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Galerie: Erster Test Opel GT X Experimental

Erster Test: Opel GT X Experimental

Neustart für Opel

02.01.2019

Einst spielte Opel ganz oben mit im Automobilbau, seit einiger Zeit aber sind die Rüsselsheimer ins Mittelfeld abgerutscht und drohten gar gänzlich in der Versenkung zu verschwinden. Doch die Übernahme durch PSA soll nun bei Opel die Lebensgeister wieder wecken. Zwar ist der Kurs der Franzosen noch nicht ganz klar, die neue deutsche Tochter aber weiß, wo sie hinwill: Zurück zu alter Stärke! Das unterstreicht Opel mit der jüngsten Konzeptstudie GT X Experimental.

Der Name der Studie kommt nicht von ungefähr: 1965 präsentierte Opel den Experimental GT – den Vorläufer des legendären Opel GT und die erste Konzeptstudie eines europäischen Autobauers überhaupt. Mercedes, BMW, VW oder Porsche wollten von derartigen Fingerübungen bislang nichts wissen, umso mehr begeisterte das Rüsselsheimer Concept Car; von der Serienversion ganz zu schweigen. Galerie: Erster Test Opel GT X Experimental

Deutsch, nahbar, begeisternd

Dass auch der neue GT X Experimental in Serie geht, ist allerdings unwahrscheinlich. Er soll aber den Weg bereiten und zeigen, wohin die Reise geht. Um sich im PSA-Konzern gegen Citroën, Peugeot und DS durchsetzen zu können, braucht die Marke nämlich ein scharfes Profil, das laut Michael Lohscheller, der seit einiger Zeit bei Opel das Ruder in der Hand hat, von drei Kernwerten bestimmt wird: deutsch, nahbar und begeisternd.

Während ersteres vor allem auf die deutsche Ingenieurskunst anspielt, und das Nahbar sich nicht zuletzt auch in einer weiterhin attraktiven Preispolitik widerspiegeln wird, sorgen die französischen Einflüsse für die Begeisterung: visionäre Ideen und emotionales Design. Das trifft auf den GT X auf jeden Fall zu: Die gut vier Meter lange Mischung aus Sportwagen und Crossover wirkt ungewöhnlich, aber gelungen, die lange Motorhaube und das nach hinten versetzte Greenhouse verleihen dem Concept Dynamik, robuste Planken und Schweller unterstreichen den SUV-Charakter. Galerie: Erster Test Opel GT X Experimental

Details für die Serie

Ein solches Modell freilich würde sich im Schauraum der Opel-Händler gut machen, doch für eine Marke, die 2018 zum ersten Mal seit zwanzig Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben hat, ist der GT X zu spitz, zu speziell, zu teuer. Was Opel jetzt braucht, sind Modelle, die Geld in die Kasse spülen. Der Corsa steht in den Startlöchern, der Insignia bekommt ein Facelift – und 2020 kommt die Neuauflage des beliebten Klein-SUV Mokka X. Der basiert dann zwar auf einer PSA-Plattform und muss auf den bisher erhältlichen Allradantrieb verzichten, könnte aber als erster Opel Designelemente der Studie GT X aufgreifen.

Vor allem die Front-Gestaltung mit der schwarzen Plexiglas-Blende hat gute Chancen auf einen Sprung in die Serie. Zwischen den schmalen LED-Scheinwerfern und dem beleuchteten Opel-Blitz sind hinter dem sogenannten Vizor (der an ein Motorradhelm-Visier erinnern soll) auch Kameras und zahlreiche Sensoren für autonome Fahrfunktionen untergebracht. Die lassen sich nämlich nicht hinter Blech verstecken, sondern benötigen eine Kunststoffblende, durch die sie hindurchsehen und -strahlen können. Galerie: Erster Test Opel GT X Experimental

Gerader Opel-Blitz

Auch die scharfe Bügelfalte entlang der Motorhaube, die zusammen mit der von den Tagfahrlichtern angedeuteten Horizontallinie den „Kompass“ bildet, werden wir zukünftig ebenso häufiger antreffen, wie das knackige Heck mit den hochgesetzten, flachen Leuchten und einer markanten Sicke. Die Aerodynamiker dürfen sich außerdem über wegfallende Außenspiegel freuen, die durch kleine Kameras ersetzt werden, und zumindest als Sonderausstattung haben auch die mit gelben Akzenten verzierten Räder eine Chance. Ob sich Opel in der Serie das nach Rolls-Royce-Manier freilaufend gelagerte Markenlogo in den Radnaben leistet, das immer gerade steht, ist dagegen fraglich. Und die nach hinten öffnenden Fondtüren werden garantiert nicht nochmal kommen; der Versuch ist schon beim Meriva gescheitert.

Ebenfalls noch ein bisschen dauern wird es, bis der Innenraum des GT X Wirklichkeit wird: Wer in den Crossover einsteigt, sitzt in einer weiß ausgekleideten Wohlfühloase, die trotz der geringen Abmessungen recht luftig wirkt. Das liegt zum einen am E-Antrieb, der platzsparender ist als ein großvolumiger Verbrenner mit Getriebe. Aber auch die vier scheinbar frei im Raum schwebenden Sessel tragen dazu bei. Der Trick: Sie sind am Mitteltunnel befestigt.

Automatische Sitzeinstellung

Der Fahrersitz fährt automatisch in die richtige Position, eine Kamera blickt dem Fahrer in die Augen und berechnet die richtige Einstellung. Feines Detail: Wie bei den Radnaben bleibt auch das Markenlogo im Lenkrad immer in der waagrechten Position. Bis auf zwei Tasten am Volant wurden auch alle Schalter entfernt, und hinterm Lenkrad gibt es ein rund 80 Zentimeter breites Display, das an das „Visier“ aus der Frontschürze erinnert und als Kombiinstrument und Infotainmentsystem gleichermaßen dient.Galerie: Erster Test Opel GT X Experimental

Nochmal zum E-Antrieb: Dass eine Studie elektrisch fährt, gehört heute zum guten Ton. Abgesehen von der 50-kWh-Batterie macht Opel allerdings noch keine weiteren Angaben zur Technik. Zusammen mit den PSA-Modellen werden aber auch die Rüsselsheimer Autos ab sofort sukzessive unter Strom gesetzt: Bis 2024 sollen alle Modelle auch in einer elektrischen Version angeboten werden.

 
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