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Galerie: Erster Test Mercedes R-Klasse Facelift

Erster Test: Mercedes R-Klasse Facelift

Zwischending

18.06.2010

Wer keinen Kombi mag und SUVs unkorrekt findet, wem der Van zu gewöhnlich ist und wer trotzdem viele Freunde hat, der könnte sich für die R-Klasse von Mercedes interessieren. Nachdem der Crossover zwischen den genannten Klassen seit seiner Markteinführung 2005 noch nicht so viele Fans begeistern konnte, holt Mercedes jetzt mit einem deutlichen Facelift neuen Schwung. Wichtigste Erkenntnis: Er ist billiger als die hausinterne Konkurrenz von E-Klasse T-Modell und ML.

Die zweite wichtige Erkenntnis: Die neue R-Klasse sieht aus wie ein richtiger Mercedes, was vor allem an den nun deutlich dynamischer gezeichneten Frontscheinwerfern liegt. Die erste Variante mit den etwas schräg dreinblickenden Kulleraugen war den meisten doch zu harmlos.

Variantenreich

Galerie: Erster Test Mercedes R-Klasse FaceliftWie gehabt wird die R-Klasse mit zwei Radständen sowie mit konventionellem Hinterradantrieb oder alternativ mit Allradantrieb angeboten. Der Innenraum ist nicht gewachsen, was bei den großzügigen Platzverhältnissen jedoch kein Nachteil ist. Die sehr variable Bestuhlung (es gibt 5-, 6-, oder 7-Sitzer) ermöglicht einen bis zu fast 2.400 Liter großen Laderaum. Die Zuladung liegt bei bis zu 650 Kilogramm.

Gerade der Innenraum hat als Highlight jedoch mehr Beachtung verdient. Das dachten sich auch die Mercedes-Tüftler und spendierten der R-Klasse noch ein zweifarbiges Interieur mit feineren Materialien. Armaturen, Mittelkonsole und Anzeigen wurden dagegen nicht verändert. Die Sitzposition auf den bequemen Sesseln ist für den Fahrer in weiten Bereichen schnell optimal eingestellt. Das gilt leider nicht in Kombination mit dem konventionellen Schiebedach (€ 1.380), das die Kopffreiheit deutlich einschränkt.

Viel Platz…

Galerie: Erster Test Mercedes R-Klasse FaceliftDie Passagiere der mittleren Sitzreihe werden sich weder in der „kurzen“ und erst recht nicht in der langen Version über zu wenig Platz beschweren können. Die hinterste Sitzreihe ist einigermaßen einfach zu erklimmen, sie sollte auf längeren Strecken jedoch nur Kleingewachsenen oder Kindern zugemutet werden. Die ideale Bestuhlung für Freunde oder Familie ist der 4-Sitzer (mit heruntergeklappter dritter Sitzreihe).

… und Fahrkomfort

Die von uns gefahrene Variante ist der 350er Benziner mit langem Radstand und Allradantrieb als Siebensitzer. Gut 270 PS befördern die 2,2 Tonnen schwere Fuhre in deutlich unter neun Sekunden auf Tempo 100. Allerdings liegt der Verbrauch nach EU-Norm bei knapp 12 Litern. Mit dem für Europa wesentlich wichtigeren 300er Diesel (190 PS) sind allerdings unter acht Liter machbar. Für schadstoffbewusste Fahrer gibt es einen EU-6 Motor im R 350 BlueTEC mit Stickoxidfilter.

Galerie: Erster Test Mercedes R-Klasse FaceliftDas Handling ist gewohnt bequem, das optional mit Luftfederung und elektronisch geregelten Dämpfern agierende Fahrwerk außerordentlich komfortabel. Der Fahrkomfort entspricht einem Langstrecken-SUV wie einem Land Rover Discovery, was ein Kompliment für einen komfortablen Reise-Tourer ist und sogar die Langstreckenqualitäten einer E-Klasse übertrifft.

Fazit

So variantenreich die R-Klasse zu konfigurieren ist, so differenziert muss auch eine Kaufempfehlung ausfallen. Für den CO2-empfindlichen Europäer wird der 300er-Diesel erste Wahl sein, jedoch gibt es den nur mit kurzem Radstand (4,92 Meter Außenlänge) und Heckantrieb für knapp 51.000 Euro. Wer langen Radstand und Allrad möchte, muss rund 60.000 Euro Basispreis einkalkulieren – dafür gibt es den 265 PS starken 350 CDI (EU-5) oder den 211 PS starken R 350 BlueTEC. Für den, der sonst schon alles hat, steht noch die V8-Variante (388 PS) „R 500 4matic lang“ mit gut 74.000 Euro in der Liste.

Als wichtigste Optionen seien die 4+2 Sitzanlage (€ 720) mit Einzelsitzen in allen Reihen und das Panorma-Dach (€ 2.600) genannt.

Die Mercedes R-Klasse steht am 18. September 2010 beim Händler.

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