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Galerie: Erster Test Mercedes E-Klasse

Erster Test: Mercedes E-Klasse

Der mit den Eulenaugen

13.03.2009

Wenn Mercedes-Entwicklungschef Dr. Thomas Weber die Eulenaugen der neuen E-Klasse preist, meint er nicht die auffälligen diamantartigen Scheinwerfer. Vielmehr schwärmt Weber vom Nachtsicht-Assistenten, der bei Dunkelheit weit mehr sichtbar macht als das menschliche Auge zu erkennen in der Lage ist. Neben diesem und weiteren Sicherheit-Highlights setzt die E-Klasse auch Maßstäbe bei Komfort, Effizienz und Design.

Mit ihrer Optik hat die Anfang 2009 in Detroit präsentierte E-Klasse bereits für viel Diskussionsstoff gesorgt. Die leicht überfrachtete Front mit ihren auffälligen, L-förmigen LED-Tagfahrlichtern, der Hüftschwung im Heck – hier soll und kann der Benz besondere Akzente setzen. Auch insgesamt gelingt es der neuen E-Klasse sich als durchweg eigenständige Erscheinung zu profilieren.

Darüber hinaus strahlt das wichtigste aller Mercedes-Modelle in seiner neunten Auflage eine gehörige Portion Eleganz und Brillanz aus. Im direkten Vergleich wirkt der eigentlich sehr ansehnliche Vorgänger bereits alt und langweilig. Vermutlich braucht es nur etwas Zeit, bis man sich auch an den expressiven Designdetails  der im Frühjahr startenden E-Klasse gewöhnt hat und sie als die neue Ikone gehobener Autokultur wahrnimmt.  Galerie: Erster Test Mercedes E-Klasse

Ohne Widerstand

Was man der E-Klasse hingegen nicht ansieht, ist ihr geringer Luftwiderstand – der Cw-Wert von 0,25 ist spitze und sorgt für eindrucksvoll wenig Windgeräusche im Innenraum. Zusammen mit dem großzügigen Platzangebot, den bequemen Sitzen, der perfekten Ergonomie und dem schluckfreudigem Fahrwerk bewegt sie sich auf dem höchsten Komfortniveau ihrer Klasse.

Galerie: Erster Test Mercedes E-KlasseDas Interieur der E-Klasse zeigt sich zudem bei Materialwahl, Verarbeitung und Funktionalität vorbildlich. Selbstverständlich lässt sich die Basis gegen Aufpreis mit allerlei Extras hochrüsten. Drei-Zonen-Klimaautomatik, klimatisierte Ledersitze mit Massagefunktion und dynamisch variablem Seitenhalt, das Highend-Navi Comand APS mit der Spracheingabe Linguatronic, ein Audio-Video-System, ein Alcantara-Dachhimmel oder auch nur die dezente und doch effektvolle Ambiente-Beleuchtung sorgen für hohe Funktionalität und Geborgenheit.

Massiv aufgerüstet

Galerie: Erster Test Mercedes E-KlasseLetzteres kann auch die umfangreiche Sicherheitsausstattung vermitteln. Beim Crash schützt die E-Klasse ihre Insassen mit einer serienmäßigen Airbag-Armada, aktiven Kopfstützen sowie dem Pre-Safe-System mit automatischer Gurtstraffung und Fensterschließung vor einem Aufprall. Als Unfallverhinderer sind zudem die Regelsysteme ABS und ESP, Bremsassistent oder Reifendruckkontrolle serienmäßig aktiv.

Darüber hinaus gibt es noch diverse Assistenzsysteme, die allerdings in ihrer Gesamtheit beinahe schon bevormundenden Charakter entwickeln. Der Müdigkeitswarner gehört bereits zur Serienausstattung. Der Fernlicht-Assistent, der den Lichtkegel automatisch regelt, und der Totwinkel-Assistent gehören zu den empfehlenswerten Optionen. Auch das Radarsystem Distronic Plus, dass automatisch den korrekten Sicherheitsabstand zum Vordermann hält und bei Bedarf eine Vollbremsung einleitet, leistet gute Arbeit.

Viel Sicherheit kostet viel Geld

Galerie: Erster Test Mercedes E-KlasseSpurhalte- und Nachtsicht-Assistent sind hingegen nur bedingt empfehlenswert. Ersterer wird mit seinen Vibrationsimpulsen im Lenkrad leicht lästig. Letzterer entlockt der Dunkelheit mittels Infrarot-Kamera  zwar weit mehr als das menschliche Auge in lichtarmem Milieu erkennen kann. Doch befindet sich das Kamerabild dieser „Eulenaugen“ leicht deplatziert in der Mittelkonsole und entzieht sich so dem Blickfeld des Fahrers.

Wer dennoch eine E-Klasse mit allen Sicherheitsoptionen will, muss tief in die Geldbörse greifen. So muss zum Sicherheits-Komplettpaket auch das über 3.000 Euro teure und hervorragend funktionierende Multimedia-Navi-System Comand APS geordert werden. Zusammen mit den anderen Assistenten und dem Licht-Paket summiert sich dann allerdings eine fünfstellige Summe – wohlgemerkt nur für optionale Sicherheitsextras samt Comand APS.

Meister der Effizienz

Galerie: Erster Test Mercedes E-KlasseDie randvoll mit Extras gut 1,8 Tonnen schwere Limousine kann sich zudem mit hoher Effizienz profilieren. Zumindest der neue170 PS starke Vierzylinder E220 CDI hat hier Vorbildcharakter. Zwar ist der Turbodiesel in Sachen Laufkultur und Vortrieb die schlechteste Wahl im E-Klasse-Portfolio. Doch selbst hier kann der kraftvolle und effiziente Motor im Vergleich zu Aggregaten der Mitbewerber überzeugen.

Bereits bei knapp über 1.000 Umdrehungen ist der E220 CDI fahrbar. Gleitet man bei dieser Drehzahl im dritten Gang mit 40 Sachen dahin, ist der Diesel eigentlich nicht hörbar. Wer den Schub von 400 Newtonmetern fordert, wird ein noch dezentes Nageln und Brummen vernehmen. In Kombination mit dem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe dauert der Sprint laut Hersteller glatt neun Sekunden und endet der Vortrieb bei 230 km/h. Sensationell niedrig ist angesichts dieser Fahrleistungen der Verbrauch mit theoretisch fünf Litern – praktisch zeigte unser Bordcomputer immer noch bescheidene sechseinhalb Liter an.

Der großartige V8

Galerie: Erster Test Mercedes E-KlasseHinsichtlich Fahrleistungen und Laufkultur ist der bereits vom Vorgänger bekannte V8-Benziner im E500 selbstredend souveräner.  Mit seinen 388 PS bietet die E-Klasse ein nahezu vollkommenes Fahrerlebnis auf höchstem Komfort- und hohem Dynamikniveau. So dauert mit der vorzüglich schaltenden Siebengang-Automatik 7G-Tronic der Standardsprint nur etwas über fünf Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 250 km/h beschränkt. Allerdings muss man in der Praxis einen Spritkonsum von elf bis zwölf Litern pro 100 Kilometer hinnehmen. Und auf Bleifuß-Autobahnfahrten bleibt die Effizienz vollends auf der Strecke.

Und dabei beherrscht die E-Klasse flottes Geradeausgleiten so vorzüglich wie mit kaum ein anderes Fahrzeug der oberen Mittelklasse. Das serienmäßige Stahlfahrwerk des E220 CDI bügelt noch gröbste Unebenheiten erstaunlich sauber weg und überzeugt so mit perfektem Komfort. Ein wenig schaukelig und mit seiner leichtgängigen und indirekt wirkenden Lenkung vermittelt der Wagen aber nur bedingt dynamische Talente. Etwas straffer und verbindlicher gibt sich der E500 mit seiner serienmäßigen Direktlenkung und der Luftfederung Airmatic. Wer will, kann diese E-Klasse schnell, sicher und mit viel Spaß um Kurven scheuchen.

Technische Daten
 
Marke und Modell   Mercedes E220 CDI   Mercedes E500
Ausstattungsvariante        
Abmessung und Gewicht        
Länge/Breite/Höhe (mm)   4.868/ 1.854 / 1.470   4.868/ 1.854 / 1.470
Radstand (mm)   2.874   2.874
Wendekreis (m)   11,25   11,25
Leergewicht (kg)   1.735   1.830
Kofferraum (Liter)   540   540
Bereifung Testwagen   205/60 R 16   245/45 R 17
Motor        
Hubraum (ccm) / Zylinder (Zahl, Bauart)   2.143 / 4, Reihe   5.461 / 8, V
Leistung (PS)   170   388
Drehmoment (Nm) / Umdrehungen   400 / 1.400 - 2.800   530 / 2.800 - 4.800
Antriebsart   Heckantrieb   Heckantrieb
Getriebeart   manuelles 6-Gang-Getriebe   7-Gang-Automatik
Verbrauch        
Krafstoffart   Diesel   Benzin
Kombiniert laut Werk (l/100km)   5,3   10,9
CO2-Emissionen (g/km)   139   256
AS24-Verbrauch (l/100km)   k.A.   k.A.
Fahrleistungen        
Werksangabe 0-100km/h (s)   9   5,2
AS24-Sprint 0-100km/h (s)   k. A.   k. A.
AS24-Bremstest 100-0km/h (m)   k. A.   k. A.
Höchstgeschwindigkeit (km/h)   231   250
Preise        
ab (Euro)   41.591   67.533
Empfohlene Extras   aktiver Multikontursitz (1.488 Euro) und Audio-Navi-System Comand APS mit Spracheingabe Linguatronic (3.046 Euro)   aktiver Multikontursitz (1.488 Euro) und Audio-Navi-System Comand APS mit Spracheingabe Linguatronic (3.046 Euro)
 
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Wie gewohnt teuer

Galerie: Erster Test Mercedes E-KlasseBei der in nahezu allen Belangen vorbildlichen E-Klasse hat Mercedes auch die preisliche Messlatte wie gewohnt sehr hoch gelegt. Vorläufige Einstiegsmotorisierung ist der 220 CDI, mit dem die E-Klasse bereits 42.000 Euro kostet. Zum Vergleich: Bei Opel gibt es für das gleiche Geld einen Insignia in der V6-Top-Motorisierung mit Allrad und besonders üppiger Ausstattung.

Für eine üppige Ausstattung muss man bei der E-Klasse nochmals tiefer in die Tasche greifen. Will man neben einer umfangreichen Sicherheitsausstattung noch einige attraktive Komfortextras, kommen locker 20.000 Euro obendrauf. Doch wer einmal mit einer voll ausgestatteten E-Klasse unterwegs war, wird sich danach ernsthaft Gedanken darüber machen, dieses viele Geld in den Mercedes zu investieren. Mit ihrem hohen Werterhalt relativiert

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Fazit

Das Niveau der neuen E-Klasse ist in nahezu allen Belangen hoch. Bei Platzangebot, Sicherheit, Innenraumakustik, Verarbeitung, Federungskomfort und Effizienz der Dieselmotoren liegt sie ganz weit vorne. Als hartgesottener Dynamiker empfiehlt sich die E-Klasse weiterhin nicht. Und wie gewohnt ist eine Grundvoraussetzung für die neue E-Klasse ein souveräner Kontostand. Die Preise bleiben auch in Krisenzeiten gesalzen.

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