Cabrio-Special 2011
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
 
Drucken Weiterempfehlen   Twitter
Galerie: Erster Test Mercedes Ocean Drive

Erster Test: Mercedes Ocean Drive

Luxus, pur

31.05.2007

Auto-Studien und Concept-Cars sind schöne Träumereien. Kaum real und schon gar nicht bezahlbar. Das viertürige Cabrio Mercedes “Ocean Drive” ist genau so ein handgefertigtes Einzelstück, das erstens mehrere Millionen kostet und zweitens unverkäuflich ist.
Ob, wie und wann es als Serienmodell das Licht der Welt erblicken wird ist pure Spekulation.

Die Karosserie des 5,3 Meter langen Cabrios ist völlig neu konstruiert und weist nur marginale Ähnlichkeiten mit dem derzeitigen Flaggschiff, der S-Klasse (5,2 Meter) auf. Natürlich baut sie auf deren Plattform auf, der über drei Meter lange Radstand ist identisch. Auch den sechs-Liter 12-Zylinder Turbomotor mit über 500 PS hat sich der Ocean Drive vom kleinen Bruder geborgt.

Nah an der Wirklichkeit

Galerie: Erster Test Mercedes Ocean DriveRein optisch ist es allein der Kühlergrill, der seriennah scheint, obwohl allein seine schieren Ausmaße jedes derzeitige Mercedes-Modell erschlagen würden. Die LED-Scheinwerfer (natürlich mit Tagfahrlicht) wirken wie aus der Zukunft hereingebeamt und die Frontschürze gibt sich für einen Mercedes erstaunlich schlicht.

Von hinten betrachtet wirkt das Stuttgarter Über-Cabrio wie ein zuerst aufgeplusterter und dann abgeschliffener Maybach – ein schnörkelloses Statement. Die LED-Rückleuchten haben ihren Glanzauftritt jedoch erst bei Nacht, wenn sie die wie flüssiges Metall wirkende Zweifarb-Lackierung perfekt und nobel ergänzen.

Länge über alles

Galerie: Erster Test Mercedes Ocean DriveDas eigentliche Highlight ist jedoch die Seitenansicht, wenn man die ganze Länge des Cabrios erfasst und erkennt, dass es sich um einen Viertürer handelt. Zuletzt gab es das vor 45 Jahren, der damalige 300 d wurde jedoch nur als Sonderanfertigung gebaut.

Karosserietechnisch ist ein offener Viertürer eine echte Herausforderung. Denn das Crashverhalten bei einem Seitenaufprall ist nach geltenden Vorschriften wegen der fehlenden B-Säule kaum zu erreichen. Und doch ist diese Variante die einzige, die einen Luxuriösen und gleichzeitig stilvollen Zutritt auf die hinteren Plätze auch bei geschlossenem Verdeck ermöglicht.

Offener Mehrwert

Galerie: Erster Test Mercedes Ocean DriveDas Verdeck ist das zweite Highlight des Mega-Cruisers: Es hat eine Spannweite von über zwei Metern und eine Dachfläche von mehr als drei Quadratmetern. Selbstverständlich lässt es sich vollautomatisch auf Knopfdruck öffnen und schließen. Dabei ist der Kofferraumdeckel aus einem Stück gefertigt und öffnet - ohne das Auge störende Querfuge - sowohl nach hinten als auch nach vorne. So genannte Proportionalventile ermöglichen dabei eine völlig harmonische und flüssige „Choreografie“ des Öffnens, wie es Mercedes beschreibt – in gerade einmal 20 Sekunden.

Der Verdeckstoff selbst schimmert genauso wie die Lackierung und ergibt im Zusammenspiel mit den beige-glänzenden Seitenscheiben und der Lackierung eine vollständige Harmonie.

Galerie: Erster Test Mercedes Ocean DriveNatürlich bietet der Ocean Drive alle derzeitigen Sicherheits-Tricks, die man derzeit bei Mercedes kaufen kann: Radargestützter Tempomat, Bremassistent und der vorausahnende Insassenschutz „Pre-Safe“. Das kann man von einem Showcar jedoch erwarten. Was an ihm in die Zukunft weist ist jedoch vielmehr sein Design – weniger das Konzept eines offenen Viertürers.

Trendsetter

Galerie: Erster Test Mercedes Ocean DriveSo soll das Konzeptauto in Punkto Design den Trend der Zukunft – so wie man ihn bei Mercedes sieht – zeigen. Und das heißt vor allem eines: Kein Firlefanz. Natürlich hat es ein Fünfmeter-Cabrio leicht, mit gestreckten Linien und beruhigenden Flächen zu glänzen. Dennoch steht der Ocean-Drive damit immer noch in einer logischen Linie mit den existierenden Mercedes. Und daher dürfen wir in absehbarer Zukunft auch bei den kleineren Mercedes-Modellreihen eine Reduktion der Design-Komplexität erwarten.

Der Innenraum bestätigt das, indem er für ein Concept-Car bemerkenswert realitätsnah auftritt. Das Bedienkonzept mit allen Instrumenten und Schaltern stammt aus der aktuellen S-Klasse. Dabei fällt vor allem auf, dass die Materialien weniger sündhaft teuer sind, sondern vielmehr die durchgehende Farbharmonie des Autos ergänzen. Helles Beige herrscht vor, kontrastiert von Vogelaugenahorn und dunklem Leder auf der Instrumententafel.

Fazit

Galerie: Erster Test Mercedes Ocean DriveWas sagt uns also der Ocean-Drive über künftige Modelle von Mercedes oder gar eine Serienfertigung? Die Spekulationen schwanken zwischen Maybach-Cabrio, offener S-Klasse und CL-Roadster. Da jedoch der Maybach etwas unter den Absatzerwartungen bleibt und eine noch luxuriösere S-Klasse diesem in die Quere kommen könnte, scheint letztere Variante die wahrscheinlichste.

Viel wichtiger jedoch ist das Design des Ocean Drive. In seinem fast schon puren Minimalismus hebt er sich einerseits deutlich von den aktuellen Modellen ab. Andererseits zeigt er ebenso deutlich, wie viel Potenzial im derzeitigen Design noch steckt. Und so beschreibt auch Mercedes Chefdesigner Peter Pfeiffer die Aufgabe seiner Mannschaft so: Sie muss „frühzeitig erfassen, was in der Luft liegt – intuitiv. Denn Designer arbeiten immer in der Zukunft. Wir dürfen niemals stillstehen, sondern müssen immer weiter nach vorn denken.“

Da kann man nur sagen: „Weiter so.“

 

Gebrauchtwagen-Kaufberater

Sie suchen einen Gebrauchten? Unsere Kaufberater sagen Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Traumwagen achten müssen.

Suche nach Angeboten

Marke
Model
Fahrzeugrückruf
Hier verpassen Sie keinen Rückruf vom Hersteller mehr. Wir informieren Sie sofort per E-Mail.
Zum Rückrufservice

Frage der Woche

AutoWelten

ServiceWelten

Sicherheit online

Schützen Sie sich vor Datenklau (Phishing), Scheckbetrug und unseriösen Angeboten.
Surfen Sie sicher mit unseren Tipps.