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Galerie: Erster Test Mercedes CLK 63 AMG „Black Series“

Erster Test: Mercedes CLK 63 AMG „Black Series“

Dramatisch

14.05.2007

Mercedes sind bequem. AMG-Mercedes sind bequem und sauschnell. Doch mit dem “Mercedes CLK 63 AMG Black Series” (kürzer geht’s nicht) haben die Affalterbacher jetzt erstmals einen echten Sportwagen im Programm.

Machen wir es kurz, denn der Modellname ist es nicht: Der Mercedes CLK 63 AMG „Black Series“ ist ein Hammer und auf der Rennstrecke zu Hause.

Der normale AMG ist zahm…

Galerie: Erster Test Mercedes CLK 63 AMG „Black Series“Wir hatten den zivilen Bruder CLK 63 AMG schon getestet und der ist schnell. Doch seine Topspeed ist auf 250 km/h begrenzt, das ESP nicht komplett abschaltbar und außerdem war’s damals ein Cabrio. Die neue „Black-Series“ Version kommt erheblich ambitionierter daher. Das geht schon bei der Optik los, die es nicht bei den üblichen AMG-Anbauteilen belässt: Ausgestellte Radhäuser und Zusatzkiemen sowie Heckdiffusor und –Spoiler in Carbon sind nachdrücklich aggressiv. Im Innenraum fehlen die Rücksitze und in Motor- und Kofferraum findet sich eine Domstrebe.

Ernsthafte Performance

Galerie: Erster Test Mercedes CLK 63 AMG „Black Series“Daß das alles kein Klimbim ist, habe ich auf dem Kalifornischen Racetrack „Willow Springs“ bei 38 Grad im Schatten erfahren. Das war eine ernsthafte Angelegenheit, zumal DTM-Meister Klaus Ludwig bei der Streckeneinweisung schon mal einen Vorgeschmack gab, welche Kurventempi machbar sind. Bei der vorherrschenden Hitze sollten sich auch weitere Goodies unter dem Blech nützlich machen: verbesserte Kühlung der Bremsanlage und des (selbstsperrenden) Hinterachsdifferenzials. Größerer Wasserkühler für den Motor und ein zusätzlicher Getriebeölkühler im linken Radlauf. Im Heckdiffusor ist der Kühler für das Differenzial untergebracht. Schnell wird deutlich, dass hier die übertrieben scheinende Optik ihre Funktion hat.

Gut zu Fuß

Galerie: Erster Test Mercedes CLK 63 AMG „Black Series“Auch das Fahrwerk ist für die Rundstrecke optimiert. Niveaulage der Federn, Zug- und Druckstufe der Stoßdämpfer, Sturz und Vorspur sind einstellbar. Federlenker, Radträger und weitere Fahrwerkskomponenten sind neu entwickelt und die Spurweite and Vorder- und Hinterachse vergrößert. Quasi nebenbei wurde auch die Spitzenleistung des Motors um auf über 500 PS erhöht.

Viel Drama also für die Rennstrecke. Und schon bei der Ausfahrt aus der Boxengasse macht der brüllende V8-Sauger seine Lust auf Rundenzeiten Luft.

Racing

Galerie: Erster Test Mercedes CLK 63 AMG „Black Series“Perfekt eingeengt in die optionalen Schalensitze fühle ich mich wie ein DTM-Pilot, die AMG-Mannschaft bestand schließlich auf Helm und Handschuhen. Den kleinen Automatikwählhebel nutze ich nur um ihn in die „D“-Stellung zu bringen um gleich darauf auf manuellen Schaltmodus umzustellen. Die am Lenkrad fixierten Schaltpaddel liegen gut zur Hand.

Schon in der Aufwärmrunde gefällt die sehr direkte Lenkung. Zielgenau peile ich die Curbs an, der „Schwarze“ (in Silber) giert schon beim Kurvenausgang der nächsten Kurve entgegen. Überaus direkt teilt mir der Wagen alle Fahrbahnzustände mit, schnell bin ich Eins mit Auto und Strecke.

Übermut, gebändigt…

Von Runde zu Runde zieht das Tempo an. Der „Renn-CLK“ (es geht doch kürzer) hängt fantastisch am Gas, die sportlich abgestimmte AMG 7-Gtronic führt meine Gangbefehle augenblicklich aus.

Das (noch aktivierte) ESP lässt mir sowohl beim Anstellen vor der Kurve als auch beim Leistungsübersteuern am Scheitelpunkt Spielraum und ich kann mich auf die Ideallinie konzentrieren. Dabei kommt mir das sehr neutrale Fahrverhalten entgegen – bis in den Grenzbereich lenkt der Wagen direkt und ohne Untersteuern ein.

Übermut…

Galerie: Erster Test Mercedes CLK 63 AMG „Black Series“In den folgenden Sets schicke ich das ESP nach Hause und schon in der nächsten Kurve geht es los mit dem Spaß im Heck. Jederzeit liegt genug Power an um die Hinterräder um die Kurven pfeifen zu lassen und noch mehr Spaß macht es wenn durch provozierte Lastwechsel das Heck leicht wird und nach außen drängt.

Dabei ist der Wagen jenseits des Grenzbereichs spielerisch zu beherrschen. Übelste Driftwinkel können durch spontanes Gegenlenken austariert werden, Konterschwünge bleiben aus. Die schnellsten Runden drehe ich so zwar nicht, aber mit Sicherheit die launigsten.

Gegen Ende fährt die Getriebesteuerung jedoch in den Automatikmodus zurück – zu viel Hitze im Getriebeöl. Zumindest bei kalifornischen Verhältnissen scheint der Ölkühler überfordert.

Fazit

Galerie: Erster Test Mercedes CLK 63 AMG „Black Series“Endlich gibt es einen echten Sportwagen von AMG. Der Mercedes CLK 63 AMG „Black Series“ löst auf der Rennstrecke das ein, was die DTM-Erfahrung von AMG erwarten lässt. Dabei benimmt sich der Sportler auch auf öffentlichen Straßen nicht wie ein harter Hund und kann durchaus mit Restkomfort gefallen. Was dort jeden Tag Freude macht ist seine Verbindlichkeit: Bremsen, Lenkung, Fahrwerk und nicht zuletzt die überarbeitete 7-Gang Automatik sorgen für einen sehr aktiven Fahrstil, was nichts mit Raserei zu tun hat.
Am Ende habe ich tatsächlich auch das amerikanische Bummeln durch Hollywood im Automatikmodus probiert. Und sogar das kann der beste AMG.

 

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