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Galerie: Erster Test Opel Astra Sports Tourer

Erster Test: Opel Astra Sports Tourer

Der Opel-Bestseller

18.03.2016

1963 begann eine Erfolgsstory, die der neue Opel Astra Sports Tourer nun fortsetzen soll: Vor über 50 Jahren lief der erste Kadett A Caravan vom Band, und bis heute haben die Rüsselsheimer rund 5,4 Millionen kompakte Kombis produziert. Die nunmehr zehnte Generation startet komplett neu am 9. April und steht dann ab 18.260 Euro beim Händler. Wir haben den praktischeren Astra schon jetzt auf der angeblich schönsten Straße der Welt, der portugiesischen Landstraße N-222, für Sie getestet.  

Wie der normale fünftürige Astra, hat auch der Kombi ordentlich abgespeckt. Je nach Ausstattungsvariante und Motorisierung konnten die Rüsselsheimer bis zu 190 Kilogramm Gewichtsersparnis erzielen, vor allem Karosserie und Fahrwerk wurden leichter. Auch der Sports Tourer profitiert von der neuen Optik der Baureihe, er kommt deutlich maskuliner und sportlicher vorgefahren. Anders als den Normalo hat man ihn allerdings nicht geschrumpft, sondern sogar ein paar Millimeter in die Länge gezogen – damit kommt er auf eine Länge von 4,70 Metern. Die neuen Maße kommen vor allem den Passagieren im Fond zugute – und dem Ladevolumen. Aber dazu später mehr.  

Möglichst bequem

Galerie: Erster Test Opel Astra Sports TourerDer Komfort steht bei Opel neben dem Fahrspaß an oberster Stelle: Mit der Astra-Neuauflage hat der Autobauer deshalb typische Oberklasse-Extras ins Fahrzeug geholt. Eine optional erhältliche Massagefunktion für den Fahrersitz zum Beispiel, die allerdings nur in den zwei oberen Ausstattungsvarianten Dynamic und Innovation erhältlich ist und zusammen mit dem Premium-Leder-Paket für mindestens 2.300 Euro erworben werden muss. Dann aber knetet der Sitz sanft den Rücken und bügelt kleinere Verspannungen einfach weg – angesichts des etwas straff ausgelegten Fahrwerks keine schlechte Anschaffung. Wer auf die Knetbehandlung verzichten mag, kann die äußerst bequemen – und zertifizierten – Ergonomiesitze auch günstiger haben: Der egoistische Fahrer bezahlt alleine für seinen Sitz 390 Euro Aufpreis; 685 Euro muss der Umsichtige auf den Tisch legen, um auch dem Beifahrer die besseren Fauteuils zu gönnen. Und auch an die Passagiere im Fond hat Opel gedacht: Neben dem Zugewinn an Beinfreiheit ist erstmals auch eine Sitzheizung für die Mitfahrer auf den billigen Plätzen erhältlich. In den beiden höchsten Ausstattungsklassen müssen dafür mindesten 710 Euro auf den Tisch gelegt werden.

Weniger komfortabel sind hingegen die Ablagemöglichkeiten in der Mittelkonsole. Über dem Schalthebel ist zwar eine angedeutete Klappe, wo man gut Mobiltelefone oder sonstige Gegenstände des alltäglichen Bedarfs hätte unterbringen können, allerdings haben wir die beim besten Willen nicht aufgebracht. Geht auch gar nicht, denn was nach einem Griff zum Öffnen aussieht, ist ein Adapter mit 5-Volt-Strom-Versorgung, an dem eine opeleigene Smartphone-Halterung befestigt werden kann – oder ein Duftzerstäuber. Und so wandern Handy, Schlüssel und Kaugummis halt doch in die einzig offene Ablage – die Cup-Holder.

An alle gedacht

Galerie: Erster Test Opel Astra Sports TourerWer einen Kombi fährt, weiß im Voraus, dass einen viele Bekannte bei Umzügen zum besten Freund erklären werden – dem großen Stauraum sein Dank. Das wird auch mit dem neuen Sports Tourer passieren, denn der fasst in der Neuauflage nun 1.630 Liter, also 80 Liter mehr als sein Vorgänger. Damit alles leichter verstaut werden kann, sind die Sitze erstmals dreigeteilt umklappbar – ganz einfach per Tastendruck im Kofferraum. Und damit die Umzugskisten nicht wild durchs Auto geschleudert werden, kann das 125 Euro teure FlexOrganizer-Paket geordert werden, das über Trennnetze, Gepäckraumschienen und Befestigungshaken verfügt.

Aber auch an den treuesten Begleiter des Menschen haben die Opelaner gedacht. Mit einem Hundegitter lässt sich der Fond vom Kofferraum abtrennen und die optional erhältliche Wendematte ist fix von Hundehaaren & Co. gereinigt. Übrigens: Zugang zum Gepäckabteil kann man sich jetzt auch bei Opel durch einen Fußtritt unter die Stoßstange verschaffen – schon schwingt der Deckel auf, und schließen lässt er sich mit derselben Bewegung.

Durchzugskraft

Bei unserer Ausfahrt stand uns der der momentan stärkste Diesel mit 160 PS zur Verfügung. Dieser kommt mit zwei Turboladern und verfügt über ein starkes Drehmoment von 350 Newtonmetern. Damit ist der Astra binnen 8,9 Sekunden auf Tempo 100 gebracht, Schluss ist bei 220 km/h. Leichten Fußes lassen sich die gut 1,4 Tonnen Kampfgewicht sportlich durch die Kurven manövrieren, die Lenkbefehle werden direkt und präzise befolgt. Bodenunebenheiten dürfte das etwas straffe Fahrwerk aber hier und dort gern ein wenig besser ausbügeln.

Galerie: Erster Test Opel Astra Sports TourerFahrer, die viel auf Autobahnen unterwegs sind, werden die Durchzugskraft des Sports Tourer schnell zu schätzen wissen, flottes Überholen meistert er mit Bravour. Was bereits auf den ersten Metern auffällt: Der Motor macht dem Beinamen Flüster-Diesel alle Ehre, denn er ist so hervorragend gedämmt, dass die Ohren selbst bei starker Leistungsabfrage geschont werden. Schade nur, dass für den stärksten Diesel keine Automatik zur Verfügung steht. Außerdem hat der flotte Spaß auch seinen Preis: 28.310 Euro verlangt Opel für den 1.6 BitTurbo CDTI. Dafür kommt er allerdings schon in der zweithöchsten Ausstattungsvariante. Das superhelle Matrix-Licht aber zum Beispiel muss trotzdem noch extra geordert werden.

  • Technische Daten

Länge: 4,70 Meter, Breite: 1,87 Meter (mit Außenspiegeln 2,04 Meter), Höhe: 1,49 Meter, Radstand: 2,66 Meter, Kofferraumvolumen: 540 – 1.630 Liter

Diesel:

1,6-Liter-Bi-Turbodiesel, 118 kW/160 PS, maximales Drehmoment: 350 Nm bei 1.500 - 2.250 U/min, 0-100 km/h: 8,9 s, Vmax: 218 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,2 Liter, CO2-Ausstoß: 107 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Preis: ab 26.310 Euro

 
Fazit

Jan Menno Schmidt

Schickes Design und praktisch im Alltag: Besser hätte Opel den Kompakt-Kombi kaum auf vier Räder stellen können. Der neue Astra Sports Tourer macht Spaß, sieht gut aus und bietet viel Platz für Passagiere, Tiere und Ladung. Schade: Die fehlende Ablagemöglichkeit in der Mittelkonsole und die nicht erhältliche Automatik für den starken Diesel.
 
 

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