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Galerie: Erster Test Mini Cooper S Clubman

Erster Test: Mini Cooper S Clubman

Seiteneinsteiger

06.09.2007

Nomen est Omen, so auch bei Mini. Der kleine Lifestyle-Münchner heißt so wie er ist, nämlich Mini. Anscheinend aber sind 3,71 Meter doch ein bisschen zu wenig. Die Ingenieure reagierten prompt und streckten den Mini um 20 Zentimeter. Der Clou: Eine zusätzliche Seitentür erleichtert den Einstieg in den gewachsenen Fond.

Neu ist die Idee nicht, schon in den Sechziger Jahren gab es einen Mini-Kombi, mit schicken Holzverkleidungen und zwei Klapptüren am Heck. Ohne Holz, aber mit den gleichen Türen soll der Mini Clubman gut vierzig Jahre später an den einstigen „Countryman“ anknüpfen.

Kuschelig

Galerie: Erster Test Mini Cooper S ClubmanAcht Zentimeter mehr Radstand sorgen für mehr Platz im Fond. Doch in der Praxis geht es auch im Clubman hinten kuschelig eng zu. Vorsicht: Auf den mittleren, fünften Sitz darf nur, wer unter 50 Kilogramm wiegt. Auf Wunsch - und ohne Aufpreis - läuft der Mini auch als reiner Viersitzer vom Band im englischen Oxford.

Trotz des längeren Überhangs ist der Kofferraum nur bedingt reisetauglich, vor allem die kurze Ladelänge beschert oft Sorgen. Wer geschickt stapelt, bringt 260 Liter in den Clubman. Bis zu 930 Liter können bei umgeklappter Rückbank genutzt werden.

Club-Tür

Galerie: Erster Test Mini Cooper S ClubmanMehr als stolz sind die Entwickler auf die so genannte Club-Tür auf der rechten Seite. Damit ist nicht etwa der Eingang eines angesagten Nachtclubs gemeint, sondern eine hinten angeschlagene, kleine Porte die den Einstieg in den Fond erleichtern soll. Interessant: Die Club-Tür gibt es nur und ausschließlich auf der Beifahrerseite - auch beim Rechtslenker. Das Marketing verkauft dies als einmaliges Clubman-Merkmal, die Techniker sprechen von hohen Kosten für eine zweite Türe auf der linken Seite...

Ebenso eindeutig erkennbar soll den Mini der stets in Schwarz oder Silber lackierte, U-förmige Bügel machen, der am aufgesetzten Dach beginnt und einmal um die beiden Türen verläuft. Hinter dem Holm haben die Ingenieure unter anderem die Türscharniere und Dämpfer versteckt, eine Aussparung schafft Platz für die Rückleuchten. Übrigens nennt der Mini Clubman die kleinsten Heckleuchten auf dem Markt sein eigen.

Gleiche Motoren

Galerie: Erster Test Mini Cooper S ClubmanDen Clubman treiben die gleichen Motoren wie die herkömmliche Hatchback-Version an: Ein 120 PS starker Vierzylinder-Sauger im Cooper Clubman und dessen turbogeladenes Pendant im 175 PS starken Cooper S. Für Selbstzünder-Fans bieten die Münchner den 110 PS starken Cooper D Clubman, der bis zu 260 Newtonmeter an die Kurbelwelle schickt.

Vor allem der potente Cooper S hat mit dem 1,2 Tonnen schweren Clubman keine Probleme. Schon bei 1.600 Touren entlockt der Turbolader dem Vierzylinder sein maximales Drehmoment von 240 Newtonmetern, bis 5.000 Umdrehungen liegt die Kraft konstant an. Verwaltet wird sie von einem knackigen Sechsgang-Schaltgetriebe. Mit spielender Leichtigkeit zieht die Tachonadel nach 7,6 Sekunden an der 100-km/h-Marke vorbei, wandert entschlossen weiter bis Tempo 224.

Präzisionsarbeit

Galerie: Erster Test Mini Cooper S ClubmanDas bestens austarierte Fahrwerk sorgt in Kombination mit der supergenauen Lenkung für Mini-typisches Gokart-Feeling. Der Clubman steht seinem kleinen Bruder also in nichts nach. Präzise lässt sich der verlängerte Mini um die Kurve dirigieren und legt einen sauberen Kurvenstrich nach dem anderen hin. Das optionale Sportfahrwerk sorgt mit seiner strafferen Abstimmung für noch weniger Abweichung von der vorgegebenen Linie.

Wer dem Cooper S Clubman ordentlich die Sporen gibt, muss auf einen Verbrauch von über zehn Liter gefasst sein. Doch es geht auch anders: Bei moderater Fahrt auf lässt sich problemlos eine sechs vorm Komma erreichen. Umgerechnet ergibt sich so ein durchschnittlicher CO2-Ausstoß von gut 150 Gramm je Kilometer.

Galerie: Erster Test Mini Cooper S ClubmanNicht nur sein Fahrverhalten macht den Clubman zum echten Mini - auch beim Preis nimmt sich der Neue nicht zurück. Mindestens 19.900 Euro kostet der Cooper Clubman und damit über 2.000 Euro mehr als der „normale“ Mini. Der Cooper S steht mit 21.600 Euro in der Preisliste, der Diesel mit 19.400 Euro. Viel Geld für ein Auto, das außer elektrischen Fensterhebern und einem Radio mit CD-Spieler nur wenig Komfortextras serienmäßig bietet.

Fazit

Er ist klein und teuer - und trotzdem wird ihn die Mini-Fangemeinde kaufen. Wer praktisch denkt, ist beim Clubman fehl am Platz. Für weniger Geld gibt es größere Autos mit weitaus mehr Nutzwert. Mehr Lifestyle als beim Münchner Mini-Kombi ist allerdings schwer zu finden. Und all diejenigen, denen das Fahrverhalten doch noch wichtiger ist als das Image, begeistert der Clubman mit sportlicher Agilität und starken Motoren.

 
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