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Galerie: Erster Test Peugeot 1007

Erster Test: Peugeot 1007

Schieberté

19.09.2005

Kleinwagen boomen, Vans boomen. Naheliegend, dass Micro-Vans ebenfalls immer beliebter werden. Mit dem 1007 betritt nun auch Peugeot dieses Erfolg versprechende Segment. Doch der erste Löwenlogo-Träger mit der Doppelnull im Namen ist nicht nur ein weiteres Raumwunder im Miniformat. Elektrische Schiebetüren versprechen zusätzlichen Mehrwert.

Micro-Vans sind deshalb so gefragt, da die Kunden immer mehr von ihren Fahrzeugen erwarten: Klein und handlich sollen sie sein, dazu praktisch und flink, und sparsam obendrein. Viele Fliegen also, die da mit einer Klappe geschlagen werden müssen.

Peugeot verzichtete beim 1007 weitestgehend auf „Klappen“, und hofft, gerade damit neue Kunden zu gewinnen. Statt herkömmlicher Türen, die zur Seite aufschwingen, kommen elektrische Schiebetüren - auf jeder Seite - eine zum Einsatz. Der Vorteil liegt auf der Hand: In engen Parklücken, vor allem in engen Parkhäusern, gelingt der Einstieg deutlich leichter. Und ein bisschen Show ist auch noch dabei, denn der Mechanismus funktioniert per Fernbedienung.

Hoch, höher, 1007

Galerie: Erster Test Peugeot 1007Im Inneren des nur 3,73 Meter kurzen Hochdachwägelchens angekommen erwartet einen die nächste Überraschung: Platz in Hülle und Fülle, vor allem nach oben; vorne wie hinten. Das Design ist gelinde gesagt modern, das dunkelblaue Kunststoff-Cockpit etwa erinnert an einen fetten Ghetto-Blaster. Die Materialien selbst könnten von höherer Güte sein.

Beispielhaft ist die Variabilität und Flexibilität des mit zahlreichen, groß dimensionierten Ablagen und Fächern versehenen Innenraums. Beispiele gefällig? Im Handschuhfach lassen sich wohl auch Moonboots verstauen, unter den Vordersitzen sind Geheimfächer und die Fondpassagiere haben seitlich der Sitze eigene Boxen inklusive Cupholder.

„Klappt“ doch

Galerie: Erster Test Peugeot 1007Der Einstieg ins Rückabteil gelingt mühelos. Die Schiebetür fährt weit zurück, die Vordersitze weit nach vorne. Selbst die Beinfreiheit hinten lässt sich auf Premiumgröße bringen, indem man die beiden Fond-Einzelsitze (einzeln) nach hinten schiebt. Benötigt man dagegen Platz im Kofferraum, schiebt man die Sessel eben vor. Für noch mehr Stauraum lassen sich die Fondsitze um- und auch nach vorne klappen. Alles in allem variiert das Ladevolumen von 178 bis 1.048 Liter.

Galerie: Erster Test Peugeot 1007Der Preis der vielen praktischen Lösungen ist ein vergleichsweise hohes Gewicht. Je nach Modell und Ausstattung des bis zu 1,3 Tonnen schweren Kleinwagens beschränkt sich die maximale Zuladung auf 339 bis magere 250 Kilogramm.

Kein Leichtgewicht

Galerie: Erster Test Peugeot 1007Dass der 1007 kein Leichtgewicht ist, bekommt man auch unterwegs zu spüren. Der Basismotor, ein 73 PS starker 1,4-Liter-Benziner, hat schwer zu kämpfen (14,4 Sekunden auf Tempo 100; 165 km/h Höchstgeschwindigkeit). Zügiges Fahren bedingt, dass man den kleinen Kerl ordentlich tritt. Die hohen Drehzahlen gehen dann wiederum zu Lasten des ansonst vertretbaren Durchschnittsverbrauchs (6,5 Liter). Subjektiv deutlich agiler ist der 1,4-Liter-Diesel mit 68 PS auch wenn die nackten Zahlen eine andere Sprache sprechen (15,4s; 160 km/h). Das Problem hier: Für den kleinen Dieselmotor ist kein Partikelfilter erhältlich. Den gibt es erst mit dem später auf den Markt kommenden 109-PS-Selbstzünder. Derzeit sind die Produktionskapazitäten für diesen Motor schlicht ausgelastet.

Bei der dritten, bereits heute verfügbaren Motorisierung muss ebenfalls ein Kompromiss eingegangen werden. Der kräftige 109-PS-Benziner (11,8s; 190 km/h) wird ausschließlich mit der wenig überzeugenden, neuen „2-Tronic“ angeboten: Ein automatisiertes Fünfgang-Schaltgetriebe, dass zwar den Verbrauch leicht senkt, aber alles andere als sportlich auftritt. Die wohl empfehlenswerteste Motorisierung schiebt Peugeot im Oktober mit dem 1,4-Liter-Benziner mit 88 PS und Handschalter nach (13,6s; 173 km/h).

Feiner Fahren

In punkto Fahrverhalten überzeugt der 1007 auf der ganzen Linie. Das ungemein schluckfreudige Fahrwerk ist straff genug ausgelegt, um auch bei flotten Kurvenfahrten Fahrfreude aufkommen zu lassen. Die genaue Lenkung unterstreicht den agilen Eindruck.

Galerie: Erster Test Peugeot 1007Kein Haar in der Suppe? Kommen wir zum Preis: Mindestens 13.650 Euro müssen für den praktischen Peugeot investiert werden. Viel Geld, auch wenn die Ausstattung mit unter anderem sieben Airbags, ESP und Funkfernbedienung für die elektrischen Türen gut ist. 16.600 Euro kostet das Topmodell. Da verwundert es wenig, dass auf der Präsentationsveranstaltung weniger über den Preis, umso mehr dafür über die aktuellen Finanzierungsangebote gesprochen wurde: Bei rund 3.500 Euro Anzahlung und einer Schlussrate von etwa 7.500 Euro fallen 36 Monate lang monatliche Kosten in Höhe von nur 99 Euro an. Oben drauf schenkt einem Peugeot ein Jahr lang die komplette Versicherung (Vollkasko).

Fazit

Über den Preis kann der 1007 nicht punkten, denn 14.000 Euro Grundpreis sind trotz guter Ausstattung nicht eben günstig. Da müssen dann schon die anderen Qualitäten in die Presche springen, die derer allerdings zahlreich sind.

Die Schiebtüren etwa sind mehr als nur ein nettes Profilierungsprogramm für einen weiteren praktischen Kleinwagen mit Hochdach. Für ein hauptsächlich in der engen Stadt zum Einsatz kommendes Auto bieten sie ausschließlich Vorteile. Auch das Raumkonzept mit den flexiblen Einzelsitzen im Fond sucht Seinesgleichen.

Nicht optimal aufgestellt ist der freche Franzose auf der Antriebsseite. Besserung ist jedoch in Sicht, denn ein neuer 1,4-Liter-Benziner wird das Angebot in wenigen Wochen ergänzen, später ein Diesel mit Partikelfilter folgen.

Galerie: Erster Test Peugeot 1007

 
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