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Galerie: Erster Test Opel Corsa

Erster Test: Opel Corsa

Kleiner Luxus

25.08.2006

Sein Debüt feierte der Opel Corsa 1982. Seitdem haben die Rüsselsheimer über 9,4 Millionen Exemplare ihres Kleinwagens unter das Volk gebracht. Die vierte Generation des Bestsellers hat sich mächtig herausgeputzt. Mit einer Vielzahl an Komfortextras, die bislang den höheren Klassen vorbehalten waren, soll der Corsa neue Maßstäbe in seinem Segment setzen.

Dynamisches Kurvenlicht, Tempomat, Berg-Anfahr-Assistent, beheizbares Lenkrad. Liest sich wie die Aufpreisliste eines Wagens jenseits der 40.000 Euro Grenze, sind aber alles erhältliche Extras für den neuen Opel Corsa.

Die Rüsselsheimer beweisen, auch einen Kleinwagen kann man komfortabel ausstatten. Doch stop, eigentlich ist der Opel Corsa ja gar nicht ein Kleinwagen, sondern zwei. Bewusst trennen die Marketingstrategen den Zwei- vom Viertürer.

Aus eins mach zwei

Galerie: Erster Test Opel CorsaIn allen Dimensionen zugelegt haben beide Versionen, vor allem aus Gründen des Fußgängerschutzes. So bringt es der Neue auf eine stolze Länge von knapp vier Metern 15 Zentimeter mehr als der Vorgänger. Zwei- und Viertürer teilen sich Motorhaube, die vorderen Kotflügel, Scheinwerfer und A-Säule. Der Rest ist individuell.

Die Variante mit zwei Türen wirkt dynamisch und weckt Erinnerungen an den Astra GTC. Die Dachlinie fällt optisch flach nach hinten ab, beschreibt einen Bogen, der in den Kotflügeln endet. Diese sind kraftvoll ausgearbeitet und verleihen dem Corsa breite Hüften. Gerade dadurch aber wirkt der Opel, von hinten betrachtet, manchmal sogar etwas moppelig anstatt sportlich.

Komfort mit vier Türen

Galerie: Erster Test Opel CorsaBeim Viertürer lag der Schwerpunkt auf Komfort, wenngleich auch er von flotten, dynamischen Elementen gezeichnet ist. Überhaupt ist der Corsa ein Auto für die Liebhaber von Linien und Lichtkanten. Diese führen gekonnt den Blick über den Wagen, betonen die schönsten Stellen und kaschieren wenn nötig. Zu den markanten Punkten gehören die weit in die Haube gezogenen Scheinwerfer, die an Katzenaugen erinnern sollen.

Ein schönes Auto ist nur die halbe Miete, wichtig ist die Motorenauswahl. Opel bietet zur Markteinführung am 07. Oktober drei Benziner und zwei Diesel an. Basis ist ein 60 PS starker 1,0-Liter-Vierzylinder, darüber rangiert ein 1,2-Liter Aggregat mit 80 PS, wahlweise mit automatisiertem Schaltgetriebe. Der Einstiegspreis liegt bei 10.990 Euro.

Flotter Antritt

Galerie: Erster Test Opel CorsaAuf unserer ersten Ausfahrt begleitete uns der stärkste Ottomotor. Aus 1,4 Liter Hubraum holt er 90 PS und stellt bei 4.000 Touren 125 Newtonmeter zur Verfügung. Die genügen, um dem rund 1.150 Kilo schweren Wagen zu flottem Antrieb zu verhelfen. Zumindest dann, wenn man den Motor ordentlich dreht. Im niedrigen Drehzahlbereich lässt die Kraftentfaltung noch Wünsche offen.

Keinen Anlass zur Kritik bietet das serienmäßige Fünfgang-Getriebe, weder in punkto Übersetzung, noch in Sachen Schaltkomfort. Leichtgängig und präzise lassen sich die Gänge wechseln, wie es sich für ein Stadtauto gehört.

Diesel zum Gleiten

Galerie: Erster Test Opel CorsaEbenso über 90 PS verfügt die stärkere Version des 1,3-Liter-Selbstzünders (der schwächere stellt 75 PS zur Verfügung). Allerdings wirken diese im Diesel lange nicht so spritzig wie im Benziner. Drehmoment immerhin stemmt er 200 Newtonmeter auf die Kurbelwelle ist eben doch nicht alles.

Zum entspannten Gleiten ist das Aggregat hervorragend geeignet, hat man das Anfahrloch unterhalb der 2.000 Touren überwunden. Im niedrigen Drehzahlbereich hält er sich akustisch sehr zurück, um dafür ab 3.500 Touren unangenehm laut zu werden.

Sport oder Komfort

Galerie: Erster Test Opel CorsaAuf Fahrwerksseite machen sich die beiden unterschiedlichen Philosophien bemerkbar. Der Viertürer ist auf Komfort getrimmt, federt weich und schluckt auch grobe Unebenheiten problemlos. Allerdings geht das zu Lasten des sportlichen Fahrverhaltens, vor allem in Kurven sollte man es nicht allzu schnell angehen. Und: ESP kostet immer Aufpreis.

Der Zweitürer hingegen verkörpert den Sportler. Das Fahrwerk ist straffer und verleitet zu einer offensiveren Fahrweise. Zudem bietet Opel eine Sportversion an. Es zeichnet sich aus durch ein 18 Millimeter tieferes Fahrwerk, einer progressiveren Kennlinie der Lenkung sowie einer kürzeren Getriebeübersetzung.

Schick eingerichtet

Galerie: Erster Test Opel CorsaEgal ob Zwei- oder Viertürer, der Innenraum lädt stets zum Wohlfühlen ein. Die große Mittelkonsole mit Bildschirm trägt alle Bedienelemente für Radio, Klimaanlage und Navigation. Je nach Ausstattung kann das Entertainment-System auch mittels Lenkradtasten bedient werden. Auf Wunsch können die Dekoreinlagen in Klavierlack-Optik georderte werden.

Hinter den straffen aber bequemen Vordersitzen geht es, wie in einem Kleinwagen üblich, etwas enger zu. Um zumindest das Raumgefühl zu verbessern bietet Opel ein großes Panoramaglasdach an (790 Euro). Die Lehne der Rückbank kann außerdem, wiederum ausstattungsabhängig, in der Neigung verstellt und umgeklappt werden.

Galerie: Erster Test Opel CorsaDer sonst 285 Liter fassende Kofferraum bietet so bis zu 1.100 Liter Stauraum. Praktisch: Opel bietet als erster Hersteller einen integrierten Fahrradträger an. Das von der Studie Trixx übernommene Flex-Fix-System verschwindet quasi unterhalb des Kofferraums. Im Bedarfsfall kann es samt Stoßstange ausgefahren werden und bietet dann zwei Fahrrädern sicheren Halt.

Fazit

Der Opel Corsa zeigt, dass ein Kleinwagen nicht nur ein spartanisch ausgestattetes Transportmittel sein muss. Mit vielen in diesem Segment ungeahnten Extras will sich der Neue in die Gunst der Käufer bringen. Ende des Jahres ergänzt ein 125 PS starker 1,7-Liter-Diesel die Motorenpalette. Auch eine OPC-Variante soll dann folgen. Die dürfte dann an die 200 PS leisten.

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