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Galerie: Erster Test Nissan Tiida

Erster Test: Nissan Tiida

Nicht nur für Rentner

17.04.2008

Neu und doch schon alt: Bereits seit Jahren produziert Nissan den Kompaktwagen Tiida, der neben Japan auch in Südafrika und den USA bereits erfolgreich verkauft wird. Letztes Jahr führte Nissan den Tiida in einigen osteuropäischen Ländern ein, seit 2008 ist er auch in Deutschland erhältlich. Hier soll er den eingestellten Nissan Almera ersetzen und eine eher gesetztere Klientel bedienen.

Neben dem Qashqai ist der Tiida das zweite Kompaktmodell im deutschen Nissan-Portfolio. Laut eigener Aussage wollen die Japaner mit dem Weltauto Kunden ansprechen, die eher ein konventionelles Auto suchen - und davon gibt es in Deutschland reichlich. Wem also der progressive Qashqai zu modern ist, der findet im Tiida die biedere Alterantive.

Galerie: Erster Test Nissan TiidaUnter dieser Voraussetzung braucht man keine großen Design-Experimente erwarten. Die Front erinnert ein wenig an den Nissan Murano, das Heck dagegen könnte auch von Peugeot kommen. Zumindest das Steilheck: Nissan bietet den Tiida in zwei Varianten an, als fünftürige Schrägheckversion sowie als Viertürer mit Stufenheck. Letzterer wirkt, wie nicht anders zu erwarten war, noch einen Tick konservativer, und dürfte sich selbst auf dem an gesetzten Rentnern reichen deutschen Markt schwer tun.

Raumwunder

Je nach Version misst der Tiida 4,30 (Fünftürer) beziehungsweise 4,48 Meter (Limousine) und bietet ausreichen Platz für fünf Personen. Sein Radstand von 2,60 Metern liegt auf dem Niveau eines Audi A4 oder VW Passat. Selbst groß gewachsene Passagiere können bequem im Fond sitzen. Ihnen kommt nicht zuletzt die hohe Dachlinie zu Gute. Doch nicht allein das Platzangebot überzeugt, auch der Sitzkomfort sammelt Pluspunkte. Auf den großen Sesseln lässt es sich bequem reisen, vorne und hinten gibt es serienmäßig Armlehnen.

Galerie: Erster Test Nissan TiidaNicht nur für Passagiere hält der Tiida ausreichend Platz parat: Zahlreiche Ablagen machen das schlichte, eher unromantische Interieur funktional und praktisch. Abstriche muss man bei der Verarbeitung und Materialauswahl machen, hier kann Nissan noch aufholen. Das Kofferraumvolumen kann sich wiederum sehen lassen. Zwischen 300 und 425 Liter fasst es beim Steilheck mit verschiebbarer Rückbank (umgeklappt 645 Liter), in die Stufenheckversion kann man bis zu 500 Liter einladen.

Vorerst kein Diesel

Galerie: Erster Test Nissan TiidaDas Motorenangebot für den frontgetriebenen Tiida umfasst bislang zwei Benziner mit je vier Zylindern. Basis ist ein 110 PS starkes 1,6-Liter-Aggragat mit einem maximalen Drehmoment von 153 Newtonmetern. Käufer haben die Wahl zwischen einer manuellen Fünfgangschaltung oder einer Vierstufen-Automatik. Letztere raubt dem Motor allerdings jegliche Dynamik und zwingt ihn durch hektische Schaltmanöver zu großen Drehzahlsprüngen.

Der Standardsprint dauert mit Automatik eineinhalb Sekunden länger als beim Handschalter (11,1 Sekunden). Ganz zu schweigen von der mit Tempo 170 um 16 km/h niedrigeren Höchstgeschwindigkeit. „Wer den Tiida mit Automatik kauft, interessiert sich nicht für solche Werte, sondern will sich lediglich das Schalten ersparen“, so ein Nissan-Sprecher mit Blick auf den reiferen Kundenkreis.

Quirliger 1.8er

Galerie: Erster Test Nissan TiidaWer es etwas dynamischer mag, sollte zum 1.8er mit 126 PS greifen. Wenngleich das Aggregat nur wenig stärker ist, treibt es den 1,3 Tonnen schweren Nissan spürbar druckvoller an. Beide Motoren sind allerdings keine Sparmeister: Der schwächere 1.6er soll mindestens 6,9 Liter verbrauchen, mit Automatik sogar 7,4 Liter. Für den stärkeren Motor gibt Nissan einen Durchschnittswert von 7,8 Litern an.

Durchaus europa-tauglich präsentiert sich das Fahrwerk. Ausreichend straff, sorgt es für sichere Fahrstabilität und hält den Tiida in flotten Kurven in der Spur, ohne dabei Komfort vermissen zu lassen. Serienmäßig haben alle Modelle ABS und ESP an Bord. Auch eine Rundum-Versorgung mit Airbags ist schon in der Basisversion inbegriffen.

Drei Ausstattungen

Galerie: Erster Test Nissan TiidaErhältlich ist der Tiida in der Grundversion Visia zu Preisen ab 15.990 Euro für den Kompakten sowie 16.290 Euro für die Limousine. Mit an Bord: elektrische Fensterheber rundum, geteilte Rückbank und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Der 1,8-Liter-Motor beginnt in der mittleren Ausstattungsvariante Acenta bei 19.240 Euro (19.540 Euro für den Viertürer). Zum erweiterten Serienumfang zählen Nebelscheinwerfer, Klimaautomatik, Radio-CD-Spieler, Lichtautomatik, Tempomat und Reiserechner.

Die Topausstattung Tekna (plus 1.600 Euro) umfasst zusätzlich elektrisch anklappbare Außenspiegel, ein schlüsselloses Zugangssystem, Glas-Hub-Schiebedach und Teilleder-Sitze. Optional bleibt das Topline-Paket mit Xenonlicht und Volllederausstattung zu 1.400 Euro, ein DVD-Navi für 1.500 Euro sowie die 420 Euro teure Metallic-Lackierung.

Fazit

Galerie: Erster Test Nissan TiidaDer Nissan Tiida, ein Rentnerauto? Nicht nur  Wer viel Platz zum günstigen Preis sucht, wird hier fündig. Der 1,8-Liter-Benziner treibt den Tiida ausreichend flott an, das Fahrwerk überzeugt. Manko ist der relativ hohe Spritverbrauch. Und die biedere Optik: Design-Junkies efreut der Tiida gewiss nicht!

 
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