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Galerie: Erster Test Mercedes M-Klasse Facelift

Erster Test: Mercedes M-Klasse Facelift

Nur kleinere Korrekturen

04.07.2008

Es scheint, als sei 2008 das Jahr der Modellpflege bei Mercedes. Nach SL, SLK, CLS, A-, B- und G-Klasse bringen die Stuttgarter mit dem ML nun die siebte Baureihe auf Vordermann. Dabei gehört das SUV noch lange nicht zum alten Eisen: gerade mal drei Jahre hat die M-Klasse auf ihrem großen Buckel. Dementsprechend dezent fallen die Neuerungen aus.

Bereits zur AMI Leipzig im Frühjahr 2008 begann der Verkauf der überarbeiteten M-Klasse. Die ersten Fahrzeuge treffen allerdings nicht vor Herbst bei den deutschen Kunden ein. Denn: Das SUV wird nicht auf Vorrat produziert, sondern nur nach Bestellung. Liegt der unterschriebene Orderschein vor, dauert es drei Monate, bis der individuelle ML in Tuscaloosa, Alabama gebaut wird. Weitere zwei Monate braucht es, um ihn nach Deutschland zu verschiffen.

Nicht alt aussehen lassen

Galerie: Erster Test Mercedes M-Klasse FaceliftDas Facelift soll der M-Klasse ihre Attraktivität für die nächsten Jahre sichern. Gleichzeitig darf das aktuelle Modell dadurch aber nicht alt wirken. Sonst fühlen sich die bisher 300.000 Käufer vor den Kopf gestoßen. Diesen Kompromiss zu finden, war Aufgabe des Design-Teams rund um Marco Schulz.

Viele Möglichkeiten bleiben den Kreativen bei einem Facelift nicht. Werden zu viele Blechteile verändert, steigen die Kosten schnell ins Unermessliche. Es bleiben im Grunde die klassischen Bereiche Frontschürze, Scheinwerfer und Heckansicht, die bei nahezu jeder Pflege überarbeitet werden. Die M-Klasse startet mit robusteren Stoßfängern ins neue Modelljahr. Der Kühlergrill ist gewachsen und sitzt tiefer, ein Knick in den Scheinwerfern soll für Dynamik sorgen. Insgesamt wirkt die Front gepfeilter und kräftiger als bisher.

Ein schöner Rücken...

Galerie: Erster Test Mercedes M-Klasse FaceliftDamit der Rücken auch zukünftig entzücken kann, sorgt ein wuchtigerer Stoßfänger mit eingelegten Reflektoren in der Heckansicht für einen breiteren Stand. Auf Wunsch arbeiten die Rücklichter mit LED-Technik und bieten den nachfolgenden Fahrern eine hübsche Leuchtengrafik. Hinzu kommen größere Außenspiegel, die mehr Übersicht bieten und bereits jetzt zukünftige Vorschriften erfüllen.

Die Passagiere nehmen nach dem Facelift auf neu gestalteten Sitzen Platz, die den Komfort des alten Gestühls noch übertreffen. Mit Rückenproblemen vorbelastete Fahrer können sich auf die optional erhältliche, vierstufige Lordosenstütze freuen, die den Lendenwirbelbereich vorbildlich unterstützt und den Langstreckenkomfort weiter erhöht.

Ein neues Vierspeichenlenkrad mit Chromapplikationen und serienmäßigen Schaltwippen sowie feines Leder sorgen für den Feinschliff. Die Verarbeitungsqualität der in den USA produzierten M-Klasse reicht aber noch immer nicht ganz an deutsche Standards heran.

Beste Unterhaltung

Galerie: Erster Test Mercedes M-Klasse FaceliftEin Schmankerl für Technikbegeisterte ist das neue Entertainment-System, das mit dem Facelift in die M-Klasse einzog. Die Bedienung erfolgt analog zu dem bereits aus S- und C-Klasse bekannten Comand-System und erklärt sich von selbst. Statt eines metallenen Drehknopfs werden im SUV die Funktionen allerdings per Tastendruck angewählt.

Zum Serienumfang des neuen Systems zählt neben einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung auch ein Aux-Eingang für Audio-Geräte. An das gegen Aufpreis lieferbare Media-Interface lassen sich iPod oder iPhone sogar direkt anschließen und über das Menüsystem oder die Lenkradtasten steuern.

Mit Surround-Sound aus einer 610 Watt starken Harman Kardon-Anlage und zwei acht Zoll großen Bildschirmen im Fond inklusive DVD-Spieler lässt sich das Autokino komplettieren. Und damit Mama und Papa nicht mithören müssen, wenn der Nachwuchs auf der Rückbank Benjamin Blümchen guckt, gibts zwei kabellose Kopfhörer obendrein.

Hoher Fahrkomfort

Keinen Verbesserungsbedarf sahen die Ingenieure in Sachen Fahreigenschaften, weder Fahrwerk noch Lenkung wurden angefasst. War aber auch nicht nötig, schließlich rollt die M-Klasse auf hohem Niveau zu ihrem Kunden. Wer die optionale Luftfederung bestellt, kann die Feder-Dämpfer-Abstimmung in drei Stufen von Komfort bis Sport verstellen.

Galerie: Erster Test Mercedes M-Klasse FaceliftHoher Abrollkomfort, feste Straßenlage und eine sowohl SUV- als auch mercedestypisch nicht zu direkte Lenkung Kennzeichnen den ML auf geteerten Straßen. Wer jenseits davon längere Ausflüge plant, sollte ein Kreuzchen beim Offroad-Paket machen. Mit 100-Prozent-Sperren am Mittel- und Hinterachsdifferenzial, Geländeuntersetzung, einem Edelstahl-Unterfahrschutz und einer Luftfederung mit mehr Bodenfreiheit - plus 30 Millimeter gegenüber der herkömmlichen Airmatic - macht der ML auch in schwerem Gelände nicht Schlapp.

Etwas sparsamer

Wie gehabt, umfasst das Motorenangebot drei Diesel und zwei Benziner zwischen 190 und 388 PS. Die Aggregate wurden hinsichtlich ihres Konsums leicht optimiert und sollen nun bis zu 0,4 Liter weniger je 100 Kilometer verbrauchen. Die Diesel liegen zwischen neun und elf, die Ottomotoren bei elf bis zwölf Liter im Durchschnitt.

Galerie: Erster Test Mercedes M-Klasse FaceliftBesonders Durchzugsstark: Der V8-Selbstzünder mit 306 PS und satten 700 Newtonmeter Drehmoment. Ab Werk sind alle Triebwerke an eine Siebengang-Automatik gekoppelt. Der Einstiegspreis für den 190 PS starken V6-Diesel liegt bei 51.527 Euro, der Basisbenziner mit 272 PS startet bei 53.312 Euro.

Für Leistungsfetischisten hält Mercedes darüber hinaus den ML 63 AMG bereit. Zum Preis von 101.804,50 Euro bekommt man einen 510 PS starken Achtzylinder mit 6,2 Liter Hubraum sowie 630 Newtonmeter Drehmoment - sportliche Optik inklusive. In Anbetracht von über 2,3 Tonnen Leergewicht sind fünf Sekunden von Null auf Tempo 100 Top. Mehr als 16 Liter Super Plus auf 100 Kilometer sind dagegen nicht zeitgemäß.

In den USA gibt es ab Herbst 2009 die M-Klasse auch mit dem sauberen BlueTEC-Diesel. Durch Harnstoff-Einspritzung lassen sich die prinzipbedingt hohen Stickoxid-Anteile in den Dieselabgasen nahezu komplett reduzieren. So erfüllen die Selbstzünder auch die strengen US-Vorschriften. Alles über die BlueTEC-Technologie erfahren sie hier.

Fazit

Nötig hatte die M-Klasse die Schönheitskur nicht, schaden tut sie aber keinesfalls. Der Kompromiss, das SUV aufzuhübschen, ohne den Vorgänger alt aussehen zu lassen, ist den Designern gelungen. Die neue Front gibt dem ML mehr Selbstbewusstsein, ohne klobig zu wirken. Langstreckenfahrer freuen sich über die superbequemen Sitze, das neue Entertainment-System rundet das Wohlfühlambiente ab.

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