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Galerie: Erster Test Opel Antara Facelift

Erster Test: Opel Antara Facelift

Attraktiver

17.02.2011

Gerade erst hat Chevrolet den überarbeiteten Captiva vorgestellt, schon zieht Opel mit dem Schwestermodell Antara nach. Optisch wurde das Rüsselsheimer SUV behutsam modernisiert, doch die Veränderungen unter der Haube machen den Antara deutlich attraktiver.  

Nur Kenner werden den aufgefrischten Antara auf den ersten Blick vom Vorgänger zu unterscheiden wissen, marginal sind die kosmetischen Retuschen an Kühlergrill, Nebelscheinwerfern und Rückleuchten; akzentuiert nennt Opel dies.

Marginale Retuschen

Galerie: Erster Test Opel Antara FaceliftEbenso wenig hat sich im Innenraum getan, leider, denn gerade die gelblich illuminierten Rundinstrumente mit dem zweizeiligen Kilometerzähler erscheinen auch nach einer Überarbeitung wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Dafür bietet der Antara auf dem Mitteltunnel nun eine praktische Ablage mit Cupholdern, denn der früher dort vorzufindende Handbremshebel konnte dank einer neuen, elektrischen Parkbremse entfallen. Neue Sitzbezüge und Verkleidungsstoffe runden die Maßnahmen im Interieur ab.

Berichtenswerteres gibt es von der Motorenpalette des 4,60 Meter langen Fünf-Sitzers; eine dritte Reihe mit zwei weiteren Plätzen gibt es nur für den Chevrolet Captiva, nicht aber bei Opel. Dafür behalten sich die Rüsselsheimer aber ihren praktischen FlexFix-Fahrradträger exklusiv vor, der wie eine Schublade aus der Heckschürze gezogen wird und bis zu zwei Räder aufnehmen kann. Das restliche Gepäck für die Urlaubsreise lässt sich problemlos in den bis zu 1.420 Liter Stauraum unterbringen.

Kein Sechs-Zylinder mehr

Galerie: Erster Test Opel Antara FaceliftStatt wie bisher zwei Benziner anzubieten, hat Opel sich vom Top-Modell, einem 227 PS starken 3,2-Liter-V6 getrennt; gekauft hat den Sechs-Zylinder ohnehin niemand und wer ihm doch eine Träne nachweint, findet ihn bei Chevrolet noch im Portfolio. Weiterhin im Angebot ist der Vier-Zylinder-Benziner mit 2,4 Liter Hubraum, der fortan 167 statt 140 PS leistet; auch ihm werden allerdings nur bescheidene zehn Prozent Verkaufsanteil vorausgesagt, von geplanten 15.000 Fahrzeugen im laufenden Jahr in Deutschland. Nächstes Jahr sollen es übrigens noch einmal 5.000 mehr werden.

Den Großteil des Verkauf-Kuchens sollen sich die beiden neuen Dieselmotoren brüderlich teilen. Dem Downsizing-Trend widersprechend hat Opel den bisherigen Zwei-Liter-Selbstzünder aussortiert und ihn durch ein 2,2 Liter großes Aggregat ersetzt und damit auch die Leistung ordentlich angehoben. Statt wie bisher mit 127 und 150 PS stehen Diesel-Fahrern zukünftig mindestens 163, wahlweise sogar 184 PS zur Verfügung.

Jetzt mit sechs Gängen

Galerie: Erster Test Opel Antara FaceliftAlle drei Motoren sind ab sofort mit einem gut zu schaltenden, manuellen Sechs-Gang-Getriebe oder einer sechs-stufigen Automatik zu haben; bisher gab es immer nur fünf Gänge. Beim kleineren Diesel haben die Kunden außerdem, wie auch beim Benziner, die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb (2.000 Euro, Serie beim Top-Diesel). Doch schon die günstigste Selbstzünder-Kombination, der handgeschaltete 163-PS-Diesel mit Zweirad-Antrieb für 28.700 Euro konnte bei unserer ersten Ausfahrt überzeugen.

Wenngleich der Vier-Zylinder sein Brennverfahren nicht verhehlen kann, verrichtet er seinen Dienst doch ausreichend leise und kultiviert. Die Vorderräder haben kein Problem, die 350 Newtonmeter Drehmoment, die bei 2.000 Touren an der Kurbelwelle anliegen, auf die Straße zu bringen; in knapp unter zehn Sekunden ist der Standardsprint absolviert. Den Allradantrieb, der über eine elektrisch gesteuerte Lamellenkupplung bis zu 50 Prozent der Kraft an die Hinterachse schickt, vermisst man im Alltag kaum. Nur beim Anfahren auf rutschigem Untergrund erweist sich das 4WD-Modell als überlegen.

Kaum Vorteile

Galerie: Erster Test Opel Antara FaceliftKaum Vorteile bietet übrigens auch der stärkere Diesel. 21 Pferdestärken und 50 Newtonmeter bietet er mehr als das Basis-Modell. Das macht den Antara zwar einen Tick leichtfüßiger, dafür aber auch teurer. Ob der Zwangsehe mit dem Allradantrieb kostet er mindestens 33.100 Euro und damit fast viereinhalb Tausend Euro mehr – zugegeben mit geringfügig besserer Ausstattung (Sitzheizung, Klimaautomatik statt manueller Regelung und Lichtsensor).

Darum bereinigt bleibt ein Kostenvorteil von 2.770 Euro, die man unter anderem in das Xenon-Licht (875 Euro), den Radträger (650 Euro) und ein Schiebedach (870 Euro) investieren kann; von dem 1.800 Euro teuren Navigationssystem sei dagegen abzuraten: Die Grafik ist veraltet und die Bedienung kompliziert; ein portables Gerät ist da sicher die bessere Wahl.

Sparsamer Allrad, schluckfreudige Automatik

Galerie: Erster Test Opel Antara FaceliftDoch zurück zum Motor: Die Beschleunigung des starken Diesel ist nur marginal schneller, maximal schafft er rund zehn km/h mehr. Dafür steigt immerhin auch der Verbrauch nicht an. Der Fronttriebler konsumiert 6,3 Liter, mit Allrad sind es 0,3 Liter mehr – in beiden Leistungsstufen. Dafür langt die Wandlerautomatik (1.850 Euro) kräftig zu: Mit ihr ausgestattet laufen gleich einmal 7,5 beziehungsweise 7,8 Liter mit Allrad durch die Kraftstoffleitung – nach EU-Norm gemessen; in der Praxis dürfte es noch ein wenig mehr sein. Der Benziner braucht jeweils rund neun Liter Treibstoff auf 100 Kilometer.

Überarbeitet haben die Ingenieure für das Facelift neben den Motoren auch das Fahrwerk und die Lenkung. Allerdings ist der Antara nach wie vor auf Komfort getrimmt und gutmütig abgestimmt. Allzu flotte Kurvenfahrten sind nicht seine Paradedisziplin; dafür ist auch die Lenkung immer noch zu indirekt – aber gut zum Charakter eines gemütlichen SUV passend.

Technische Daten
 
Marke und Modell   Opel Antara   Opel Antara
Motor / Ausstattung   2.2 CDTI (120 kW) Frontantrieb   2.2 CDTI (135 kW) 4x4
Motor        
Hubraum (Kubikzentimeter / Bauart)   2.231 / R4-Turbo   2.231 / R4-Turbo
Leistung (kW (PS) / U/min)   120 (163) / 3.8000   135 (184) / 3.800
Drehmoment (Nm / U/min)   350 / 2.000   400 / 2.000
Antriebsart   Frontantrieb   Allradantrieb
Getriebeart   manuelles 6-Gang-Getriebe   6-Gang-Automatik
Abmessung und Gewicht        
Länge/Breite/Höhe (mm)   4.596 / 1.850 / 1.761   4.596 / 1.850 / 1.761
Radstand (mm)   2.707   2.707
Wendekreis (m)   12,3   12,3
Leergewicht  (kg)   ab 1.750   ab 1.750
Kofferraum (Liter)   420 - 1420   420 - 1420
Serienbereifung   235/62 R17   235/62 R17
Verbrauch        
Krafstoffart   Diesel   Diesel
Kombiniert laut Werk (l/100km)   6,3   7,8
CO2-Emissionen (g/km) / Abgasnorm   167 / Euro 5   205 / Euro 5
AS24-Verbrauch (l/100km)   k. A.   k. A.
Fahrleistungen        
Werksangabe 0-100km/h (s)   9,9   10,1
AS24-Sprint 0-100km/h (s)   k. A.   k. A.
AS24-Bremstest 100-0km/h (m)   k. A.   k. A.
Höchstgeschwindigkeit (km/h)   189   191
Preise        
ab (Euro)   26.780,00   37.550,00
Ausgewählte Extras (Euro)   Design-Edition (inkl. Sitzheizung, Lichtsensor, Klimaautomatik, 1.640), FlexFix-Fahrradträger (650)   FlexFix-Fahrradträger (650)
 
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Fazit

Der SUV-Markt wächst weiter, und Opel will mit dem überarbeiteten Antara ein größeres Stück als bisher davon abgreifen. Ob sie damit an die Erfolgsstory des Frontera anknüpfen können, ist fraglich, doch ist das Rüsselsheimer SUV zweifelsohne attraktiver geworden – technisch; denn optisch ist er kaum vom alten zu unterscheiden. Doch mit den beiden neuen Dieselmotoren hat Opel ein Manko des Vorgängers, der vielen den Fahrspaß mit einem ausgeprägten Turboloch verleidet hat, ausgemerzt.

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