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Galerie: Erster Test Mini Cooper SD Clubman ALL4

Erster Test: Mini Cooper SD Clubman ALL4

Kukident-Versionen

23.05.2016

Dass der Mini Clubman erwachsen geworden ist, zeigte der bajuwarische Brite bereits Ende des vergangenen Jahres bei einer ersten Ausfahrt. Jetzt reicht Mini auch die starke Dieselversion mit Allradantrieb nach. Auf der 600 Kilometer langen Strecke von Hamburg ins verschlafene Örtchen Genk in Belgien musste sich der Mini Cooper SD Clubman ALL4 beweisen.

Jugendlicher Charme und irgendwie anders, das ist der Mini Clubman. Dass das allerdings nicht zu Lasten der Sicherheit gehen darf, ist klar. Damit der kleine Kombi zukünftig auch auf rutschigen Straßen beste Traktion hat, kann der Clubman ab Sommer 2016 mit Allradantrieb geordert werden – zumindest der große Benziner (Cooper S) und der Top-Selbstzünder (Cooper SD). Für die Einstiegsversion wird es vorerst kein ALL4-Modell (so nennt Mini den Allradantrieb) geben.

Die Technik

Galerie: Erster Test Mini Cooper SD Clubman ALL4Der Mini-Allradantrieb arbeitet nicht permanent, sondern wird unter bestimmten Bedingungen binnen Sekundenbruchteilen hinzugeschaltet. Sobald das System einen Traktionsverlust der Räder realisiert – weil es der Fahrer in der Kurve übertreibt oder weil die Straße nass ist – wird die Kraft nach hinten geschickt und lässt den Clubman auf der Straße haften wie Kukident an den Dritten. Durchdrehende Räder, die der Kraftüberfluss an der Vorderachse gern mal provoziert, gehören damit der Vergangenheit an und verschneite Wege, Schotterpisten oder plötzlicher Starkregen verlieren ihren Schrecken.

Sicherheit kostet

Für eine sportliche Gangart ist der Mini Clubman freilich auch als Fronttriebler bestens gerüstet, die Allradtechnik ist also in erster Linie ein Sicherheits-Extra – und das hat seinen Preis. Auch ohne Vierradantrieb muss man schließlich schon tief in die Tasche greifen, für den Cooper S fallen 27.500 Euro an – der Allradantrieb kostet noch einmal 2.000 Euro extra. Schaltmuffel legen dann noch mal eine Schippe obendrauf – mit Automatik und ALL4-Technik kostet der Mini Cooper S Clubman stolze 31.450 Euro. Für den starken Diesel werden in dieser Konstellation 33.500 Euro fällig.

Damit ist aber noch lange nicht der finale Preis erreicht. Wer mehr Ausstattung möchte, für den hält Mini eine lange Liste von Extras bereit – und wer viel von den Sonderausstattungen ankreuzt, muss schnell mal 10.000 Euro zusätzlich einkalkulieren.

Auch ein Langstecken-Reißer

Galerie: Erster Test Mini Cooper SD Clubman ALL4Dass ein Mini sich wie ein Go-Kart fährt, das wissen mittlerweile alle. Aber auch auf der Langstrecke macht der Clubman eine gute Figur. In nur 7,2 Sekunden fällt im potenten Allrad-Diesel die Hundertermarke. Die ihm zur Verfügung stehenden 400 Newtonmeter Drehmoment liegen satt zwischen 1.750 und 2.500 Umdrehungen an und sorgen für ordentlich Durchzug.

Als die Autobahn frei ist, können wir unseren Fuß nicht mehr zurückhalten und steigen beherzt aufs Gaspedal. Das Automatikgetriebe reagiert prompt und schaltet flott runter. Leichten Fußes bringen wir den Clubman auf die maximalen 222 km/h. Dass der Motor Spaß an seiner Arbeit hat, bleibt im Inneren nicht verborgen. Doch stört der hörbare Tatendrang des Aggregats nicht. Ganz im Gegenteil: Wo andere Hersteller den Motorensound dank Dämmung aus dem Fahrzeuginneren fast gänzlich verbannt haben, schafft es Mini, einen harmonischen Zwischenweg aus zu ruhig und kernig zu finden.

  • Technische Daten

Länge: 4,25 Meter, Breite: 1,80 Meter, Höhe: 1,44 Meter, Radstand: 2,67 Meter, Kofferraumvolumen: 360 bis 1.250 Liter  

Motoren:

Mini Cooper SD CLubman ALL4 Automatik

2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel, 140 kW/190 PS bei 4000 U/min, maximales Drehmoment: 400 Nm bei 1.750-2.500U/min, 0-100 km/h: 7,2 s, Vmax: 222 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,8 Liter, CO2-Ausstoß: 126 g/km, Abgasnorm: Euro 6

Preis: ab 33.500 Euro

Mini Cooper S Clubman ALL4 Automatik

2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, 141 kW/192 PS bei 5.000 U/min, maximales Drehmoment: 300 Nm bei 1.250 U/min, 0-100 km/h: 7,0 s, Vmax: 225 km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,9 Liter, CO2-Ausstoß: 159 g/km, Abgasnorm: Euro 6

Preis: ab 29.500 Euro

 
Fazit

Jan Menno Schmidt

Spaß macht der Clubman immer, egal ob mit Front- oder Allradantrieb. Wer mit dem Lifestyle-Kombi vor allem in der Stadt unterwegs ist, kann auf die Vierrad-Technik bestimmt verzichten und einiges an Geld sparen. Wer aber vorhat, auch mal zur Berghütte zu düsen oder als Vielfahrer auf der Autobahn das Sicherheitsplus bei Schnee und Regen im Gepäck haben will, ist mit dem ALL4 bestens gerüstet.
 
 

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