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Galerie: Erster Test Mitsubishi Colt CZC Turbo

Erster Test: Mitsubishi Colt CZC Turbo

Von wegen Nachzügler

29.03.2006

Zugegeben, die Konkurrenz war schneller. Kleine Klappdachcabrios gibt es bereits von Peugeot, Opel und Nissan. Sie verkaufen sich wie frisches Eis am ersten warmen Frühlingstag, und so wundert es nicht, dass nun auch Mitsubishi einen offenen Zwerg anbietet. Als Nachzügler braucht sich der Colt CZC allerdings nur bedingt bezeichnen lassen, denn in der Turbo-Variante mit 150 PS zieht er allen anderen davon.

Das Colt Cabrio steht auf der Plattform des Fünftürers. Die Gründe sind simpel: Einerseits benötigt das Klappverdeck Platz, andererseits wollte man keinen reinen Zweisitzer anbieten. Herauskam also ein 2+Zwei-Halbe-Sitzer. Der Hinweis während der Pressekonferenz, hinten sei ausreichend Platz für zwei - äh - kleine Kinder, sorgte jedenfalls für Lacher. Im Ernst: Im Fond ist gar kein Platz, die Sitzmulden sind nicht mehr als schicke Ablagen für Taschen oder Jacken. Genau wie bei allen anderen Klappdachcabrios.

Galerie: Erster Test Mitsubishi Colt CZC TurboDer Kofferraum dagegen ist so klein nicht. 190 Liter fasst er bei geöffnetem Dach, stolze 460 Liter bei geschlossener Haube. Im Kreise der Mitbewerber bedeutet das den Sieg im Ladekapitel, wenn auch nur hauchdünn vor dem Nissan Micra C+C, der es auf 457 Liter bringt.

Nun genug dieser praktischen Nebensächlichkeiten, denn vorne sitzt es sich super auf sportlich geschnittenen Sitzen mit gutem Seitenhalt. Und nur das zählt, schließlich soll ein Cabrio - besonders ein kleines - hauptsächlich eins: Spaß machen.

Doppelter Spaß

Galerie: Erster Test Mitsubishi Colt CZC TurboSpaß lässt sich noch einmal unterteilen in Alltagsspaß und Fahrspaß. Zum Alltagsspaß nur ganz kurz: 22 Sekunden dauert es, bis der OK-Piepser ertönt und das elektrische Dach komplett eingefaltet ist. Allerdings müssen vorher die beiden Schnappverschlüsse an der Windschutzscheibe manuell gelöst werden, sonst rührt sich nichts.

Sonne aufs Haupt, Nase in den Fahrtwind - reinen Offenfahrgenuss bietet bereits das Basismodell CZC mit 109 PS starkem 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner. Dafür will Mitsubishi mindestens 16.990 Euro. In der empfehlenswerten weil sehr gut ausgestatteten Version "Invite" kostet der Frischluft-Colt 18.990 Euro. CD-Radio, Klimaanlage, ESP und Leichtmetallfelgen sind hier bereits an Bord, womit der Colt ausstattungsbereinigt rund 2.000 Euro unter den Konkurrenten liegt. Sparen kann ja bekanntlich auch Spaß machen.

Galerie: Erster Test Mitsubishi Colt CZC TurboWer die Extraportion Fahrspaß sucht, kommt am offenen Turbo-Colt nicht vorbei: 150 PS leistet sein zwangsbeatmeter 1,5-Liter-Vierzylinder und schickt bis zu 210 Nm Drehmoment an die Vorderachse. Beim Beschleunigen gibt es eigentlich nur ein Problem: die Traktion. Doch sobald die Räder wieder beißen, schießt das gerade einmal 1,2 Tonnen leichte Wägelchen auf und davon. Nach 8,4 Sekunden ist Tempo 100 erreicht, und wer auf die brutale Fönfrisur steht, kann bis 205 km/h weiterbeschleunigen.

Kurvenkünstler

Doch warum auf die Autobahn, wenn die Ausweichroute über eine gewundene Landstraße führt? Schließlich sind Kurven so etwas wie der natürliche Lebensraum des Colt CZC Turbo. Das sportlich straffe Fahrwerk und die vergleichsweise harte Lenkung vermitteln beiderseits hervorragenden Kontakt zur Fahrbahn. Auch wird einem erst hier richtig bewusst, wie überraschend verwindungssteif die kleine Karosserie geworden ist.  

Galerie: Erster Test Mitsubishi Colt CZC TurboDie Gänge flutschen beinahe von selbst durch die eng geführte Schaltkulisse, und beim Herunterschalten genügt ein wohldosierter Gasstoß, um den Motor bereits vor dem Wiedereinkuppeln exakt auf die entsprechend höhere Motordrehzahl vorzubereiten. Beim Herausbeschleunigen aus haarnadeligen Serpentinen wird man allerdings vor die Wahl gestellt: Entweder man bleibt im Zweiten und wartet einige Momente, bis der Lader ab rund 1.800 Touren wieder voll bei der Sache ist. Oder man fährt die ganz harte Tour und schaltet in den Ersten zurück.  

Und jetzt der Dämpfer: 22.990 Euro kostet der große Spaß im offenen Kleinwagen. Andererseits protzt das Turbo-Cabrio mit Vollausstattung - und ist leistungsmäßig einzigartig im Segment.

Fazit

Geduld zahlt sich meistens aus. Bestes Beispiel ist der Mitsubishi Colt CZC. Wer schon seit langem auf ein kleines Klappdachcabrio spekuliert, hat nun die Auswahl aus vier verschiedenen Alternativen: Peugeot 206 CC, Opel Tigra TwinTop, Nissan Micra oder eben den Colt. Für ihn sprechen neben dem schicken Pininfarina-Design vor allem seine steife Karosserie und der vergleichsweise günstige Preis (in der Basismotorisierung). Wer einen ernsthaften offenen Sportzwerg sucht, hat gar keine Wahl, denn mit dem Colt CZC Turbo kann es keiner der genannten Konkurrenten aufnehmen.

Galerie: Erster Test Mitsubishi Colt CZC Turbo

 
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