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Galerie: Erster Test Mercedes ML63 AMG

Erster Test: Mercedes ML63 AMG

Kraftkur

03.04.2006

Das Wettrüsten geht weiter. Nachdem Porsche mit dem Cayenne Turbo S weit über 500 PS in einem SUV realisierte, legt die Tuningabteilung von Mercedes nach und präsentiert den ML63 AMG. Im neuen V8 hat der Kompressor ausgedient - hohe Drehzahlen verhelfen der AMG-Eigenentwicklung zum nötigen Bumms. Klingt jetzt irgendwie modisch? Schon. Fährt sich aber klassisch.

Ein Hochdrehzahlkonzept beginnt in München bei 8.000 Umdrehungen. Der neue AMG-Motor dreht dagegen bis über 7.000 bei größerem Volumen und gleichzeitig weniger Zylindern. Der 6,3 Liter V8 kann deshalb eher als Kombinationssportler gelten, der Hubraum und Drehzahl gekonnt zur Kraftentfaltung einsetzt.

Unten und oben

Galerie: Erster Test Mercedes ML63 AMGDie Art der Kraftentfaltung ist es auch, die den Motor so sympathisch macht. Sehr gleichmäßig zieht er schon bei niederen Touren los: 500 Newtonmeter Drehmoment liegen bei 2.000 Touren an. Das potente Drehzahlband zieht sich als über 5.000 Touren, womit sich der Wagen sowohl agil als auch schaltfaul fahren lässt.

Die Motorcharakteristik passt sehr gut zum ML, denn als Saugmotor steht die spontane Leistungsentfaltung stets Gewehr bei Fuß. Ebenso passend ist die an unserem Testwagen montierte, extreme 20-Zoll Bereifung (Serie 295/45-19).

Am kurzen Zügel

Galerie: Erster Test Mercedes ML63 AMGDer permanente Allradantrieb scheint niemals mit den maximal machbaren 630 Newtonmetern überfordert zu sein, ohne Slip werden sie ansatzlos in Vortrieb umgewandelt. Dennoch schreitet das ESP wegen der erzielbaren hohen Kurventempi recht rabiat ein, um Fahrer und Gefährt wieder auf den rechten Weg zu dirigieren. Völlig deaktivieren lässt es sich leider nicht, weshalb es den Fahrspaß im gut beherrschbaren Grenzbereich unnötig einschränkt.

Doch sollte dieser kurze Zügel nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich beim ML63 AMG um einen Kraftprotz handelt, der sich sehr schnell und leichtfüßig bewegen lässt. Schließlich schreitet das ESP erst ein, wenn man (physikalisch) zu schnell auf dem eingeschlagenen Kurs unterwegs ist.

Schnellkurs

Andererseits verkörpert der AMG einen bewusst anderen Schnellkurs als der Porsche. Denn seine Lenkung ist nicht so direkt ausgelegt, seine 7-Gang Automatik wechselt die Gänge lieber sacht als innerhalb von Sekundenbruchteilen. Daraus ergibt sich eine entspanntere Grundhaltung, Hektik oder gar Nervosität verbreitet sich erst gar nicht.

Im Innenraum haben wir es dem entsprechend mit einer sehr gepflegten M-Klasse zu tun. Ein paar Zierleisten hier, ein paar eingelegte Logos dort und viel schwarzes Leder mehr braucht es nicht zum AMG-Auftritt. Klein, aber wichtig sind die beiden silbernen Knöpfe am Lenkrad: „-“ und „+“ findet sich darauf eingraviert. Denn im AMG schaltet man per Tipptaste links herunter und rechts herauf wie es sich für einen Sportwagen eben gehört.

Fazit

Die Anbauteile des AMG gibt es auch als Kit für die normale M-Klasse. Doch echte AMG Fans werden der schier überbordenden Kraft des neuen V8 kaum widerstehen können. Allein das Telefonat mit der Bank könnte ein klein wenig im Wege stehen, denn der Einstieg in den stärksten ML liegt bei exklusiven 96.000 Euro

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