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Galerie: Erster Test Mitsubishi Pajero

Erster Test: Mitsubishi Pajero

Ein Mitsubishi zum Arbeiten

12.12.2006

Der Mitsubishi Pajero feiert im nächsten Februar seinen 25. Geburtstag. Rechtzeitig zum Jubiläum bringen die Japaner die neue Generation. Der soll seinen Vorfahren treu bleiben, sowohl optisch als auch bei den Fähigkeiten. Schließlich will Mitsubishi gleich den zwölften Titel bei der Rallye Dakar mit dem neuen Pajero holen.

Steil stehende Windschutzscheibe, bullige Front, Reserverad an der Hecktür. Der neue Pajero trägt die klassischen Merkmale seiner Vorgänger, wirkt aber im Gesamtbild deutlich weicher und runder.

Für fünf oder sieben

Galerie: Erster Test Mitsubishi PajeroWahlweise bietet Mitsubishi denn Offroader als Drei- oder Fünftürer an. Letzterer, mit 4,90 Metern gut einen halben Meter länger als der Kleine, bietet eine dritte, versenk- und ausbaubare Sitzreihe an. Das Ladevolumen kann sich sehen lassen: Zwischen 290 Liter (Dreitürer in Standard- konfiguration) und 1.789 Liter (Fünftürer mit umgeklappten Fondsitzen) fasst der Pajero.

Auf den weichen Vordersitzen sitzt es sich bequem, der Seitenhalt lässt allerdings zu Wünschen übrig. Die hinteren Reihen sind dagegen etwas zu niedrig, großgewachsene sitzen wegen der geringen Schenkelauflage auf Dauer unbequem.

Wenig Wohlfühlambiente

Galerie: Erster Test Mitsubishi PajeroNeue Materialien sollen das Interieur aufwerten, wirken aber nicht sonderlich hochwertig. Den Holzapplikationen sieht man von Weitem an, dass sie aus Plaste sind. Auch die Verarbeitung ist im Detail verbesserungsfähig. Die Rundinstrumente sind dagegen gut abzulesen. Alle wichtigen Schalter sind in der Reichweite des Fahrers.

Eine große Mittelkonsole dominiert den Innenraum ,der Bordcomputer informiert über Verbrauch, Temperatur, Durchschnittsgeschwindigkeit und sogar Luftdruck. Für den Fünftürer ist ein Navi und Premium-Audiosystem von Rockford erhältlich (2.800 Euro Aufpreis in der Basis, sonst Serie). Mit zwölf Lautsprechern und einer Leistung von 860 Watt wird der Pajero zur fahrenden Disco. Galerie: Erster Test Mitsubishi Pajero

Rauer Diesel…

Den Motoren ist weniger zum Feiern denn zum Arbeiten zumute. Der überarbeitete Vierzylinder-Diesel (mit serienmäßigem Partikelfilter) erweist sich als echtes Arbeitstier. In der neuen Generation kommt ein Common-Railsystem zum Einsatz. Allerdings ist die Kraftausbeute eher spärlich. Aus 3,2 Litern Hubraum holt Mitsubishi gerade mal 160 PS (170 PS in Kombination mit Automatik).

Galerie: Erster Test Mitsubishi PajeroMit 381 Newtonmeter Drehmoment bei 2.000 Touren erreicht der Pajero auch keine Bestwerte, ist aber für den Einsatz sowohl On- als auch Offroad gut gerüstet. Zum Einsatz als Arbeitstier passt auch das kernige Dieseltuckern. Wer die 1.900 Euro Aufpreis für die Fünfstufen-Automatik sparen will, muss sich mit einem labbrigen Fünfgang-Getriebe abfinden. Der Verbrauch liegt mit 9,2 Litern aber stolze 1,3 Liter unter den Automatikwerten.

… kräftiger Benziner

Etwas anders sieht es beim neu entwickelten 3,8-Liter-V6-Benziner aus. Das 250 PS starke Aggregat wird nur mit Automatik ausgeliefert und gefällt durch seinen kräftigen Sechszylinder-Klang. Bei niedrigen 2.750 Umdrehungen liegt das maximale Drehmoment von 329 Newtonmeter an der Kurbelwelle an. Den Verbrauch gibt Mitsubishi mit 13,4 Litern Super an.

Galerie: Erster Test Mitsubishi PajeroSerienmäßig laufen alle Pajeromodelle mit dem permanenten Allradsystem „Super Select 4WD“ vom Band. Vier Fahrmodi stehen zur Wahl: reiner Heckantrieb, permanenter Allrad mit variabler Kraftverteilung, Allrad mit gesperrtem Mitteldifferenzial (Momentverteilung 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse) sowie eine zusätzliche Geländeuntersetzung.

Ein optional aktivierbares, zu 100 Prozent sperrendes Hinterachs-Differenzial sorgt auch im unwegsamsten Gelände fürs Weiterkommen. Und mit einer Wattiefe von 70 Zentimetern sind auch kleinere Flüsse kein Hindernis mehr.

Mehr Off- als Onroad

Galerie: Erster Test Mitsubishi PajeroKeine Frage, der Pajero fühlt sich Offroad am Wohlsten. Die Straßeneigenschaften sind durchschnittlich. Die hohe Karosserie (1,88 Meter) neigt gern zum Wanken, die fürs Gelände weiche Federab- stimmung lässt keine allzu hohen Kurvenge- schwindigkeiten zu. Gegenüber seinem Vorgänger hat der Mitsubishi dennoch deutlich an Fahrstabilität gewonnen.

Zur Wahl stehen drei Ausstattungsvarianten. Die Preise beginnen bei 33.990 Euro für den dreitürigen Diesel und enden bei teuren 50.690 Euro für den V6, der nur in der höchsten Ausstattungslinie „Instyle“ erhältlich ist. Allen gemein ist die gute Sicherheitsausstattung mit ESP und Front-, Kopf- und Seitenairbags. Auch Klimaautomatik, eine Radio-CD-Kombination und elektrische Fensterheber sind Standard.

Fazit

Wer vor hat, oft ins Gelände zu fahren, trifft mit dem Pajero eine gute Wahl. Der auf der Straße eher durchschnittliche Mitsubishi spielt seine Trümpfe abseits gepflasterter Straßen voll aus. 70 Prozent Steigfähigkeit, die hohe Wattiefe und Böschungswinkel von rund 35 Prozent sprechen für ihn. Für viele ein Argument: Der Pajero darf bis zu 3,3 Tonnen ziehen. Ein echtes Arbeitstier also…

 
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