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Galerie: Erster Test Mitsubishi Outlander Facelift

Erster Test: Mitsubishi Outlander Facelift

Günstiger einsteigen

10.03.2010

Gut drei Jahre nach der Markteinführung hat Mitsubishi den Outlander auf Vordermann gebracht. Kosmetische Retuschen, neue Ausstattungsoptionen und vor allem ein neuer, deutlich günstigerer Einstiegsmotor sollen dem japanischen SUV zur Mitte der Bauzeit zu neuem Schwung verhelfen.

Nach Lancer und Colt ist der 4,70 Meter lange und optional siebensitzige Outlander nun das dritte Mitsubishi-Modell, dass die so genannte Jetfighter-Front trägt. Das aggressive Design der vorderen Schürze soll dem SUV mehr Dynamik verleihen. Neu sind außerdem die in die Seitenspiegel integrierten Blinker, dezentes Chromdekor und ein silberfarbener Unterfahrschutz. Der Innenraum wartet mit einem neuen Farbdisplay für den Bordcomputer und neuen Materialien auf.

Aerodynamische Verbesserungen und eine neue Motorhaube sollen positive Auswirkungen auf den Luftwiderstand und die Windgeräusche haben. Trotzdem ist es bei höheren Geschwindigkeiten nach wie vor laut im Outlander. Und das nicht zuletzt wegen der eher spärlichen Motordämmung.

Jetzt auch als Frontriebler

Mitsubishi Outlander FaceliftMotorenseitig hat Mitsubishi weiterhin einen nur sehr selten bestellten 2,4 Liter großen 170-PS-Benziner und zwei Diesel (140 und 156 PS) im Programm - alle serienmäßig mit Allradantrieb. Bei den Dieseln wird Mitsubishi zukünftig allerdings Absatzeinbußen hinnehmen müssen, denn mit dem Facelift bringen die Japaner eine neue Einstiegsmotorisieriung und ergänzen das Benziner-Angebot um einen 147 PS starken Zwei-Liter nach unten.

Das neue Triebwerk ist ausschließlich mit Frontantrieb lieferbar, was zum einen für die meisten Käufer vollkommen ausreichend ist. Zum anderen senkt dies nicht nur den Verbrauch - auf immer noch nicht wirklich günstige acht Liter-, sondern auch den Einstiegspreis deutlich. Werden für den günstigsten Allradler 28.990 Euro aufgerufen, so muss man für den neuen Benziner „nur“ noch 21.990 Euro auf den Tisch legen. Und mit diesem Preis will Mitsubishi vor allem im Kombisegment wildern und nicht-typische SUV-Käufer für den Outlander begeistern. Übrigens: Für die baugleichen Citroën C-Crosser und Peugeot 4007 wird das neue Aggregat nicht verfügbar sein.

Kein Dynamiker

Mitsubishi Outlander FaceliftMit zu viel Begeisterung sollte man allerdings nicht an das neue Triebwerk rangehen, denn der mit gerade mal 200 Newtonmeter Drehmoment (bei 4.200 Umdrehungen) gesegnete Motor ist alles andere als ein Ausbund an Dynamik. Im niedrigen Drehzahlbereich wirkt das Aggregat träge, das bedeutet viel Schaltarbeit für den Fahrer. Und die macht mit dem unpräzisen Fünf-Gang-Getriebe nicht wirklich Spaß. Optional steht wie für den großen Ottomotor ein stufenloses CVT-Getriebe zur Verfügung, nur für den Top-Diesel gibt es ab sofort das aus Lancer Evo und Ralliart bekannte Doppelkupplungsgetriebe.

In 10,8 Sekunden soll der 2.0 MIVEC genannte Motor den 1,6 Tonnen schweren Outlander auf Tempo 100 beschleunigen und hat man diese Hürde genommen, geht es erst einmal zügig weiter. Bei Tempo 160 geht dem Aggregat dann allerdings die Puste aus, maximal schafft der Mitsubishi 190 km/h. Geht man aber davon aus, dass der Outlander, wie die meisten SUV, vornehmlich in der Stadt bewegt wird, ist das neue Triebwerk freilich völlig ausreichend.

Mitsubishi Outlander FaceliftIm Stadtverkehr wird man sich mehr über die Anfahrschwäche und die gegenüber den Allradlern geringere Traktion ärgern. Will man flott von der Stelle kommen, muss man viel Gas geben. Dann aber hat der Japaner Probleme, die Kraft sauber auf die Straße zu bringen und es sind deutliche Antriebseinflüsse in der ungenauen, schwammigen Lenkung zu spüren.

Technische Daten
 
Marke und Modell   Mitsubishi Outlander 2.0
Version   Frontantrieb
Abmessung und Gewicht    
Länge/Breite/Höhe (mm)   4.665 / 1.800 / 1.680
Radstand (mm)   2.670
Wendekreis (m)   k. A.
Leergewicht (kg)   1.560
Kofferraum (Liter)   774 - 1.691
Bereifung Testwagen   215/70 R16
Motor    
Hubraum (ccm) / Bauart   1.998 / R4
Leistung (kW / PS)   108 / 147
Drehmoment (Nm) / Umdrehungen   199 / 4.200
Antriebsart   Frontantrieb
Getriebeart   Fünf-Gang-Handschalter
Verbrauch    
Krafstoffart   Benzin
Kombiniert laut Werk (l/100km)   8
CO2-Emissionen (g/km) / Abgasnorm   189 / Euro 4
AS24-Verbrauch (l/100km)   k.A.
Fahrleistungen    
Werksangabe 0-100km/h (s)   10,8
AS24-Sprint 0-100km/h (s)   k. A.
AS24-Bremstest 100-0km/h (m)   k. A.
Höchstgeschwindigkeit (km/h)   190
Preise    
ab (Euro)   21.990
Empfohlene Extras   Inform-Ausstattung (23.990 Euro)
 
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Fazit

Satte 8.000 Euro günstiger ist der Mitsubishi in der spärlich ausgestatteten Basisversion mit dem neuen Einstiegsmotor und Frontantrieb als bisher. Das dürfte für viele ausschlaggebend bei der Kaufentscheidung sein, denn den Allradantrieb benötigen nur die wenigsten Outlander-Käufer und auch wenn das Triebwerk kein Vorbild für Dynamik ist, reicht es für die meisten Bedürfnisse doch vollkommen aus. Wer etwas mehr Ausstattung will - in der Basis ist nicht einmal ein Radio - greift zur Inform-Linie, und spart immer noch 5.000 Euro gegenüber dem bisherigen Basismodell. Und die optischen Retuschen beim Facelift sind eine nette Dreingabe.

 
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