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Galerie: Erster Test Mercedes E-Klasse T-Modell

Erster Test: Mercedes E-Klasse T-Modell

T-Mobil

15.10.2009

Und noch einer: Nach der E-Klasse Limousine und dem Coupé folgt der dritte Streich, das T-Modell. Aus der ursprünglich geplanten Doppelpremiere, zusammen mit dem Cabrio, wurde nichts; den offenen E haben die Stuttgarter aufs Frühjahr 2010 verschoben. Macht nichts: Zum Winteranfang und dem ersten Schnee passt der geräumige Kombi, der problemlos die Skier aufnehmen kann, ohnehin besser.

Wie schon das Coupé ist auch der Kombi „nur“ ein Ableger der Limousine, das heißt, sowohl Technik als auch Optik bieten keine Überraschungen. So ist die Front identisch mit der des Stufenhecks, leider inklusive der außergewöhnlichen, mitunter als misslungen bezeichneten LED-Tagfahrlichter, die wie hängende Mundwinkel die Frontschürze dominieren. Doch gibt es mittlerweile Gerüchte, dass die gesamte E-Klasse-Baureihe schon im nächsten Jahr von diesem Laster befreit werden könnte - bei den Chromspiegeln der aktuellen C-Klasse ging es ja ähnlich schnell.

Mercedes Classe E BreakDas Heck folgt mit seiner steilen, fast senkrecht stehenden Klappe der Tradition der letzten beiden T-Modelle. Die dadurch entstehende Kastenform mag vielleicht nicht ganz so dynamisch wirken, wie manch ein Lifestyle-Kombi, doch bietet sie schlicht das beste Raumangebot. Bis zu 1.950 Liter Gepäck können bei umgeklappter Rückbank verstaut werden, in der Normalkonfiguration sind es 695 Liter - 132 Liter davon stehen (in Verbindung mit einem Tirefit-Kit anstelle des Ersatzrads) unter dem Ladeboden zur Verfügung. Und dank einer niedrigen Ladekante, fällt das Bepacken leicht. Eine serienmäßige Luftfederung an der Hinterachse sorgt zudem dafür, dass der Kombi auch mit schwerer Last hinten nicht in die Knie geht.

Praktische Details

Galerie: Erster Test Mercedes E-Klasse T-ModellWer die elektrisch operierende Heckklappe ordert, kann sich auch über ein automatisch beim Öffnen und Schließen vor und zurück fahrendes Rollo freuen, dass den Gepäckraum abdeckt. Für die 1/3 zu 2/3 geteilte Rückbank bietet Mercedes einen Skisack an, durch den die Eingangs erwähnten Skier geladen werden können und trotzdem links und rechts davon noch zwei Passagiere kommod reisen. Eine Vielzahl an Befestigungsmöglichkeiten sorgt zudem dafür, dass im Laderaum nichts verrutscht. Optional gibt es eine dritte Klapp-Sitzreihe für zwei weitere Passagiere im Kofferraum.

Der Passagierraum selbst stammt wiederum aus der Limousine und kann dank einer Vielzahl an Leder, Stoffen, Hölzern und anderen Dekorelementen wohnlich eingerichtet werden. Auf den großen, bequemen Sesseln übersteht man auch lange Strecken ohne Verspannungen. Und falls es doch dazu kommt, kann die optionale Massagefunktion gleich dagegen angehen.

Erste Wahl: Diesel

Bei unserer ersten Ausfahrt mit dem neuen Raumwunder - das E-Klasse T-Modell bietet derzeit den größten Kofferraum in seiner Klasse - haben wir uns aus der vier Diesel und fünf Benziner umfassenden Motorenpalette den E 250 CDI ausgesucht. Das Triebwerk, das in der C-Klasse eine super Figur macht, passt auch hervorragend zum Stuttgarter Kombi. Mit 204 PS und 500 Newtonmeter Drehmoment - ab 1.600 Umdrehungen - hat der Selbstzünder leichtes Spiel mit dem 1,8 Tonnen schweren Mercedes. Einzig in Sachen Laufkultur kann er nicht ganz mit den Sechs-Zylindern mithalten.

Wie für alle Vier-Zylinder gibt es optional nicht die neuere Sieben-Gang-Automatik, bei der sich der Wählhebel am Lenkrad befindet, sondern den etwas in die Jahre gekommenen Fünf-Stufen-Automaten (2.200 Euro), der noch ganz konventionell über einen Schaltknauf auf dem Mitteltunnel bedient wird. Weitere Gänge vermisst man allerdings nur selten, denn das System jongliert gekonnt mit den Übersetzungen, so dass der Motor seine Kraft optimal entfalten kann.

Souveräner Antrieb

Mercedes Classe E BreakLediglich beim flotten Gasgeben oder dem Beschleunigen aus der Kurve heraus ist die typische Gedenksekunde zu spüren, bevor die Automatik, sanft und kaum merklich, runterschaltet. Doch wem das zulange dauert, der kann schließlich manuell eingreifen. Bis zirka Tempo 210 marschiert der durchzugsstarke E 250 CDI bravourös voran, nur die letzten paar km/h bis zur Höchstgeschwindigkeit von 232 Kilometern pro Stunde werden etwas zäher erklommen.

Erfreulich: Selbst bei hoher Geschwindigkeit wird der Diesel nicht laut, er macht lediglich beim Beschleunigen durch ein sonores Brummen auf sich aufmerksam. Apropos Beschleunigung: Von null auf 100 km/h sprintet der Kombi in 7,8 Sekunden. Natürlich unbeladen; reizt man die maximale Zuladung von 575 Kilogramm aus dauert es etwas länger.

Günstiger Verbrauch

Mercedes Classe E BreakDann aber entfernt sich auch der Durchschnittsverbrauch weiter vom Normwert 5,7 Liter Diesel je 100 Kilometer. Auf unserer ersten, flott gefahrenen Testrunde hat der Bordcomputer einen Konsum von knapp über neun Litern ausgewiesen, in der Praxis dürfte bei moderater Fahrt mit Sicherheit eine acht, vielleicht sogar eine sieben vor dem Komma stehen.

Zwar verfügt der Kombi stets über die serienmäßige Luftfederung an der Hinterachse, ein adaptives Fahrwerk gibt es dagegen nicht. Wie schon die Limousine hat auch der Kombi eine, für Mercedes-Verhältnisse untypische, recht straffe Feder-Dämpfer-Abstimmung. Die steigert zwar Fahrdynamik und Stabilität, doch vermittelt sie nicht ganz den gewohnten Dahingleit-Komfort der Marke mit dem Stern; Unebenheiten im Asphalt werden mitunter an die Passagiere weiter gereicht.

Dynamisches Potential

Mercedes Classe E BreakErfreuen werden sich sportliche Fahrer, die den Kombi dank der Kombination mit einer direkten Lenkung (auch das ist eher Mercedes-untypisch), zügig um die Kurve scheuchen können, ohne große Seitenneigung zu provozieren. Eine festzupackende Bremsanlage bringt im Gegenzug den Lastesel wieder sicher zum stehen.

Wie für die Limousine und das Coupé, hält Mercedes selbstverständlich auch für den Kombi eine lange Liste an Sonderausstattungen bereit, inklusive sämtlicher Assistenzsysteme wie Müdigkeits-Warner, Spurhalte-Assistent, Totwinkel-Überwachung und Verkehrszeichen-Erkennung. Ab Werk kommen alle T-Modelle mit einer anständigen Basisausstattung, die unter anderem ein Radio, Klimaautomatik, Nebelleuchten, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Tempomat umfasst. Der E 250 CDI steht mit 47.700 Euro in der Preisliste (3.200 Euro Aufpreis gegenüber der Limousine), die bessere Elegance-Ausführung kostet 1.900 Euro mehr, für die Avantgarde-Linie werden 3.300 Euro fällig.

Technische Daten
 
Marke und Modell   Mercedes E250 CDI T-Modell
Ausstattungsvariante   Classic
Abmessung und Gewicht    
Länge/Breite/Höhe (mm)   4.895 / 1.854 / 1.471
Radstand (mm)   2.874
Wendekreis (m)   11,3
Leergewicht (kg)   1.845
Kofferraum (Liter)   695 - 1.950
Bereifung Testwagen   225/55 R16
Motor    
Hubraum (ccm) / Zylinder (Zahl, Bauart)   2.143 / V6
Leistung (PS)   204
Drehmoment (Nm) / Umdrehungen   500 / 1.600 - 1.800
Antriebsart   Heckantrieb
Getriebeart   manuelles 6-Gang-Getriebe
Verbrauch    
Krafstoffart   Diesel
Kombiniert laut Werk (l/100km)   5,7
CO2-Emissionen (g/km) / Abgasnorm   150 / Euro 5
AS24-Verbrauch (l/100km)   k. A.
Fahrleistungen    
Werksangabe 0-100km/h (s)   7,8
AS24-Sprint 0-100km/h (s)   k. A.
AS24-Bremstest 100-0km/h (m)   k. A.
Höchstgeschwindigkeit (km/h)   232
Preise    
ab (Euro)   29.000
Empfohlene Extras   Automatikgetriebe (2.200 Euro), Sitzheizung vorne (400 Euro), Navigationssystem Command (3.000 Euro)
 
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Fazit

Mit dem T-Modell hat Mercedes das praktischste Derivat der E-Klasse auf den Markt gebracht. Der Kombi bietet ausreichend Stauraum, sei es für den Familienurlaub, für Geschäftsreisende oder bei der Erledigung aller Arbeiten rund um Haus und Hof. Dank der niedrigen Ladekante und der großen Heckklappe lassen sich auch sperrige Güter gut verstauen. Und mit dem durchzugsstarken Vier-Zylinder-Diesel ist der Transporter ausreichend motorisiert und trotzdem noch sparsam unterwegs.

Mercedes Classe E Break

 
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