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Galerie: Erster Test Nissan Pixo

Erster Test: Nissan Pixo

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07.04.2009

Citroën, Peugeot und Toyota haben vorgemacht, wie man sich einen Kleinwagen-Kuchen sogar zu dritt sauber aufteilen kann. Suzuki, Kooperationsmeister schlechthin – immerhin sind drei der sechs in Deutschland angebotenen Suzukis 1:1 bei anderen Herstellern erhältlich – greift nun doppelt an. Als Suzuki Alto und mit seinem Zwillings-Brüderchen Nissan Pixo gehen die beiden auf Jagd nach Ökos, Sparfüchsen, Minimalisten …

Und von dieser Sorte Autokäufer gibt es viele. Zumindest nach Aussage von Suzuki. Laut dessen Pressesprecher Axel Seegers möchten die Japaner in 2009 noch rund 5.000 Alto hierzulande absetzen. Nissan steht dem nicht nach und möchte vom Pixo sogar 5.400 an (meistens) die Frau bringen. Dabei ist der Pixo erst ab 20. Juni 2009 erhältlich. Ein optimistisches Ziel, was sich die beiden Deutschland-Importeure da gesetzt haben –Abwrackprämie hin oder her. Wenn man aber sieht, dass sich der Toyota Aygo alleine im März 2009 knapp 4.800 Mal verkaufte, erscheint dieser Anspruch sogar realistisch.

Einer der Günstigsten

Galerie: Erster Test Nissan PixoDenn vor allem der Pixo ist preisaggressiv wie kaum ein zweites Fahrzeug auf dem deutschen Markt. Ab 7.990 Euro gibt es den gut 3,50-Meter-Immer-Viertürer in der Basisausstattung Visia. Allerdings werden sich nur rund zehn Prozent, so rechnet Nissan, für das Grundmodell entscheiden. Mit an Bord sind ABS, vier Airbags, ein Lenkrad und auch sonst alles, was man zum Autofahren wirklich benötigt. Eine Klimaanlage – ein mittlerweile auch in Kleinstwagen gern genommenes Ausstattungsdetail – gibt es nur in Verbindung mit dem Pixo Acenta mit MP3-CD-Radio, Keyless Entry, Nebelscheinwerfern und beispielsweise elektrischen Fensterhebern für mindestens 9.190 Euro. Die Klimaanlage kostet dann nochmal knapp 800 Euro.

Wer mehr Sicherheit haben möchte, erkauft sich diese (nur beim Acenta) in Form des Safety-Packs für nahezu 600 Euro. Darin enthalten sind unter anderem das ESP inklusive Traktionskontrolle und zwei Vorhang-Airbags, die bis hinter die Rücksitze reichen. 90 Prozent der Käufer wählen wohl den Acenta und landen am Ende bei rund 10.000 Euro. Denn Metalliclack kostet nochmal 350 Euro extra.

Differenzierungsmerkmale

Galerie: Erster Test Nissan PixoDer Metalliclack ist neben den ummodellierten Stoßfängern, dem markanteren Kühlergrill, den retuschierten Scheinwerfern und der konturierten Motorhaube das einzige Differenzierungsmerkmal zum Suzuki Alto. Ansonsten ist das für Kleinstwagen sehr aerodynamische und ansehnliche Blechkleid (cW-Wert 0,30) des Pixo exakt identisch mit dem des Alto.

So kommt es, dass auch der Innenraum bis auf die Sitzbezüge und dem Nissan-Logo im Volant dem des Suzukis entspricht. Daher macht auch im Pixo die einfache und durchdachte Bedienung Spaß, sind die Ablagen zahlreich und die Verarbeitung sowie die Materialauswahl für die Preisklasse überdurchschnittlich gut.

Galerie: Erster Test Nissan PixoPlatz-Not

Die vorderen Sitze sind bequem, die in die Lehne integrierten Kopfstützen auch für lange Insassen noch hoch genug. Vorteil: Man kann sie gar nicht erst falsch einstellen. Im Fond reichen die zwei Plätze allerdings nur für Kinder. Erwachsene absolvieren dort besser nur Kurzstrecken, denn das Wort Beinfreiheit sollte hier besser in Beingefangenschaft umgetauft werden. Aber hey, der Kleine ist 3,50 Meter lang, was will man da erwarten.

Dem Sparstift zum Opfer gefallen sind die versenkbaren Scheiben der hinteren Türen. Sie lassen sich lediglich ausstellen und sorgen damit für dezente aber gleichzeitig zugfreie Frischluft. Der Kofferraum ist mit rund 140 Litern mickrig, die Ladekante hoch. Wer die Lehne im Gesamten umklappt und die Kiste bis unters Dach vollpackt, soll knapp 800 Liter reinbekommen. Ein Transportmeister ist der Pixo definitiv nicht.

Euro-5-Motor

Galerie: Erster Test Nissan PixoDafür ist er ein Meister des Sparens. Mit dem serienmäßigen Fünfgang-Schaltgetriebe soll er sich nach Norm mit nur 4,4 Litern Superbenzin begnügen. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von nur 103 Gramm pro Kilometer. Hinzu kommt, dass der Pixo die Euro-5-Norm erfüllt. Pure Drive nennt Nissan von nun an übrigens alle Modelle, die maximal 140 Gramm CO2 emittieren.

Basis des (Spar-) Erfolgs ist der kleine Einliter-Motor, den es schon im Splash, in seinem Zwilling Opel Agila und eben im Alto gibt. Der Dreizylinder ist auch im Pixo ein Sahnestück. Mit seinen 68 PS treibt er den unter einer Tonne wiegenden Mini-Nissan in 14 Sekunden vom Stand weg auf Tempo 100. Damit ist man nicht nur im Stadtverkehr flott genug, auch auf der Autobahn ist er auf Wunsch schneller als 150 km/h. Begleitet wird das Treiben im Bug von einem schnurrenden Dreizylinderklang.

Galerie: Erster Test Nissan PixoAls besonderes Komfortschmankerl kann eine Viergang-Automatik geordert werden. Bei Kleinwagen noch recht selten, hilft sie vor allem im Stadtverkehr, das Wohlgefühl beträchtlich zu erhöhen. Zudem schaltet sie nahezu ruckfrei und recht flink. Einen Preis für den Schaltautomat kann Nissan allerdings noch nicht nennen. Mit rund 1.100 Euro sollte man rechnen.

Genauso quicklebendig wie der Motor, ist das Fahrwerk. Für manch einen mag es etwas zu straff sein. Vorteil: Die Wendigkeit im Stadtverkehr und die Straßenlage bei forscherer Überlandfahrt sind verblüffend. Hinzu kommt der kleine Wendekreis von nur neun Metern.

Fazit

Der Nissan Pixo macht fast alles so gut oder so schlecht wie der Suzuki Alto. Besser, also günstiger, ist der Einstiegspreis, der rund einen Tausender unter dem in der Basis besser ausgestatteten Alto liegt. Wer auf den Luxus einer Klimaanlage, die Sicherheit von ESP oder den Komfort von elektrischen Fensterhebern verzichten kann, kommt bereits mit der Basisausstattung gut zurecht. Der Motor ist so oder so frech, das Fahrwerk straff und sicher und die Optik eben Kleinwagen-typisch. Ein angenehmes Autochen, der Pixoalto, mit ihm wird keiner der anvisierten 5.400 Käufer einen Fehlgriff machen.

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