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Galerie: Erster Test Mitsubishi Outlander

Erster Test: Mitsubishi Outlander

Der erste Drilling

01.02.2007

Technisch basieren der neue Mitsubishi Outlander, der Citroën C-Crosser und Peugeots 4007 auf der gleichen Plattform. Die Franzosen lassen sich mit der Markteinführung ihrer SUVs allerdings noch bis zum Sommer Zeit. Der neue Outlander hingegen steht schon ab dem 24. Februar bei den Händlern.

Mitsubishi setzt zukünftig auf nur noch sechs Plattformen, die sie - wie beim Outlander - auch noch mit andren Herstellern teilen werden. Auch der neue Lancer (kommt im Herbst) wird die gleiche Basis haben wie der Outlander. Ziel ist naturgemäß die Kostensenkung.

Keine Einbußen

Galerie: Erster Test Mitsubishi OutlanderDer neue Outlander beweist aber, dass die Einsparungen nicht zu Lasten der Qualität gehen. Die Verarbeitung überzeugt, der Mitsubishi wirkt wertig und lädt zum Wohlfühlen ein. Das Cockpit im Motorrad-Design ist modern, die Materialien entsprechen dem Klassenstandard.

Für etwas Unmut sorgt die nur in der Höhe verstellbare Lenksäule - kein Mitsubishi beherrscht bislang die Längseinstellung. Hochgewachsene Fahrer brauchen etwas Zeit, um die optimale Sitzposition zu finden. Die großen Sessel bieten dafür ausreichend Komfort und Halt.

Sportlicher Charakter

Galerie: Erster Test Mitsubishi OutlanderObwohl der Outlander zu den Mid-Size-SUVs zählt, ist sein Fahrverhalten PKW-ähnlich. Dank straffer Abstimmung und exakter Lenkung ist nichts vom Schiffschaukel-Gefühl eines Pajeros zu spüren. Sein Revier ist eindeutig die Straße, unwegsames Gelände schaut sich der Outlander lieber vom Parkplatz an.

Nichtsdestotrotz verfügt der Neue über den Allradantrieb „All Wheel Control“, kurz AWC. Eine elektromagnetische Lammellenkupplung verteilt die Kraft zwischen den beiden Achsen, per Drehschalter kann der Fahrer Einfluss nehmen.

Wahlmöglichkeiten

Galerie: Erster Test Mitsubishi OutlanderMitsubishi ist der einzige Hersteller in diesem Segment, der einen aktivierbaren Zweirad-Modus anbietet. Das gesamte Drehmoment geht dann an die Vorderachse. Aber: Das AWC ist kein Hang-On-System, dass erst bei auftretendem Schlupf die Hinterachse zuschaltet, sondern ein permanenter Allradantrieb. Die Kupplung wird im 2WD-modus lediglich ganz geöffnet.

Im 4WD Auto Modus geschieht die Verteilung bedarfsorientiert. Ein zusätzlicher Lock-Modus sperrt nicht etwa, wie der Name vermuten lässt, das Mitteldifferenzial sondern schickt nur prozentual mehr Kraft (das 1,5 Fache) an die Hinterachse.

Allerwelts-Diesel

Galerie: Erster Test Mitsubishi OutlanderUrsprung der Kraft ist ein Zwei-Liter-Dieselmotor, den Mitsubishi bei VW einkauft. Das vielfach eingesetzte Pumpe-Düse-Aggregat (unter anderem auch im Dodge Caliber) leistet 140 PS, erfüllt die Euro4-Norm und ist serienmäßig mit einem Dieselpartikelfilter versehen. Seine 310 Newtonmeter werden von einem gut geführten Sechsgang-Getriebe verwaltet.

Das Getriebe haben die Japaner allerdings nicht von den Wolfsburgern übernommen und erreichen eine harmonischere Kraftentfaltung. Ein Turboloch unterhalb von 2.000 Touren ist zu spüren, danach beschleunigt der Outlander gleichmäßig in 10,8 Sekunden auf Tempo 100.

Erweiterungsmaßnahmen

Galerie: Erster Test Mitsubishi OutlanderZwischen 2.500 und 3.500 Umdrehungen hängt der Mitsubishi gut am Gas, die Höchstgeschwindigkeit von 187 km/h erreicht er problemlos. Das Aggregat ist sehr gut gedämmt, es dringen kaum Motorgeräusche in den Innenraum. Viel lauter ist dagegen der Wind.

Gegen Herbst dieses Jahres bringt Mitsubishi einen 170 PS-Benziner, ob eine 220 PS starke V6-Version folgt ist noch nicht entschieden. Auf der Selbstzünderseite bedienen sich die Asiaten beim französischen Kooperationspartner PSA. Deren 2,2-Liter-Common-Rail-Diesel soll auch im Outlander Einzug halten.

So und nicht anders

Was die verschiedenen Ausstattungslinien angeht, zeigt sich Mitsubishi etwas unflexibel. Vier Versionen stehen zur Wahl, die günstigste ist für 28.990 Euro zu haben, die teuerste ab 35.190 Euro. Einzige Sonderausstattung ist die Metallic-Lackierung (540 Euro), der Rest geht nur über die vier Modelllinien.

Folge: Will man den topausgestatten „Instyle“, muss man zwangsweise ein Schiebedach in Kauf nehmen, das sonst wiederum nicht orderbar ist. Oder andersrum - Wer den günstigeren „Intense“ bestellt hat nicht die Möglichkeit, das große Navigations- und Entertainmentsystem oder die Lederausstattung zu ordern.

Die beiden oberen Ausstattungslinien laufen als Siebensitzer vom Band. Mit mehreren Handgriffen lässt sich die Notbank im Kofferraum ausklappen, wirklich sitzen will dort aber niemand. Das Gepäckabteil bietet mit 541 bis 1.691 Liter ausreichend Stauraum, selbst Fahrräder passen bei umgeklappter Rückbank problemlos rein. Die niedrige Ladekante (der untere Teil der Heckklappe klappt nach unten) macht das Beladen einfacher.

Fazit

Starthilfe bekommt der neue Outlander aus dem Heimatland Japan, wo er bereits seit einem Jahr über die Straßen rollt. Mitsubishi peilte dort 17.000 verkaufte Einheiten an, tatsächlich wurden es im ersten Jahr über 30.000. Gute Voraussetzungen, um auch auf dm deutschen Markt zu punkten - zumal er seinen beiden Brüdern gut ein halbes Jahr zuvor kommt.

 
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