darüber rangieren drei Sechszylinder mit 204 PS (C 230), 231 PS (C 280) und 272 PS (C 350). Das Topmodell mit 3,5-Liter-V6 bringt zum Preis von 46.053 Euro ab Werk die Siebenstufen-Automatik mit, alle anderen rollen mit einem exakten, manuellen Sechsgang-Getriebe vom Band.

Der Einsteig in die Dieselwelt erfolgt mit dem äußerst sparsamen, 33.617,50 Euro teuren C 200 CDI. Seiner Leistung von 136 PS steht ein vorbildlicher Verbrauch von nur sechs Litern je 100 Kilometer gegenüber. Nur unwesentlich mehr verbraucht der C 220 CDI, ebenfalls ein Vierzylinder. Er soll sich mit 6,1 Litern zufrieden geben und stellt seinem Fahrer eine Leistung von 170 PS und bis zu 400 Newtonmeter zur Verfügung.

Durchzugsstarke Diesel

Galerie: Erster Test Mercedes-Benz C-Klasse T-ModellIn unserem ersten Test musste der stärkste der drei Selbstzünder sein Können unter beweis stellen: der 224 PS starke C 320 CDI für 42.483 Euro. Vom Start weg sammelt der kultivierte Sechszylinder Punkte durch seinen seidenweichen Lauf und die gleichmäßige Kraftentfaltung. Fordert man seine 510 Newtonmeter (zwischen 1.600 und 2.800 U/min) heraus, beschleunigt er den 1,8-Tonnen-Kombi in 7,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Auch für spontane Zwischensprints hält der Diesel ausreichend Reserven parat. Höchstens die optional erhältliche Siebengang-Automatik (2.296,70 Euro) kommt einem in die Quere. Sie dürfte einen Tick schneller reagieren, teilweise überlegt sie zu lange, welchen Gang sie wählen soll. Abhilfe schafft die Möglichkeit manuell in die Gangwechsel einzugreifen.

Gleichmäßig verteilt

Galerie: Erster Test Mercedes-Benz C-Klasse T-ModellPositiv fällt die ausgewogene Gewichtsverteilung auf. Vorbildlich lastet je die Hälfte des Gewichts auf einer Achse. Dementsprechend verhält sich das T-Modell auch bei flott angegangenen Kurven weitestgehend neutral und lässt sich nur schwer in den Grenzbereich bewegen. Das serienmäßige ESP muss nur selten regelnd eingreifen.

Getrübt wird die Kurvenhatz höchstens durch die im vergleich zu den bayrischen Mitbewerbern eher indirekten Lenkung. Hier und da sind kleine Korrekturen nötig um die gewünschte Linie zu halten. Abhilfe schafft die gegen Aufpreis (232 Euro) erhältliche, direktere Parameterlenkung. Sie ist zudem Bestandteil des AMG-Sportpakets sowie eines Fahrdynamikpakets das zusätzlich ein adaptives Dämpfersystem beinhaltet.

Sparsamer Lademeister

Galerie: Erster Test Mercedes-Benz C-Klasse T-ModellErfreulich ist der Stopp an der Tankstelle. Wer nicht zu sehr heizt – und nicht immer voll beladen fährt - schafft problemlos die sieben vor dem Komma. Apropos voll beladen, hier liegen ja bekanntlich die Stärken eines Kombis.
So auch beim C-Klasse T-Modell, schließlich gleichen sich Limousine und Kombi optisch und technisch bis zur B-Säule wie eineiige Zwillinge.

Den Unterschied macht das Heck. Gegenüber dem Vorgänger fällt es beim aktuellen Modell steiler ab, sorgt so für noch mehr Stauraum. Über die niedrige Ladekante können maximal 1.500 Liter wandern, die asymmetrisch geteilte Rückbank lässt sich mit einem Handgriff zu einer ebenen Ladefläche verwandeln. Werden die drei hinteren, einigermaßen geräumigen Sitze benötigt, bleiben noch 450 Liter Laderaum. Stark: An die Anhängerkupplung dürfen bis zu 1.800 Kilogramm.

Gut gesichert

Galerie: Erster Test Mercedes-Benz C-Klasse T-ModellBesonders stolz sind die Ingenieure auf das so genannte Quadermaß, das heißt, wie groß ein rechteckiger Körper maximal sein darf, um noch in das T-Modell zu passen. In Zahlen: 1,47 Meter lang, 94 Zentimeter hoch und 60 Zentimeter breit oder anders ausgedrückt 827 Liter und damit 66 Liter mehr als beim Vorgänger.

Um den Kunden das Beladen zu erleichtern bietet Mercedes optional eine elektrisch öffnende und schließende Heckklappe an und vermeidet so schmutzige Finger. Verschiedene Verzurrösen und Befestigungsmechanismen helfen, dass Ladegut zu sichern, damit es beim Bremsen nicht zum gefährlichen Geschoss wird.

 
Fazit

Michael Gebhardt

Egal für welches Einsatzgebiet, das C-Klasse T-Modell enttäuscht seine Fahrer nicht. Sei es als praktischer Kombi für die Kleinfamilie, als geräumiger Transporter für Freizeitaktivisten oder als repräsentativer Geschäftswagen. Nicht zu letzt seine Langstreckentauglichkeit zeichnet den Kombi als optimales Urlaubsmobil aus. Die sparsamen Motoren schonen Umwelt und Geldbeutel, allerdings gilt es zuvor den hohen Einstiegspreis zu überwinden.
 
 

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